Membranbioreaktor zur Reinigung von Oberflächenwasser eines Abfallbehandlungsbetriebs
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Bei Abfallbehandlungsbetrieben ist Niederschlagswasser aufgrund der Lagerung von Abf√§llen im Freien im Regelfall organisch und anorganisch erheblich belastet. Nach dem Stand der Technik ist anthropogen verunreinigtes Niederschlagswasser vor der Direkteinleitung zu reinigen. Die stark schwankenden Quantit√§ten und Qualit√§ten des Oberfl√§chenwassers stellen jedoch hohe Anforderungen an die Reinigungstechnologie. In Membranbioreaktoren (MBR) wird biologische Abwasserreinigung mit Membrantechnik zum vollst√§ndigen R√ľckhalt von Biomasse und Partikeln kombiniert. Am Standort des Abfallbehandlungsbetriebes wurde dieses Verfahren zun√§chst pilotiert und anschlie√üend wurde darauf aufbauend die Gro√üanlage wasserrechtlich bewilligt, errichtet und in Betrieb genommen. Die Grenzwerte f√ľr die Direkteinleitung werden seit Beginn stets gleichbleibend stabil eingehalten. Selbst l√§ngere Zeiten ohne Durchsatz in Folge von Trockenperioden, die kalte Winterperiode oder pl√∂tzliche hohe hydraulische Belastungsst√∂√üe zeigen weder auf die biologische Reinigungsleistung noch auf die Permeabilit√§t der Membran negative Auswirkungen.

√Ėkonomische und √∂kologische Bewertung des Deponier√ľckbaus: Fallbeispiele aus Brandenburg
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Im gegenst√§ndlichen Beitrag wird das Online-Werkzeug OnToL zur √∂kologischen und √∂konomischen Bewertung von Deponier√ľckbauprojekten vorgestellt und die Anwendung zur Bestimmung des Ressourcenpotentials von Altdeponien anhand von zwei Fallbeispielen in Brandenburg illustriert. Die Bewertung der beiden Deponien im Berliner Umland ergibt in Bezug auf das Treibhauspotential Einsparungen gegen√ľber dem Status quo im Ausma√ü von 0,19 bzw. 0,15 Mg CO2-√Ąqu./Mg Abfall. Ein positiver Projektbarwert (50 ‚ā¨/Mg Abfall) ergibt sich jedoch nur f√ľr eine der beiden Altdeponien. Ein wesentlicher Faktor f√ľr die Wirtschaftlichkeit dieses R√ľckbauprojektes ist der hohe Grundst√ľckspreis am Standort (250 Euro pro m¬≤) in Verbindung mit der vorteilhaften Deponiegeometrie (hohes Fl√§che-zu-Volumen-Verh√§ltnis), der zu hohen Erl√∂sen durch die Fl√§chenr√ľckgewinnung f√ľhrt. Dementsprechend stellt diese Deponie eine Ressource dar, die unter den derzeitigen wirtschaftlichen Randbedingungen genutzt werden kann. Insgesamt erm√∂glicht das Online-Werkzeug eine schnelle und einheitlichen Bewertung als Grundlage zur Identifikation und Entwicklung vielversprechender Deponier√ľckbauprojekte.

KASKADE - Enzymatischer Abbau persistenter Mineralölkohlenwasserstoffe
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die mikrobielle in situ Sanierung stellt ein vielversprechendes Konzept zur Dekontamination von √Ėlverunreinigungen dar. Generell werden Mineral√∂l-kohlenwasserstoffe durch endogene Mikroorganismen vergleichsweise schnell abgebaut. Allerdings k√∂nnen sich in Folge persistente Schadstofffraktionen anreichern. Enzyme haben sich als vielversprechendes Agens f√ľr den Abbau von persistenten Kontaminanten herausgestellt. In dieser Studie werden enzymatische Verfahren zur Metabolisierung von schwer abbaubaren Erd√∂lfraktionen entwickelt, wodurch diese einer Mineralisierung durch endogene Mikroorganismen zug√§nglich gemacht werden.

Chancen und H√ľrden einer optimierten Verwertung von Fettabscheider - Inhalten in einer Tiroler Tourismusregion.
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Fette und √Ėle, die in das Abwasser gelangen, verursachen weltweit Probleme in den Kanalnetzen und in Abwasserreinigungsanlagen. Um dies zu verhindern, sind in Betrieben, in denen gro√üe Mengen an Fetten verarbeitet werden, Fettabscheider als Stand der Technik vorgeschrieben. Um den ordnungsgem√§√üen Be-trieb der Fettabscheider zu gew√§hrleisten, sind vor allem regelm√§√üige Entleerungen sowie die richtige Betriebsweise unabdingbar. In dieser Studie wurden 19 Fettabscheider in einer Tiroler Tourismusregion auf die Zusammensetzung der Fettschicht, sowie auf den Energiegehalt untersucht. Im Mittel bestanden rund 60 % der Fettschicht aus St√∂rstoffen (Speisereste, Plastik) und Wasser. Dies wirken sich negativ auf die Qualit√§t der Fette und auf den Energiegehalt der Fettabscheiderinhalte aus. In √Ėsterreich ist ein g√§ngiger Verwertungsweg der Fettabscheiderinhalte die Co-Verg√§rung im Faulturm auf Kl√§ranlagen. Der mittlere Biomethanertrag bei den untersuchten Proben lag bei 927 NL/kg oTR. Eine energetische Verwertung der Fettabscheiderinhalte auf Kl√§ranlagen ist daher sehr vorteilhaft.

Abbaubare Kunststoffe unter nicht optimierten Umweltbedingungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Plastik in der Umwelt hat sich zu einem der bedeutendsten und am meisten wahrgenommenen Umweltprobleme entwickelt. Viele Bestrebungen, etwa das Verbot von Einwegkunststoffen, h√∂here Kunststoffrecyclingraten oder Biokunststoffe, versuchen dieses Problem zu l√∂sen. Doch gerade Biokunststoffe werden sehr kontrovers diskutiert. Der Zerfall von Kunststoffen in Fragmente und die biologische Abbaubarkeit h√§ngen stark von den Umgebungsbedingungen des Kunststoffes ab. Kompostierbare Kunststoffe werden also nicht zwangsl√§ufig ebenso gut in Gew√§ssern abgebaut. √úber Zeitdauer von Zerfall und biologischen Abbau kompostierbarer Kunststoffe in nat√ľrlichen Gew√§ssern sind kaum Informationen vorhanden. Heimkompostierbare und EN13432 zertifizierte Kunststoffe wurden f√ľr 4,5 bzw. 10 Monaten in ei-nen Gartenteich geh√§ngt und untersucht. Es wurde kein Zerfall oder Abbau beobachtet.

Standortspezifische Auswahl von kohligen Sorbentien f√ľr die in-situ Bodensanierung ‚Äď KOKOSAN II
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Internationale und nationale Studien haben belegt, dass Pflanzenkohle (engl. ‚ÄěBiochar‚Äú) grunds√§tzlich f√ľr den Einsatz zur in-situ Bodensanierung geeignet ist. KOKO-SAN I konnte erfolgreich zeigen, dass Biochar insbesondere f√ľr die Immobilisierung von leicht- bis mittelbelasteten Altstandorten geeignet ist, an welchen die Schadstoff-quelle (Hotspot) entfernt wurde und gro√üfl√§chig Restkontaminationen verblieben sind, welche die Verwendung und somit den Wert der Liegenschaft nachteilig beeintr√§chtigen (vgl. auch ¬ß 29 UFG).

B√ľrgerengagement gegen die latente Umweltverschmutzung ‚Äď Umweltkampagne ‚ÄěSauberhaftes Hessen‚Äú zeigt den Weg
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2015)
Die zunehmende Verschmutzung unserer Stra√üen, √∂ffentlichen Pl√§tze und Gr√ľnfl√§chen durch achtlos weggeworfene Abf√§lle ist nicht nur ein √∂ffentliches √Ąrgernis, sondern auch eine latentes Umweltproblem, dass dauerhaft nur durch eine grundlegende Verhaltens√§nderung der Verursacher gel√∂st werden kann.

Teures √Ąrgernis: Graffiti-Entfernung erfordert Experten-Wissen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (4/2012)
Graffiti z√§hlen zu den teuersten Kunstarten unserer Zeit. Allein in Deutschland entstehen f√ľr deren Beseitigung j√§hrlich gesch√§tzte Kosten in dreistelliger Millionenh√∂he. In Gro√üst√§dten sind Graffiti allgegenw√§rtig: Von monochromen Statements √ľber kryptische K√ľrzel, mit denen sich Sprayer zu ihrem ‚ÄöWerk‚Äė bekennen, bis zu aufw√§ndigen, mehrfarbigen Darstellungen existiert ein breites Spektrum. Zu einer z√ľgigen Entfernung von Graffiti gibt es kaum eine Alternative.

Effektiv gekehrt: Erste handgef√ľhrte Kehrmaschine mit gro√üer Kehrbreite
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2010)
Haaga Kehrsysteme GmbH aus Kirchheim/Teck präsentiert ihre neue Handkehrmaschine vom Typ497, die erstmals eine Kehrbreite von 97 cm hat. Damit sind Flächenleistungen bis 3600 Quadratmetern pro Stunde, die bislang selbstfahrenden Kehrmaschinen vorbehalten waren, auf trockenen oder nassen Oberflächen möglich.

Porentief √∂lfrei: Spezialmaschine reinigt Fahrbahnen von √Ėlr√ľckst√§nden
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2010)
Wenn √Ėl oder Benzin ausl√§uft, beseitigt im allgemeinen die Feuerwehr mit √Ėlbindemittel und Kehrzeug die Verschmutzung und bannt dadurch zun√§chst die prim√§re Gefahr.

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Nur wer die Geschichte kennt,
siegt im ewigen Kampf
gegen den Müll