Systemkonzeptionierung von Schredderanlagen im Metall- und Schrottrecycling
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die vorliegende Systemkonzeptionierung von Schredderanlagen unter dem Einfluss umweltschutzrechtlicher √Ąnderungen, untersucht sowohl formal-rechtliche, verfahrenstechnische als auch wirtschaftswissenschaftliche Aspekte des wertstromorientierten Schredderprozesses. Sie ist ein systemtheoretischer Ansatz, um die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Weiterentwicklung von Schredderanlagen im Metall- und Schrottrecycling in einem Kreislaufmodell darzustellen. Der Fokus liegt dabei in der Analyse und Gewichtung technischer Herausforderungen in Folge der Anwendung des europ√§ischen und nationalen Regelwerks in Zeiten volatiler Marktstrukturen, im konjunkturellen Abw√§rtstrend der industriellen Wirtschaft und unter einem anwachsenden Wertstoffverfall des Inputstroms am Gro√üschredder.

Optimierte Vorzerkleinerung gemischter Gewerbeabfälle auf Basis empirischer Modelle
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
In der mechanischen Aufbereitung gemischter Gewerbeabf√§lle stellen Vorzerkleinerer f√ľr gew√∂hnlich den ersten Verfahrensschritt dar und sorgen nicht nur f√ľr den n√∂tigen Aufschluss, sondern wirken auch als prim√§res Dosierag-gregat. Entsprechend gro√ü ist ihr Einfluss auf das Verhalten des Gesamtprozesses. Aufgrund der hohen Variabilit√§t der Gewerbeabf√§lle erscheint die Gewinnung theo-retischer Modelle nicht sinnvoll, um solche Vorzerkleinerer zu optimieren, da die n√∂-tigen Informationen √ľber das Material f√ľr solche Modelle in der Praxis nicht wirt-schaftlich gewonnen werden k√∂nnen. Zugleich erfordert die Ermittlung signifikanter empirischer Modelle den Aufwand von viel Arbeit und Geld und wurde daher bisher f√ľr die Vorzerkleinerung gemischter Gewerbeabf√§lle noch nicht gemacht. Diese Arbeit gibt einen √úberblick sowohl √ľber die Forschungst√§tigkeiten bez√ľglich der Datenqualit√§t aufgrund der Probenahme bei Zerkleinerungsversuchen mit Gewerbeabf√§llen, als auch √ľber Arbeiten zur Beeinflussung und potentiellen Optimierung der Zerkleinerung hinsichtlich Durchsatzverhalten, Energieverbrauch und Materialqualit√§t mittels einstellbarer Parameter. Abschlie√üend werden erste √úberlegungen und Forschungen zur dynamischen Prozessf√ľhrung der Vorzerkleinerung vorgestellt.

Recycling von additiv gefertigten Kuben aus Ti64
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die additive Fertigung mit Metallpulvern wird bei der Herstellung von Prototypen und Kleinserien eingesetzt. U.a. verhindern die hohen Kosten der Pulverherstellung derzeit einen Sprung in die Massenfertigung, weshalb das mechanische Recycling eine Option bietet, diese Materialkosten zu senken und somit die An-wendungsbreite der additiven Fertigung zu vergr√∂√üern. Der vorliegende Beitrag behandelt, ob durch Zerkleinerung und Klassierung ein einsatzf√§higes Pulver f√ľr die additive Fertigung generiert werden kann. Dazu wurde in einem ersten Schritt gepr√ľft, in welchen Gr√∂√üenfraktionen ein rezykliertes Pulver anf√§llt und welche Partikelformverteilungen erzeugt werden k√∂nnen. F√ľr diese √úberpr√ľfung wurden Kuben aus Ti-6Al-4V in einer Hammerm√ľhle mit unterschiedlicher Intensit√§t zerkleinert. Bereits durch diese einzelne Zerkleinerungsstufe k√∂nnten bis zu 50 Ma.-% in einer Zielfraktion kleiner 125 őľm erzeugt wurden. Die Kornformverteilungen dieser Fraktion √§hneln der von Frischgut, weshalb auf ein ann√§hernd gleiches Flie√ü- und Verarbeitungsverhalten bei der additiven Fertigung geschlossen werden kann.

Erfahrungen mit der biologischen Abbaubarkeit von kompostierbaren Kaffeekapseln
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
In √Ėsterreich kommen verst√§rkt Kaffeekapseln auf den Markt, die als ‚Äěkompostierbar‚Äú bzw. ‚Äěbiologisch abbaubar‚Äú gekennzeichneten werden. Diese Entwicklung wird von Konsumenten als positiv wahrgenommen, ist jedoch aus abfallwirtschaftlicher und umwelttechnischer Sicht als kritisch zu betrachten. Denn in bisherigen Studien (van der Zee & Molenveld 2020; Rameder 2018; Shrestha et al. 2020), war die Desintegration der zumeist aus PLA bestehenden Kapseln in Labor-versuchen und in der Praxis nach den Anforderungen der EN 13432 nicht in ausrei-chendem Ma√üe gegeben. Die bisherigen Erkenntnisse werden durch die eigenen Ergebnisse der experimentellen Untersuchungen an vier am √∂sterreichischen Markt erh√§ltlichen ‚Äěkompostierbaren‚Äú Kaffeekapseln nur best√§tigt. Erfahrungen der √∂sterreichischen Abfallwirtschaftsverb√§nde zu dieser Thematik st√ľtzen im Wesentlichen die Erkenntnis, dass die derzeitige Entwicklung in Richtung biologisch abbaubare Kunststoffe f√ľr das Produkt Kaffeekapsel nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse und Erfahrungen nicht sinnvoll erscheint.

Statistische Betrachtung von Infrarot-Sensordaten in der Aufbereitung mit Relevanz zur Brandfr√ľherkennung
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Neue Z√ľndquellen erschweren zunehmend die Lagerung und Aufbereitung von Abf√§llen, insbesondere durch Akkumulatoren oder Batterien kommt es immer wieder zu gro√üen Sch√§den in abfallverarbeitenden Unternehmen. Zudem ist davon auszugehen, dass sich in den n√§chsten Jahren die in Verkehr gesetzte Menge an Akkumulatoren und Batterien stark erh√∂hen wird. Ohne geeignete Messsysteme ist es kaum m√∂glich, Br√§nde fr√ľhzeitig zu erkennen. Um mit dem zunehmenden Brandrisiko umzugehen und um brandbezogenen Gefahren entgegenzuwirken wer-den daher IR-Messsensoren eingesetzt. Diese Sensoren werden an verschiedenen Stellen platziert, an denen erfahrungsgem√§√ü mit hohen Temperaturen zu rechnen ist, wie beispielsweise nach Zerkleinerungsaggregaten und anderen Aggregaten mit mechanischer Beanspruchung. Sensoren werden aber auch eingesetzt, um das Material am Ende der Verarbeitung noch einmal zu kontrollieren, bevor es in das Output-Lager bef√∂rdert wird. Der vorliegende Beitrag wertet die Messdaten von mehreren Anlagenstandorten aus und vergleicht diese. Ziel ist es, Trends in den Daten zu erkennen, um m√∂gliche Ma√ünahmen abzuleiten. Die Datengrundlage umfasst die Temperaturen der einzelnen Messpunkte sowie gemessenen Maximaltemperaturen. Diese Datengrundlage wird mit qualitativen Daten erg√§nzt, welche neben dem Grund der Temperatur√ľberschreitung auch das Material klassifiziert. In diesem Zuge wird auch eine statistisch signifikante Abh√§ngigkeit mit dem verarbeiteten Material hergestellt und auch mit den im Einsatz stehenden Zerkleinerungsaggregaten in Bezug gebracht. Der Ver-gleich der Anlagenstandorte dient dabei der Absch√§tzung des Risikos f√ľr restm√ľllaufbereitende Unternehmen. Die zu vergleichenden Anlagen weisen teilweise die gleichen Inputmaterialien auf, unterscheiden sich jedoch im j√§hrlichen Durchsatz. Der zu betrachtende Inputstrom umfasst neben gemischten Siedlungsabf√§llen, Gewerbeabf√§lle und Sperrm√ľll.

Recycling von Bauabfällen
© Rhombos Verlag (3/2018)
Der Nachweis von Sulfat in Sekundärrohstoffen ermöglicht eine Reduzierung von Schadstoffen .in Recyclingbaustoffen

Flexible Verfahrenstechnik f√ľr die mechanische Aufbereitung komplexer Stoffstr√∂me
© Wasteconsult International (5/2017)
Die Anwendung der sogenannten elektrohydraulischen Zerkleinerung im Rahmen einer mechanischen Aufbereitung von Sekund√§rrohstoffen f√ľhrt zu einer gezielten Schw√§chung von Grenzfl√§chen im Material und erm√∂glicht so eine materialspezifische Trennung, die weitgehend unabh√§ngig ist vom Grad der Zerkleinerung. Das Ergebnis ist ein hoher Aufschluss bei geringer Fragmentierung.

Trennung von Biogut mit der Doppelrotorm√ľhle ‚Äď Bedeutung f√ľr die Kaskadennutzung in energetischer und stofflicher Verwertung
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Gemischter Bioabfall stellt in seiner saisonal und regional unterschiedlichen Zusammensetzung eine erhebliche Herausforderung f√ľr die Verarbeitung und Entsorgung dar. Die aktuell unterschiedlichen Behandlungsstrategien und deren hohe Anlagenintensit√§t in diesem Bereich der Abfallwirtschaftsbetriebe zeigen zugleich das Spektrum der M√∂glichkeiten, aber auch die aktuellen Grenzen der Nutzung von Bioabfall auf. Zus√§tzlich verengen D√ľMV-Novelle und BGK-Grenzwerte nachvollziehbar (und sinnvoll) den Vermarktungsspielraum f√ľr Biogut bzw. treiben die Qualit√§tsanforderungen f√ľr D√ľngemittelherstellung und Erdenwirtschaft nach oben.

Elektrodynamische Fragmentierung von Betonabbruch
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Bisher wird das Potenzial des Betonabbruchs zu wenig genutzt. Dort wo recycelt wird, findet meist ein minderwertiger Einsatz statt, z.B. wird der aufbereitete Betonabbruch aus dem Hochbau als Kofferung im Strassenbau eingesetzt. Feine Fraktionen (< 4 mm) werden teilweise auch deponiert, da diese verhältnismässig viel Zement enthalten.

Optimierung des spezifischen Energieeintrages bei der Zerkleinerung von metallischen Verbundstoffen mittels Prallbrecher
© TK Verlag - Fachverlag f√ľr Kreislaufwirtschaft (6/2015)
Im letzten Jahrzehnt fand in der Sekund√§rrohstoffaufbereitung eine kontinuierliche Entwicklung ‚Äď auch einhergehend mit den Ver√§nderungen und Umw√§lzungen am Sekund√§rrohstoffmarkt ‚Äď hin zu spezialisierten Metallaufbereitungsbetrieben statt.

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