Abgrenzung und Überlappung des europĂ€ischen Chemikalien- und Abfallrechts und Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Nach der novellierten Abfallrahmenrichtlinie mĂŒssen Firmen seit 5. JĂ€nner 2021, welche Erzeugnisse mit einem Gehalt ĂŒber 0,1 % an SVHCs (Substances of Very High Concern) in Verkehr bringen, Informationen an die neue SCIP-Datenbank (Substances of Concern In articles as such or in complex objects (Products)) melden. Diese Informationen sind fĂŒr Behörden, Konsumenten und die Abfallwirtschaft verfĂŒgbar. Im Sommer 2020 waren nur 30 % der österreichischen Abfallwirtschaft mit der SCIP-Datenbank vertraut. Die vorliegende Arbeit greift diesen Sachverhalt auf und stellt sie aktuellen Entwicklungen gegenĂŒber. Die möglichen Auswirkungen der SCIP-Datenbank auf die österreichische Abfallwirtschaft sowie die Schnittstelle zwischen europĂ€ischem Chemikalienrecht und Abfallrecht werden analysiert und diskutiert.

Der Einsatz digitaler Werkzeuge zur Vermeidung von LebensmittelabfĂ€llen – ein Umweltvergleich
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
In diesem Konferenzbeitrag werden die Auswirkungen der Vermeidung von LebensmittelabfĂ€llen den Auswirkungen der Nutzung digitaler Werkzeuge gegenĂŒbergestellt, wobei Umweltkategorien wie Klimawandel, Versauerung, Eutrophierung, Landnutzung, Wasser und Ressourcennutzung berĂŒcksichtigt werden. Die Umweltbilanz wird anhand von Beispielen zur Vermeidung von LebensmittelabfĂ€llen aus der Praxis erlĂ€utert.

Konzepte zur Kreislaufwirtschaft in EuropÀischen StÀdten
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Mit dem Kreislaufwirtschaftspaket der EuropĂ€ischen Union werden erhebliche VerĂ€nderungen in der Sammlung und Behandlung von SiedlungsabfĂ€llen erforderlich werden. Je nach Siedlungsstruktur stellen sich unterschiedliche Anforderungen. FĂŒr die Entwicklung der Abfallwirtschaft in der Stadt Wien ist ein Austausch mit vergleichbaren StĂ€dten hinsichtlich der bereits gesetzten Maßnahmen und Erfolge sowie der geplanten Maßnahmen von großem Interesse.

Lebensmitteldrehscheibe: Weitergabe von Speisen aus der Außer-Haus- Verpflegung an soziale Einrichtungen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
In Betrieben der Außer-Haus-Verpflegung sollen die angebotenen Speisen allen GĂ€sten in ausreichender Menge in Top-QualitĂ€t zur VerfĂŒgung stehen. Mit Hilfsmitteln wie einer rezeptbasierten Datenbank werden Mengen so kalkuliert, dass möglichst nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel produziert wird. Wenn allerdings nicht alle Menschen, die sich zu einer Veranstaltung angekĂŒndigt haben, tatsĂ€chlich kommen, es Zeitverzögerungen bei einem Kongress gibt und die Pausen deshalb kĂŒrzer ausfallen oder die GĂ€ste unmittelbar nach dem Vortrag das Event verlassen, bleibt regelmĂ€ĂŸig Essen ĂŒbrig.

RecyclingfÀhigkeit von Verpackungen: Ziele, Bewertung & Grenzen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Steigende gesetzliche Anforderungen an den Umfang und die QualitĂ€t des Recyclings von Wertstoffen im Generellen und von VerpackungsabfĂ€llen im Besonderen, sind ein wichtiges Instrument zur Schonung von Ressourcen und zum Schließen von StoffkreislĂ€ufen. So wurden beispielsweise in Deutschland, im Rahmen des Verpackungsgesetzes (VerpackG), die Quoten fĂŒr das werkstoffliche Recycling von Verpackungen aus Kunststoffen in zwei Stufen von 36 % im Jahr 2018 bis auf 63 % ab dem Jahr 2022 deutlich erhöht. In Österreich ist dies Ă€hnlich. Die Verpackungsverordnung verpflichtet die Sammel- und Verwertungssysteme fĂŒr Kunststoffverpackungen aus Haushalten ab dem Jahr 2023 zu einer Recyclingquote von mindestens 50 % und ab dem Jahr 2024 von 55 %.

Ressourceneffizienz der RĂŒckgewinnung von Indium mittels chlorhaltiger AbfĂ€lle auf der "Chlor-Plattform"
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
MessgrĂ¶ĂŸen fĂŒr Technologien und Maßnahmen, die zu einer Steigerung ressourceneffizienten Handelns fĂŒhren, können ebenso mannigfaltig sein, wie die Wege zu einer Steigerung der Ressourceneffizienz selbst. Um Empfehlungen fĂŒr unternehmerische und politische Entscheidungsprozesse aussprechen zu können ist jedoch eine Vergleichbarkeit solcher MessgrĂ¶ĂŸen relevant. Vor diesem Hintergrund wurde eine fĂŒr Ökobilanzen nutzbare Methodik entwickelt, die den abiotischen Ressourcenverbrauch ganzheitlich messbar macht. Am Beispiel der RĂŒckgewinnung von Indium mittels chlorhaltiger AbfĂ€lle vom Projekt „Chlor-Plattform“ wird die Ressourceneffizienz und eine Ökobilanzierung in der Kategorie Treibhauspotential aufgezeigt.

Deep Learning basiertes Sortieren von Aluminiumschrott auf Grundlage von Röntgentransmissionsdaten
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Eine gesicherte VerfĂŒgbarkeit an Rohstoffen fĂŒr die Industrie und die zunehmende Verknappung an Rohmaterialien bestĂ€rken die Ziele der Kreislaufwirtschaft und rĂŒcken den Einsatz von SekundĂ€rrohstoffen stĂ€rker in den Fokus. Ein Teil der Kreislaufwirtschaft ist die Recyclingindustrie, durch die es möglich wird, effizient und nachhaltig die enthaltenen Materialien in AltgerĂ€ten zur Wiederverwertung aufzubereiten und die VerfĂŒgbarkeit von SekundĂ€rrohstoffen zu sichern.

Bestimmung von Mikroplastik in der Donau
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Im Rahmen des Projektes Tid(y)Up wurden entlang der Donau und der Theiß an acht verschiedenen Stellen (in Österreich, Ungarn, Serbien, RumĂ€nien und Bulgarien) unterschiedliche Mikroplastik (MP) Probenahmemethoden parallel getestet und evaluiert, um ein praktikables MP-Monitoring Tool zu entwickeln. Die Probenaufbereitung und -analyse von heterogenen Netzproben aber auch Sedimentationsbox-Proben aus FlĂŒssen wird derzeit am Institut fĂŒr Abfall- und Kreislaufwirtschaft untersucht und optimiert.

Bestimmung des elementaren Kohlenstoffs in Feststoffproben zur Beurteilung laut Deponieverordnung – ein Lösungsvorschlag
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Zur Bestimmung des elementaren Kohlenstoffs in Abfallproben findet die DIN EN 19539 immer hĂ€ufiger Anwendung. In dieser Norm wird eine temperaturabhĂ€ngige Differenzierung des Gesamtkohlenstoffs in drei Fraktionen beschrieben, den TOC400, den ROC und den TIC900. Dabei soll sich der elementare Kohlenstoff in der ROC-Fraktion wiederfinden. Da sich der pyrogene Kohlenstoff, welcher fĂŒr die Ausnahmeregelung der Deponieverordnung bestimmt werden soll, aber ĂŒber den gesamten Temperaturbereich verteilt, sollte diese Methode nicht zur Beurteilung des elementaren Kohlenstoffs laut Deponieverordnung herangezogen werden. In der vorliegenden Arbeit wird ein adaptiertes Pyrolyse-Verfahren vorgestellt, welches fĂŒr diese Bewertung besser geeignet ist.

Erste Erfahrungen mit Methanoxidationsfenstern zur Stilllegung der aktiven Deponiegaserfassung
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
In der Stilllegungs- und Nachsorgephase von ehemaligen „HausmĂŒlldeponien“ zeigt sich immer wieder, dass aktive Entgasungs– und Fackelsysteme aufgrund der schwankenden GasqualitĂ€ten und rĂŒcklĂ€ufigen Gasproduktion oft abschalten, und dann das Deponiegas nicht ausreichend behandelt werden kann. Eine mögliche Strategie um aktuelle Emissionen sowie das verbleibende Emissionspotential dieser Deponien zu reduzieren, ist die Umstellung auf eine passive Schwachgasbehandlung ĂŒber sogenannte Methanoxidationsfenster nach RĂŒckbau der Gasbrunnen. Die Methanoxidationsfenster bestehen aus einer adĂ€quaten Gasverteilungs- und Oxidationsschicht mit hoher OxidationskapazitĂ€t und werden abschnittsweise in die bestehende, meist dichte OberflĂ€chenabdeckung integriert.

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Leichtweiß-Institut
Physikalische und biologische
Aufbereitungs- und Behandlungs-
technologien, TU Braunschweig