Untersuchungen zum thermochemischen Recycling teerhaltigen Straßenaufbruchs
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Ausbau und Erneuerung der verkehrstechnischen Infrastruktur erfordern große Mengen mineralischer Rohstoffe von hoher QualitĂ€t. Die Rezyklierung von Materialien aus Straßenaufbruch, nach Aufbereitung in einer Mischanlage, erscheint daher aus Aspekten der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit naheliegend. Unter Straßenaufbruch wird im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) ein Abfall verstanden, welcher aus den mit Bindemitteln gebundenen mineralischen Schichten aus dem Oberbau einer Straße, d.h. Deck-, Binder- sowie Tragschicht, besteht. Als Bindemittel kommen heutzutage hydraulische Bindemittel und Bitumen zum Einsatz, bis 1987 wurde hingegen Steinkohlenteer/-pech als Bindemittel verwendet (Benedix 2011). Die darin enthaltenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) stellen die Abfallwirtschaft vor Herausforderungen.

Durch Konsument:innen beeinflusste QualitÀten von Mehrkomponenten- Leichtverpackungen im Siedlungsabfall
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Um die Recyclingziele des EU-Kreislaufwirtschaftspaketes (European Commission 2018) fĂŒr LeichtverpackungsabfĂ€lle – darunter fallen insbesondere Kunststoffverpackungen sowie Verbundverpackungen aus unterschiedlichen Packstoffen – zu erreichen ist es einerseits notwendig, Leichtverpackungen (LVP) verstĂ€rkt getrennt zu sammeln und andererseits, diese auch in einer fĂŒr das Recycling geeigneten QualitĂ€t zur VerfĂŒgung stellen, sei es hinsichtlich Fehlwurfanteil in der Sammlung, Verunreinigungen oder RecyclingfĂ€higkeit der Verpackung selbst.

Erfolgsnachweis einer Jet-Grouting Sanierung ĂŒber Konzentrationsmessungen
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Mineralöle stellen eine hÀufig anzutreffende Kontamination im Untergrund dar. Das können klassische Altlasten, aber auch rezente Verschmutzungen nach UnfÀllen oder technischen Gebrechen sein. Oft ist eine Immobilisierung das Mittel der Wahl zur Sanierung beziehungsweise Sicherung. Die Frage, ob Oxidationsmittel helfen können das Immobilisierungsergebnis zu verbessern, ist Kern dieses Beitrags. In Batch- und SÀulenversuchen wurde dazu Material aus einem realen Schaden untersucht, und die Ergebnisse im Hinblick auf verbleibende Stoffmengen und Effekte wÀhrend der eigentlichen Arbeiten interpretiert. Dabei zeigte sich, dass sowohl der Einsatz von Oxidationsmitteln als auch die Versuche an sich sinnvolle ErgÀnzungen eines Sanierungsprojektes darstellen.

Das Unverpackt-Regal und die Sicht der Kund*innen auf die Vermeidung von Verpackungen im Supermarkt
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Verkaufsverpackungen in SupermĂ€rkten dienen unterschiedlichen Zwecken, unter anderem auch der Vermeidung von LebensmittelabfĂ€llen durch verlĂ€ngerte Haltbarkeit. Verkaufsverpackungen aus SupermĂ€rkten verursachen aber auch eine erhebliche Menge an AbfĂ€llen. Deren Verringerung durch so genannten verpackungsfreien Einkauf und Einkauf von Mehrwegverpackungen steht im Zentrum des Projekts 1, 2, 3 – Verpackungsfrei (im Folgenden 1, 2, 3), getragen von Uni Graz, SPAR Steiermark und Österreichischem Ökologieinstitut.

Ressourcenschutz durch Abfallvermeidung, Wiederverwendung und stoffliche Verwertung
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Gerade die StĂ€dte und Kommunen kristallisieren sich immer mehr als Treiber fĂŒr umfassende Konzepte zur Reduzierung der Abfallmengen und zum Klima- und Ressourcenschutz heraus. Neben einer fortlaufenden Optimierung und Erweiterung der Getrennterfassungssysteme fĂŒr die verschiedenen Wertstoffe befinden sich aktuell vielerorts Re-Use-Strategien und Zero-Waste- Konzepte in der Erarbeitung oder Umsetzung. Gerade auf kommunaler Ebene können die fĂŒr eine Umsetzung solch umfassender Konzepte erforderlichen Akteur:innen zusammengefĂŒhrt und aktiv in die Projekte einbezogen werden (Bildungs- und öffentliche Einrichtungen, Behörden, NGOs/Initiativen, die Zivilgesellschaft und Unternehmen).

Thermische Behandlung und Konditionierung von HĂŒttenreststoffen zur stofflichen Verwertung
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Mineralische Baustoffe machen weltweit den grĂ¶ĂŸten Anteil aller Baustoffe aus und verursachen als Bauschutt einen Großteil des Abfallaufkommens (Sobek 2014). Der Portlandzementklinker, derzeit der Hauptbestandteil der fĂŒr solche Baustoffe eingesetzten Bindemittel, ist fĂŒr 5 – 10 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich (Favier et al. 2018) (International Energy Agency 2018). Auf dem Weg zu einer vollstĂ€ndigen Dekarbonisierung der mineralischen Baustoffe werden dringend neue Klinkersubstitutionsstoffe fĂŒr emissionsarme und nachhaltige, entweder portlandzementbasierte Bindemittel oder alternative Bindemittel wie z.B. Geopolymere, benötigt (Favier et al. 2018).

Wieviel Recycling steckt in einer Tonne Zement?
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Zement ist ein hydraulisches Bindemittel, welches in Kombination mit Wasser infolge einer chemischen Reaktion selbststĂ€ndig erhĂ€rtet und raumbestĂ€ndig bleibt. Daher ist Zement ein essentieller Bestanteil von Mörtel und Beton, da er die dauerhafte Bindung zwischen natĂŒrlichen oder kĂŒnstlichen Zuschlagsstoffen zu einem festen Baumaterial ermöglicht (Locher 2000). Beton ist nach Wasser das am zweithĂ€ufigsten verbrauchte Material der Welt und das am hĂ€ufigsten verwendete Baumaterial, wobei Beton neben seinen hervorragenden bautechnischen Eigenschaften auch ökologische Nachteile mit sich bringt (Makul 2020).

Alternative Bettmaterialien fĂŒr Wirbelschichtöfen mit Potenzial zur Wiederverwendung als Zementzuschlagstoff
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Die Erwartungen an nachhaltige, lokale Energiequellen steigen mit dem Ausstieg aus der fossilen Energie. Gleichzeitig geraten Deponien an ihre Grenzen und ein gesellschaftliches Umdenken in Richtung der Kreislaufwirtschaft ist im Gange. Da besonders die Holzenergie ein HoffnungstrÀger heimischer Energieproduktion ist, ist es notwendig, heutige ProzessablÀufe kritisch zu evaluieren. Dazu gehört auch die Erfassung der Reststoffe, die aus dem Verbrennungsprozess entstehen.

Papier oder Bioplastik? GegenĂŒberstellung zweier Vorsammelhilfen fĂŒr biogene AbfĂ€lle
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Im Rahmen der Arbeit von Paul Demschar und Josef Adam wurden zwei Versuche durchgefĂŒhrt. Eine hĂ€usliche Projektstudie zur Erhebung subjektiver Sichtweisen und daraus ein Vergleich von Vorsammelhilfen aus Papier und kompostierbarem Kunststoff aus Sicht der Konsumenten. Den zweiten Versuch stellte ein Verdunstungsversuch dar. Dieser lieferte objektive Werte darĂŒber, bei welcher Vorsammelhilfe der grĂ¶ĂŸte Gewichtsverlust in Folge von Verdunstung auftritt. ZusĂ€tzlich wurde eine Marktrecherche durchgefĂŒhrt, um das Angebot an Vorsammelhilfen fĂŒr biogene AbfĂ€lle im lokalen Handel abzubilden und die Preisstruktur der verschiedenen BioabfallsĂ€cke herauszuarbeiten.

Von der linearen Abfallwirtschaft zur Circular Economy in Brasilien
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Brasilien verfĂŒgt seit 2010 ĂŒber eine fortschrittliche Abfallpolitik, die im FrĂŒhjahr 2022 im Umsetzungsplan PLANARES um ambitionierte Recyclingquoten ergĂ€nzt wurde. Der Umsetzungsplan sieht u.a. eine Recyclingquote fĂŒr Wertstoffe von 20 % bis 2040 vor, was einer Vervierfachung des aktuellen Wertes entspricht. Dies stellt die fĂŒr die Abfallwirtschaft zustĂ€ndigen Kommunen vor große Herausforderungen. Regionale und nachhaltige Abfallwirtschaftskonzepte, die lokale Rahmenbedingungen berĂŒcksichtigen und auf die Herstellung von SekundĂ€rrohstoffen abzielen, sind Teil der Lösung und tragen zur Erreichung der Recyclingziele bei. Diese Konzepte bestehen aus verschiedenen Technologiekombinationen, die fraktionsspezifisch und nach definierten Kriterien geplant werden mĂŒssen. FĂŒr eine effektive und effiziente Planung sollten Maßnahmen in den Bereichen Technisierung, ModularitĂ€t, Standorte und Dynamiken berĂŒcksichtigt werden.

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