Erfahrungen und Maßnahmen zur Steigerung der BioabfallqualitĂ€t im Main-Tauber-Kreis
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
Die EinfĂŒhrung eines Detektionssystems fĂŒr die Erkennung von Störstoffen in der Biotonne im Main-Tauber-Kreis hat seit April 2018 eine Steigerung der BioabfallqualitĂ€t um 80 % bewirkt. Seitdem ist der Gewichtsanteil von Störstoffen von 25 % auf nunmehr 5 % gesunken. Die Verwertungsquote der BioabfĂ€lle ist auf 87,5 % des Inputmaterials gestiegen. Trotzdem muss der Störstoffanteil in der Biotonne weiter gesenkt werden, um die Effizienz der Verwertung zu steigern und Kosten zu minimieren. Um die QualitĂ€t der BioabfĂ€lle zu sichern, ist eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und eine von den BĂŒrgern akzeptierte, technisch unterstĂŒtzte lĂŒckenlose Kontrolle der Biotonnen unabdingbar.

Automatische Erkennung von KunststofffehlwĂŒrfen am Sammelfahrzeug und Maßnahmen zur Reduzierung von FehlwĂŒrfen
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
Die im Projekt DeSort verfolgten Ziele sind die Verringerung von Störstoffen, vor allem KunststofffehlwĂŒrfen, in biogenen AbfĂ€llen aus Haushalten. Das soll durch technische und organisatorische Maßnahmen erreicht werden. Technisch soll eine Kunststoffdetektion am MĂŒllsammelfahrzeug installiert und eine verbesserte Technologie zur Kompostreinigung erprobt werden. Organisatorisch sollen diese Maßnahmen mit einer RĂŒckmeldung der KunststofffehlwĂŒrfe an den Erzeuger und zusĂ€tzlichen ideellen und finanziellen Anreizen kombiniert werden.

Aktion Biotonne Deutschland– Ein nationales Konzept fĂŒr die Öffentlichkeitsarbeit zur Biotonne
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
Die Aktion Biotonne ist einerseits eine bundesweite Kommunikations-Kampagne zur Biotonne. Andererseits hat die Aktion Biotonne Deutschland einen institutionellen Charakter, denn sie ist ein Netzwerk von Akteuren, die die Förderung der Bioabfallkompostierung in Deutschland verbindet. Die bundesweite Initiative unterstĂŒtzt die Abfallberatung vor Ort mit den Zielen: Steigerung der Bioabfallmengen, Verringerung von Fremdstoffen und Gewinnung neuer BĂŒrger fĂŒr die Biotonne.

Fremdstoffmanagement bei der Biogutbehandlung in der Praxis
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
Fremdstoffmanagement ist eine zentrale Aufgabe bei der Behandlung von Biogut. Vor allem Fragmente von Folien, aber auch von Glas bereiten Probleme. Erster wesentlicher Schritt im Fremdstoffmanagement ist die separate Erfassung biogener AbfĂ€lle aus den Haushalten. Dies ist der Fokus anderer BeitrĂ€ge in diesem Band und daher konzentriert sich dieser Artikel auf die wesentlichen Einflussfaktoren beim Fremdstoffmanagement in der Biogutkompostierung mit und ohne vorgeschalteter VergĂ€rungsstufe. Zentrale These ist, dass eine in technischer Ausstattung und praktischem Betrieb gute Kompostierung SchlĂŒssel fĂŒr das Fremdstoffmanagement ist.

QualitÀtsanforderungen an Komposte und GÀrprodukte vor dem Hintergrund der Kunststoffdiskussion
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
QualitĂ€tsanforderungen an Kompost und GĂ€rprodukte sind sowohl in Rechtsvorschriften, als auch in Anforderungen der RAL-GĂŒtesicherungen der BGK bestimmt. Vor dem Hintergrund der Kunststoffdiskussion wird festgestellt, dass Verunreinigungen von Biotonneninhalten mit Kunststoffbeuteln und Kunststoffverpackungen zunehmen. Im Zuge der Verarbeitung der BioabfĂ€lle können Kunststoffe zwar weitgehend, aber nicht vollstĂ€ndig abgetrennt werden. Mit steigenden Gehalten an Kunststoffen im Biogut nehmen Risiken fĂŒr die QualitĂ€t der Endprodukte zu.

BVT-Merkblatt Abfallbehandlung und Novelle TA Luft – Stand und Umsetzung
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
Mit der Novelle der TA Luft und der Umsetzung der BVT-Schlussfolgerungen des BVT-Merkblatts Abfallbehandlung werden sich die rechtlichen Anforderungen an Bioabfall- und Siedlungsabfallbehandlungsanlagen Àndern.

Entwicklungen in der Bioabfallwirtschaft in Deutschland
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2019)
Die BemĂŒhungen, vorhandene Rohstoffressourcen effizienter zu nutzen oder sekundĂ€re Rohstoffquellen zu erschließen, lassen auch die BioabfĂ€lle stĂ€rker in das Blickfeld abfallwirtschaftlicher AktivitĂ€ten rĂŒcken. WĂ€hrend die Bundesrepublik Deutschland bei der Getrennterfassung der BioabfĂ€lle im internationalen Vergleich bereits ein gutes Niveau erreicht hat, besteht auf europĂ€ischer Ebene bei der Bewirtschaftung der BioabfĂ€lle noch erhebliches Potenzial.

Bioabfall im europÀischen Vergleich - Erfassung, Aufkommen, QualitÀten, Verwertung, Kosten
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2018)
In der EuropĂ€ischen Union fallen jĂ€hrlich 118 bis 138 Millionen Tonnen BioabfĂ€lle an, von denen zurzeit nur 32 bis 37 % (ca. 40 Millionen Tonnen pro Jahr (M tpa) effizient recycelt werden und zu hochwertigen Komposten und GĂ€rprodukten verarbeitet werden. GrĂ¶ĂŸtenteils werden die BioabfĂ€lle nach wie vor in Europa deponiert, womit eine unkontrollierte Freisetzung von Treibhausgasen einhergeht. Mit bis zu 50 % Bioabfall im Siedlungsabfall ist Bioabfall ein wesentlicher Abfallstrom, der in einer Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Ressourcenpolitik eine wesentliche Rolle spielt.

Vermarktungsalternativen fĂŒr Komposte außerhalb der Landwirtschaft
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2018)
Viele Betreiber insbesondere von grĂ¶ĂŸeren Biogut-Behandlungsanlagen benötigen die Landwirtschaft zur Sicherung einer kontinuierlichen Kompostvermarktung. Der Kompostverkauf in die Marktsegmente „Erdenwerke“, „Garten- und Landschaftsbau“ sowie „Hobbygarten“ kann insbesondere fĂŒr GrĂŒngutkompostierungsanlagen einen wesentlichen Beitrag zur Kompostvermarktung leisten. In der Regel sind fĂŒr diese Marktsegmente bei höheren Verkaufserlösen ein grĂ¶ĂŸerer Aufwand bei der Herstellung der Produkte und ein grĂ¶ĂŸerer Personalaufwand fĂŒr Beratung und Verkauf erforderlich.

Biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) und Mikrokunststoffe – Problem oder Lösung?
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2018)
Zertifiziert biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) werden aufgrund ihrer chemischen Struktur in industriellen Kompostieranlagen vollstĂ€ndig durch natĂŒrlich vorkommende Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Biomasse abgebaut. Durch den vollstĂ€ndigen biologischen Abbau verbleibt kein Mikroplastik im Kompost. Der Einsatz von BAW-Beuteln kann zu einer Verringerung der Fehlwurfrate beitragen, da weniger nicht-abbaubare, konventionelle Beutel zur Sammlung von organischen AbfĂ€llen im Haushalt verwendet werden. Somit leisten BAW einen Beitrag bei der Vermeidung von Mikroplastikpartikeln im Kompost.

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