Gro√üma√üst√§bliche in-situ-Verfestigung ‚Äď eine neue M√∂glichkeit in der Sanierungspraxis (ein Fallbeispiel)
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Das Sanierungsprojekt an der Altlast W30, Frachtenbahnhof Praterstern, Bereich √Ėlgasanstalt in Wien stellte ein Projekt in einem massiven Spannungsfeld dar. Die Sanierungsnotwendigkeit ‚Äď die Eigent√ľmerinteressen ‚Äď die Nachnutzung schienen gegens√§tzliche, nicht vereinbare Interessen zu verfolgen. Der gefundene L√∂sungsansatz stellte eine Sanierungskombination aus unterschiedlichen Methoden dar, wobei das Kernverfahren ‚Äď die in-situ Verfestigung - eine neu zur Anwendung kommende Sanierungstechnik war, die bisher nur f√ľr kleinr√§umige Sanierungsbereiche herangezogen wurde. Die Verfestigung im Untergrund wurde bisher z.B. bei Kontaminationen unter Geb√§uden in sehr kleinr√§umigen Bereichen angewendet. Im Zuge der Sanierung der W30 wurde ein ca. 8.500 m¬≥ m√§chtiger, zusammenh√§ngender Zementmonolith errichtet, der die Schadstoffe langfristig und ohne Nachsorge im Untergrund bindet.

In-Situ Sanierung im Festgestein und alpin gepr√§gtem Environment ‚Äď Techniken und M√∂glichkeiten
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Im Zuge der Altlastensanierung bleiben mittlerweile immer mehr ‚Äěschwierig‚Äú zu bearbeitende Standorte mit Herausforderungen im Hinblick auf ihre Lage (√ľberbaut, schwer zug√§nglich), ihr Schadstoffspektrum und ihr geologisches bzw. hydrogeologisches Setting √ľbrig. Speziell im DACH Raum sind dabei die nat√ľrlichen Einschr√§nkungen im Bereich der in-Situ Sanierung von Altalsten aufgrund der geologischen Gegebenheiten eine gro√üe Herausforderung und f√ľhren oft zur Wahl von nicht optimaler und teils veralteter Sanierungsmethoden wie dig & dump oder Sicherungen mittels pump & treat. Es ist jedoch ein Fakt, dass sich die Fl√§cheninanspruchnahme insbesondre im Alpenraum nicht auf ‚ÄěDeponiefl√§chen‚Äú konzentrieren sollte und eine reine Sicherung oftmals keine abschlie√üende und zielf√ľhrende Variante ist. Vor allem unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und der Aufgabe des Energie- bzw. Ressourcensparens sind diese althergebrachten Herangehensweisen mittlerweile √ľberholt. Im Bereich der in-Situ Technologie hingegen wurden weiter Fortschritte gemacht und es wurden (Einbring-)Technologien entwickelt bzw. optimiert, um die verschiedenen in-Situ Verfahren (biologisch, chemisch, physikalisch) auch im Bereich schwieriger geologsicher bzw. hydrogeologsicher Bereiche nachhaltig und effizient umsetzen zu k√∂nnen. Diese Technologien werden nachstehend erl√§utert.

InnoBLA II: Neues Konzept eines Planungswerkzeuge f√ľr die Beheizung von B√∂den mit elektrisch beheizten W√§rmequellen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Die Neuentwicklung eines schnellen und benutzerfreundlichen Planungstools erm√∂glicht die Auslegung und eine bessere Absch√§tzung der Betriebsdauer von Sanierungsvorhaben. Hierbei soll das Tool in kurzer Rechenzeit ausreichend genaue Ergebnisse zur Planung von thermischer Altlastensanierungen liefern. Um dies zu erreichen, werden f√ľr den Soff- und W√§rmetransport simplifizierte Ans√§tze implementiert. Um diese Ans√§tze zu erarbeiten ist ein detailliertes Verst√§ndnis der physikalischen und chemischen Vorg√§nge im Detail notwendig. Um diese zu er√∂rtern, wurde ein detailliertes Modell erstellt, welches √ľber Laborversuche evaluiert wurde. Ein weiterer Schwerpunkt des Planungstools ist die Benutzerfreundlichkeit, weshalb eine online verf√ľgbare grafische Benutzeroberfl√§che erstellt wurde. Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums f√ľr Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilit√§t, Innovation und Technologie gef√∂rdert.

Aufwertung des Landschaftsbildes durch Neuanlage von landschaftstypischen Marschgräben
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2021)
Durch eine Neuanlage von naturraumtypischen Gr√§ben und Grabenabschnitten kann eine Aufwertung des Landschaftsbildes in der ebenen und nat√ľrlicherweise ohne nennenswerte vertikale Strukturelemente ausgestatteten Marschlandschaft erfolgen. Erstmalig wird in Verbindung mit der Kompensation des Eingriffs in Natur und Landschaft beim Bau von Windkraftanlagen ein entsprechender Pool zur Bevorratung von Kompensationsma√ünahmen nach ¬ß 16 BNatSchG entwickelt und umgesetzt.

GIS-basierte Bewertung nat√ľrlicher Bodenfunktionen am Beispiel der Regiopolregion Rostock
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2021)
B√∂den leisten als Bestandteil des Wasser- und N√§hrstoffkreislaufs sowie als Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium f√ľr stoffliche Einwirkungen einen wichtigen Beitrag zu vitalen √Ėkosystemen. Diese Leistungen k√∂nnen durch nat√ľrliche Bodenfunktionen beschrieben und quantifiziert werden. Auf Grundlage digitaler Bodenkarten werden praxistaugliche Bewertungsmethoden am Beispiel der Regiopolregion Rostock angewandt und GIS-basierte Bodenfunktionskarten erstellt. Im praktischen Bodenschutz k√∂nnen Bodenfunktionskarten besonders leistungsf√§hige und empfindliche B√∂den ausweisen.

Mobile Abwasserreinigungsanlage in der Altlastensanierung
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Hohe Kosten f√ľr die Grundwasserreinigung von Altstandorten, die sich √ľblicherweise bei Sanierungsbeginn ergeben, k√∂nnen durch einen mobilen Anlagenaufbau deutlich verringert werden. Durch ein mobiles und kompaktes Konzept der Reinigungsanlage entfallen die anf√§nglich hohen Investitionskosten f√ľr einen station√§ren Infrastrukturaufbau. Ein flexibel einsetzbares Container-System kann punktuell und gezielt am gew√ľnschten Ort eingerichtet und mit wenig Aufwand umgestellt werden, was erhebliche Vorteile bei zeitgleichen Bebauungsma√ünahmen der zu sanierenden Fl√§chen bringt. Es wird der konzeptionelle Aufbau einer derartigen mobilen Anlage zur Schwermetallentfrachtung beschrieben. Materienrechtliche Aspekte mobiler Einrichtungen werden in diesem Artikel nicht behandelt.

Sanierung Altlast K22 ‚ÄěLederfabrik Dr. Hans Neuner‚Äú
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Von Dezember 2018 bis Mai 2020 sanierte die PORR Umwelttechnik GmbH die Altlast K22. Seit 1922 wurde dort eine Gerberei betrieben und dreiwertiges Chrom aus sechswertigem Chrom gewonnen. Dieser Vorgang sowie Kriegseinwirkungen f√ľhrten zu einer erheblichen Kontamination des Untergrundes und einer Schadstofffahne im Grundwasser (Umweltbundesamt 2013).

Klassische Sanierungstechnologie unter erschwerten Bedingungen - Fallbeispiel aus dem Sanierungsalltag
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Das Sanierungsprojekt an der Altlast ST22, Ventrex in Graz stellte ein Projekt der Superlative dar. Dies war weniger der inhaltlichen L√∂sung (kalte Bodenluftabsaugung und Pump&Treat-Anlage) geschuldet, sondern den herausfordernden Rahmenbedingungen bez√ľglich Finanzierung, technisch m√∂glicher und dem Sanierungsziel folgender Bauumsetzung, Zeitrahmen und Akzeptanz der Ma√ünahmen durch den Rechtsnachfolger des Verursachers.

Grundwassersanierung und Bodenw√§sche: Praxiserprobte Verfahren und Kosten f√ľr PFAS-belastete Medien
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Aufgrund ihrer Struktur sind PFAS-Verbindungen sehr stabil und können mit In-situ-Sanierungsverfahren bisher weder biologisch noch chemisch oder thermisch eliminiert werden. Deshalb werden PFAS-Grundwasserschäden durch Pump-and-treat saniert.

Auenrevitalisierung im Nationalpark Donau-Auen bei Wien
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2019)
Durch die Einrichtung des Nationalparks k√∂nnen f√ľr die Donauauen bei Wien sehr intensive wasserbauliche Revitalisierungs-Programme durchgef√ľhrt werden. Zielsetzung ist eine m√∂glichst weitreichende Reaktivierung der flussmorphologischen Landschaftsprozesse (Erosion, Anlandung etc.), auf denen sich die auentypischen Lebensr√§ume in ihrer Sukzessionsreihe und Artenvielfalt entwickeln k√∂nnen. Wesentliche Ma√ünahmen sind dabei die Entfernung der Uferbefestigung und die Anbindung der Seitenarme. Die Wasserstra√üe Donau und der Hochwasserschutz k√∂nnen dabei gew√§hrleistet werden.

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