Strategien zur Vermeidung von Mikroplastikemissionen der Kunststoffindustrie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2021)
Kunststoff in der Umwelt nimmt aktuell eine zentrale Stellung im gesellschaftlichen und politischen Diskurs ein. Im Rahmen einer Befragung von rund 100 Stakeholdern wurden die Bedeutung von Mikroplastikemissionen der Kunststoffindustrie konkretisiert sowie Treiber, Hemmnisse und geeignete Gegenmaßnahmen ausdifferenziert.

Kinetische Modellierung einer Kunststoff Pyrolyse
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Das ReOil Verfahren der OMV Refining & Marketing GmbH ist ein vielversprechender Weg, die Recycling Ziele von Kunststoffverpackungen der Europ√§ischen Kommission zu erreichen. In diesem Pyrolyse Prozess werden gemischte Kunststoffabf√§lle chemisch recycelt und die daraus gewonnen Kohlenwasserstoffe werden wieder zu petrochemischen Grundstoffen oder Treibstoffen weiterverarbeitet. Da die Rentabilit√§t eines solchen Prozesses stark von der verarbeitenden Menge abh√§ngt, muss eine wesentliche Vergr√∂√üerung des Ma√üstabs erfolgen. Zu diesem Zweck wird ein Modell ben√∂tigt, welches aus der Zusammensetzung des Einsatzstroms die Ausbeuten vorhersagen kann und damit die M√∂glichkeit bietet optimale Prozessbedingungen einzustellen. Darum wurde ein Reaktormodell f√ľr die im ReOil Verfahren verwendeten Rohrreaktoren aufgebaut, welches sich der Methode des sogenannten ‚ÄěLumped Kinetic Modeling‚Äú bedient, um die Vielzahl an auftretenden Kohlenwasserstoffspezies erfassen zu k√∂nnen. Mit Hilfe einer Pilotanlage werden Reaktionsdaten f√ľr die Kunststoffpyrolyse gesammelt und so das Modell stetig weiterentwickelt.

Aggregierte Kennzahlen zur Bewertung von Ressourceneffizienz
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Messgr√∂√üen f√ľr Technologien und Ma√ünahmen, die zu einer Steigerung ressourceneffizienten Handelns f√ľhren, k√∂nnen ebenso mannigfaltig sein, wie die Wege zu einer Steigerung der Ressourceneffizienz selbst. Um Empfehlungen f√ľr unternehmerische und politische Entscheidungsprozesse aussprechen zu k√∂nnen ist jedoch eine Vergleichbarkeit solcher Messgr√∂√üen relevant. Vor diesem Hintergrund wurde eine f√ľr √Ėkobilanzen nutzbare Methodik entwickelt, die den abiotischen Ressourcenverbrauch ganzheitlich messbar macht.

90 %-Erfassung von Kunststoff-Getränkeverpackungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die EU-Richtlinie zur Verringerung von Einwegplastik (Single-Use-Plastic- oder SUP-Richtlinie) sieht vor, dass Kunststoffgetr√§nkeflaschen bis zum Jahr 2029 zu zumindest 90 % zum Zwecke des Recyclings getrennt gesammelt werden. Dies erscheint nur mit einem Anreiz in Form eines Pfandes realistisch. Eine hohe Sammelquote an Getr√§nkeflaschen liefert einen signifikanten Beitrag zur Erreichung von Recyclingzielen f√ľr Kunststoff-Verpackungen. Neben Getr√§nkeflaschen sind zum Erreichen der Recyclingziele alle Kunststoff-Verpackungen entsprechend recycling-gerecht zu gestalten.

Kreislaufwirtschaft in der Steiermark ‚Äď zukunftsweisende Ans√§tze auf Landesebene
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Das Land Steiermark hat sich mit dem Landes-Abfallwirtschaftsplan Steiermark 2019 (Winter 2019) dem Weg zur ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft verschrieben. Er definiert als √ľbergeordnete Vision den Wandel zur Kreislaufwirtschaft bis zum Jahr 2050 und legt in diesem Sinne konkrete Strategien und Ziele f√ľr die n√§chsten Jahre fest. Dieser Weg erfordert eine Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch. Anstelle der bisher in vielen Bereichen noch immer vorherrschenden linearen Produktions- und Nutzungsketten Prim√§rrohstoffentnahme, Produktion, Nut-zung, Entsorgung) muss eine m√∂glichst lange und werterhaltende Nutzung von Produkten und Rohstoffen im Mittelpunkt stehen. Die gesetzlichen Grundlagen daf√ľr wurden bereits mit der Einf√ľhrung der f√ľnfstufigen Abfallhierarchie in der europ√§ischen Abfallrahmenrichtlinie 2008 geschaffen.

Erstellung einer Datenbank zur Echtzeitanalytik von Abfällen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Eines der Themen im Bereich Maschinen und Abfallbehandlungsanlagen besch√§ftigt sich mit der Echtzeitanalytik von Abf√§llen, insbesondere im Bereich der Qualit√§ts-sicherung von Ersatzbrennstoffen. Die gro√üe Herausforderung besteht dabei in der Heterogenit√§t der Abf√§lle. W√§hrend Bauteile der industriellen Produktion eindeutig definiert sind, schwanken die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Abf√§llen, z.B. Sch√ľttdichte, Korngr√∂√üe, Materialzusammensetzung, Brennstoffparameter oder Schadstoffgehalte, ma√ügeblich. Dies betrifft insbesondere auch gemischte Gewerbeabf√§lle, die neben gemischten Siedlungsabf√§llen im Fokus des ReWaste4.0-Projektes stehen. (Wei√üenbach et al. 2019)

Was kann moderne Abfall-Aufbereitungstechnik leisten?
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Moderne Abfall-Aufbereitungstechnik bietet f√ľr die mechanische Separation von Wertstoffen aus Siedlungsabf√§llen sehr gute M√∂glichkeiten. Die Technologie findet jedoch Grenzen, die in den stofflichen Bedingungen von Aufbereitungsgut begr√ľndet sind. Von besonderer Bedeutung sind die Abfallerzeuger, die durch ihre Trennaktivit√§t die Zusammensetzung und Qualit√§t von Abfallgemischen ma√ügeblich bestimmen.

Möglichkeiten und Grenzen der Verwertung von CFK
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Der Einsatz von carbonfaserverst√§rkten Kunststoffen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, neue Einsatzgebiete wurden und werden erschlossen. Durch den steigenden Einsatz nimmt auch der Anfall nicht rezyklierbarer carbonfaserhaltiger Abf√§lle zu. F√ľr diese Abf√§lle gibt es aktuell keinen Behandlungsweg. Im Rahmen eines Projekts f√ľr das deutsche Umweltbundesamt wurden vier gro√ütechnische Versuchskampagnen zur Untersuchung der potenziellen Verwertung von carbonfaserhaltigen Abf√§llen in Hochtemperaturprozessen durchgef√ľhrt.

√úberf√ľhrung eines nass-mechanischen Aufbereitungsverfahrens f√ľr Altkunststoffe in den Pilotma√üstab
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Im gegenst√§ndlichen Beitrag wird ein Bogen √ľber mehr als zehn Jahre Forschung der Lehrst√ľhle f√ľr Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes (VTIU), Aufbereitung und Veredlung (AuV) sowie Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) und industriellen Partnern im Bereich des chemischen Recyclings von Altkunststoffen gespannt.

Über theoretische und reale Recyclingfähigkeit
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Zuk√ľnftig sollten die Recyclingf√§higkeit neu definieret werden. Erkennbarkeit und Sortierf√§higkeit, aber auch die Eignung der Sammelsysteme sind un-bedingt zu ber√ľcksichtigen.

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