BauKarussell: Social Urban Mining in Kooperation mit der Bundesimmobiliengesellschaft mbH
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Rund 70 % der √∂sterreichischen Abf√§lle sind Bauaktivit√§ten zuzuordnen und daher widmet sich auch das Abfallvermeidungsprogramm diesem Sektor. BauKarussell arbeitet seit 2015 an der Integration von Kreislaufwirtschaft in den R√ľck-bau und zielt mit Social Urban Mining auf Wiederverwendung und hochwertige stoffliche Verwertung von Bauteilen und Baumaterialen ab. In der Planung werden die Potentiale geortet und in der operativen Phase werden die ausgew√§hlten Bauteile von sozialwirtschaftlichen Partnern f√ľr die Verwendung oder Verwertung bereitgestellt. Mit dem Bauherrn Bundesimmobiliengesellschaft mbH (BIG) wurde im Projekt MedUni Campus Mariannengasse Social Urban Mining umgesetzt. Zwischen Oktober 2019 und Juni 2020 wurden insgesamt 42.384 kg Bauteile (bzw. 1.106 Einheiten) in die Wiederverwendung gebracht.

Bestimmung des elementaren Kohlenstoffs in Feststoffproben zur Beurteilung laut Deponieverordnung
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Laut Deponieverordnung 2008 ist die Ablagerung von Abf√§llen verboten, deren Anteil an organischem Kohlenstoff im Feststoff mehr als f√ľnf Masseprozent betr√§gt. Ausgenommen sind Abf√§lle, deren Kohlenstoffgehalt aus elementarem Kohlenstoff, Kohlen- oder Koksanteilen resultiert. In der DIN EN 19539, welche sich mit der Analyse des elementaren Kohlenstoffs besch√§ftigt, wird eine temperaturabh√§ngige Differenzierung des Gesamtkohlenstoffs in drei Fraktionen beschrieben, den TOC400, den ROC und den TIC900. Dabei soll sich der EC in der ROC-Fraktion wiederfinden. Versuche an Einzel- und Mischstandards zeigen jedoch, dass sich diese Norm nicht zur Bestimmung des elementaren Kohlenstoffs in Boden- bzw. Abfallproben f√ľr die Beurteilung laut Deponieverordnung 2008 eignet.

Weniger M√ľll f√ľr‚Äės Lebensg`f√ľhl: Abfallvermeidungsprojekt in Schladming
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Im Projekt "Weniger M√ľll f√ľrs Lebens'gf√ľhl" werden Ma√ünahmen zur Abfallvermeidung und zur Optimierung bzw. Entlastung des Abfallwirtschaftsystems in der Stadtgemeinde Schladming umgesetzt. Die Schwerpunktbereiche sind Tourismus, Veranstaltungen sowie Schulen und Kinderg√§rten. Neben den Schwerpunktbereichen werden Ma√ünahmen im direkten Wirkungsbereich der Gemeinde unterst√ľtzt. Hierzu z√§hlen Beschaffungsvorg√§nge der Gemeinde und die Verbesserung zur Abfalltrennung im √∂ffentlichen Raum. Die Einbindung von lokalen Akteuren und der Bev√∂lkerung ist ein wichtiger Bestandteil und Erfolgsfaktor des Projekts. "Weniger M√ľll f√ľrs Lebens'gf√ľhl" wird im Konsortium von √ĖGUT, AQA und pulswerk in enger Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde umgesetzt. Das Projekt wird von der Coke Foundation gef√∂rdert und ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angesetzt (2019-2021).

Kinetische Modellierung einer Kunststoff Pyrolyse
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Das ReOil Verfahren der OMV Refining & Marketing GmbH ist ein vielversprechender Weg, die Recycling Ziele von Kunststoffverpackungen der Europ√§ischen Kommission zu erreichen. In diesem Pyrolyse Prozess werden gemischte Kunststoffabf√§lle chemisch recycelt und die daraus gewonnen Kohlenwasserstoffe werden wieder zu petrochemischen Grundstoffen oder Treibstoffen weiterverarbeitet. Da die Rentabilit√§t eines solchen Prozesses stark von der verarbeitenden Menge abh√§ngt, muss eine wesentliche Vergr√∂√üerung des Ma√üstabs erfolgen. Zu diesem Zweck wird ein Modell ben√∂tigt, welches aus der Zusammensetzung des Einsatzstroms die Ausbeuten vorhersagen kann und damit die M√∂glichkeit bietet optimale Prozessbedingungen einzustellen. Darum wurde ein Reaktormodell f√ľr die im ReOil Verfahren verwendeten Rohrreaktoren aufgebaut, welches sich der Methode des sogenannten ‚ÄěLumped Kinetic Modeling‚Äú bedient, um die Vielzahl an auftretenden Kohlenwasserstoffspezies erfassen zu k√∂nnen. Mit Hilfe einer Pilotanlage werden Reaktionsdaten f√ľr die Kunststoffpyrolyse gesammelt und so das Modell stetig weiterentwickelt.

Energieversorgung 2050 ‚Äď Herausforderungen f√ľr die Abfallwirtschaft
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die Erreichung der Ziele des Pariser Klima√ľbereinkommens be-dingt in verschiedenen Bereichen gro√üe √Ąnderungen, etwa in der Energieaufbringung, im Verkehrswesen oder im Geb√§udesektor. Bei der Energieaufbringung wird von einem massiven Ausbau der Windkraft sowie der Photovoltaik ausgegangen, bei der Mobilit√§t von einem weitgehenden Umstieg auf Elektromobilit√§t. Dies wird auch massiven Einfluss auf das Abfallaufkommen in der Zukunft haben. In einem Szenario des Umweltbundesamtes steigt die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen zwischen 2017 und 2050 von 1.270 MW auf 26.400 MW, jene von Windkraftanlagen von 2.844 auf 10.500 MW und die Anzahl an batteriegetriebenen Pkws von 18.500 auf 5,3 Mio. St√ľck. Entsprechend werden nach der Nutzungsdauer zunehmend gr√∂√üere Mengen an Abf√§llen anfallen, f√ľr die teilweise Recyclingtechnologien noch in Entwicklung sind.

Abfallberatung ‚Äď mehr als eine √∂kologische Grundausbildung?
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Beginnend mit der Installierung der Abfallwirtschaftsverb√§nde wurde Anfang der 1990er Jahre auch eine qualifizierte Abfallberatung eingef√ľhrt mit dem vorrangigen Ziel die Restabfallmengen zu reduzieren und dar√ľber hinaus eine Verhaltensver√§nderung bei Herstellern und Verbrauchern herbeizuf√ľhren. Am Bei-spiel der damals noch eigenst√§ndigen Gemeinde Hafning mit √ľberwiegend l√§ndlicher Struktur soll gezeigt werden, dass eine fl√§chendeckende Abfallberatung nicht nur eine deutliche Reduzierung des Restabfalls erm√∂glicht, sondern dass diese auch nachhaltig Bestand, und das bis heute, haben kann.

Optimierte Vorzerkleinerung gemischter Gewerbeabfälle auf Basis empirischer Modelle
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
In der mechanischen Aufbereitung gemischter Gewerbeabf√§lle stellen Vorzerkleinerer f√ľr gew√∂hnlich den ersten Verfahrensschritt dar und sorgen nicht nur f√ľr den n√∂tigen Aufschluss, sondern wirken auch als prim√§res Dosierag-gregat. Entsprechend gro√ü ist ihr Einfluss auf das Verhalten des Gesamtprozesses. Aufgrund der hohen Variabilit√§t der Gewerbeabf√§lle erscheint die Gewinnung theo-retischer Modelle nicht sinnvoll, um solche Vorzerkleinerer zu optimieren, da die n√∂-tigen Informationen √ľber das Material f√ľr solche Modelle in der Praxis nicht wirt-schaftlich gewonnen werden k√∂nnen. Zugleich erfordert die Ermittlung signifikanter empirischer Modelle den Aufwand von viel Arbeit und Geld und wurde daher bisher f√ľr die Vorzerkleinerung gemischter Gewerbeabf√§lle noch nicht gemacht. Diese Arbeit gibt einen √úberblick sowohl √ľber die Forschungst√§tigkeiten bez√ľglich der Datenqualit√§t aufgrund der Probenahme bei Zerkleinerungsversuchen mit Gewerbeabf√§llen, als auch √ľber Arbeiten zur Beeinflussung und potentiellen Optimierung der Zerkleinerung hinsichtlich Durchsatzverhalten, Energieverbrauch und Materialqualit√§t mittels einstellbarer Parameter. Abschlie√üend werden erste √úberlegungen und Forschungen zur dynamischen Prozessf√ľhrung der Vorzerkleinerung vorgestellt.

DeSort - Störstoffmanagement in biogenen Abfällen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Kompost aus biogenen Abf√§llen ist ein wichtiger N√§hrstofflieferant f√ľr B√∂den in Europa. Aufgrund von Fehlw√ľrfen in die Bioabfallsammlung wird jedoch das Ausgangsmaterial f√ľr qualitativ hochwertigen Kompost mehr oder weniger st√∂r-stoffbehaftet. Ein gro√ües Problem entsteht durch die Verwendung von nicht-abbaubaren aber auch biologisch abbaubaren Kunststoffs√§cken, die zur Entsorgung von in Haushalten anfallenden biogenen Abf√§llen verwendet werden. Zus√§tzlich ge-langen unterschiedlichste Kunststoffteile, meist in Form von Verpackungsmateria-lien, durch den Verbraucher in die Bioabfallsammlung, Metalle und Glas rangieren weit dahinter. Im Projekt ‚ÄěDeSort‚Äú werden Grundlagen f√ľr die automatische Erkennung (Detection) und die sensorgest√ľtzte Sortierung (Sorting) von St√∂rstoffen in biogenen Abf√§llen erforscht. Technisch wird eine Kunststoffdetektion am Sammelfahr-zeug installiert und eine verbesserte Technologie zur Kompostreinigung entworfen. Organisatorisch werden entsprechende Ma√ünahmen zur Reduzierung der Kunststofffehlw√ľrfe mit strukturellen, materiellen, ideellen und finanziellen Anreizen kombiniert.

Aggregierte Kennzahlen zur Bewertung von Ressourceneffizienz
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Messgr√∂√üen f√ľr Technologien und Ma√ünahmen, die zu einer Steigerung ressourceneffizienten Handelns f√ľhren, k√∂nnen ebenso mannigfaltig sein, wie die Wege zu einer Steigerung der Ressourceneffizienz selbst. Um Empfehlungen f√ľr unternehmerische und politische Entscheidungsprozesse aussprechen zu k√∂nnen ist jedoch eine Vergleichbarkeit solcher Messgr√∂√üen relevant. Vor diesem Hintergrund wurde eine f√ľr √Ėkobilanzen nutzbare Methodik entwickelt, die den abiotischen Ressourcenverbrauch ganzheitlich messbar macht.

90 %-Erfassung von Kunststoff-Getränkeverpackungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die EU-Richtlinie zur Verringerung von Einwegplastik (Single-Use-Plastic- oder SUP-Richtlinie) sieht vor, dass Kunststoffgetr√§nkeflaschen bis zum Jahr 2029 zu zumindest 90 % zum Zwecke des Recyclings getrennt gesammelt werden. Dies erscheint nur mit einem Anreiz in Form eines Pfandes realistisch. Eine hohe Sammelquote an Getr√§nkeflaschen liefert einen signifikanten Beitrag zur Erreichung von Recyclingzielen f√ľr Kunststoff-Verpackungen. Neben Getr√§nkeflaschen sind zum Erreichen der Recyclingziele alle Kunststoff-Verpackungen entsprechend recycling-gerecht zu gestalten.

 1  2  3 . . . . >
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Abfallausstellung
Nur wer die Geschichte kennt,
siegt im ewigen Kampf
gegen den Müll