Nahrungs- und K√ľchenabf√§lle ‚Äď Potenziale, Nutzung und Auswirkungen auf die Prozesskette Biogutverwertung (Forschungsvorhaben Bio-OPTI)
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Im Forschungsvorhaben Bio-OPTI wurden Optimierungsans√§tze zur Getrennterfassung von Nahrungs- und K√ľchenabf√§llen (NuK) privater Haushalte sowie zu deren Verwertung in integrierten Verg√§rungs- und Kompostierungsanlagen entwickelt. Das Gesamtpotenzial von NuK in Deutschland wurde auf rund 80 kg/E*a gesch√§tzt, von denen lediglich 20 % bereits √ľber die Biotonne erfasst werden. Daneben wurde die Erfassung von NuK in privaten Haushalten und durch die √∂ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr√§ger (√∂rE) umfangreich dokumentiert und analysiert.

EEG 2017 in der abfallwirtschaftlichen Praxis ‚Äď Chancen f√ľr Bio- und Gr√ľngutverwertungsanlagen
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Zum 1. Januar 2017 trat das erst 2014 letztmalig novellierte ‚ÄěGesetz f√ľr den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz ‚Äď EEG 2017)‚Äú in Kraft. W√§hrend bislang die Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien f√ľr jede Kilowattstunde einen festgeschriebenen Verg√ľtungssatz erhielten, wird ab 2017, auch f√ľr biogene Abfallstoffe, die H√∂he der Verg√ľtung (bzw. der Marktpr√§mie) im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens ermittelt. Unter monet√§ren Gesichtspunkten muss, nach Einsch√§tzung des Witzenhausen-Instituts, die Teilnahmepflicht am Ausschreibungsverfahren zur Ermittlung der Verg√ľtungsh√∂he f√ľr Abfallanlagen keine wesentliche Verschlechterung darstellen. Sehr nachteilig, insbesondere im kommunalen Umfeld, ist die Planungsunsicherheit, da die Verg√ľtung f√ľr den erzeugten Strom erst zu einem relativ sp√§ten Zeitpunkt im Planungsverfahren endg√ľltig feststeht. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Vorleistungen in einer Gr√∂√üenordnung von mehreren hunderttausend Euro zu leisten.

Innovative Sortier- und Aufbereitungstechnologien f√ľr Biogut und Komposte
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Aufbereitungstechnik f√ľr Biogut und Kompost wurde seit Beginn der 1970er Jahre stetig entwickelt und an die Einsatzbedingungen angepasst. Ein breiter Markt mit mehr als 1.000 Akteuren sorgt f√ľr stetige Nachfrage und die M√∂glichkeit, verbesserte Technologie erproben und vermarkten zu k√∂nnen. Innovation findet damit kontinuierlich statt, wobei traditionelle Techniken zur Sortentrennung nach wie vor ihren Platz haben. Sp√ľrbare Entwicklungsfortschritte wurden insbesondere in der Aufschlusstechnik und der Siebklassierung erzielt. Hier besteht heute die M√∂glichkeit, flexibler auf wechselnde Rohstoffbedingungen im Eingang von Kompostierungsanlagen reagieren zu k√∂nnen und damit gleichm√§√üiger f√ľr die biologischen Prozesse zu konditionieren. Moderne Sortiertechnologie, wie die sensorgest√ľtzte Sortierung, hat sowohl aus rohstofflichen als auch √∂konomischen Gr√ľnden bisher noch nicht Eingang in die Praxis der Biogut- und Kompostaufbereitung gefunden.

Bioabfallstrategie f√ľr das Saarland ‚Äď Weiterentwicklung der Bio- und Gr√ľngutverwertung im Saarland
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Nach der saarl√§ndischen Abfallgesetzgebung ist der Entsorgungsverband Saar (EVS) ab 2018 f√ľr den Transport und die Verwertung des privaten Gr√ľnguts im Saarland zust√§ndig. Die Erfassung der Gr√ľngutmengen verbleibt weiterhin in kommunaler Verantwortung. Ein Ergebnis der gesetzlich geforderten Gr√ľngutkonzeption war der Vorschlag zur Integration von Gr√ľngutteilmengen in ein Biomasse-Zentrum, in dem das gesamte saarl√§ndische Biogut stofflich und energetisch verwertet wird. Bei der Standortfindung f√ľr ein solches Biomasse-Zentrum im Saarland sind der EVS und das von ihm beauftragte Witzenhausen-Institut hinsichtlich Informationsverhalten und Transparenz gegen√ľber der √Ėffentlichkeit sehr sensibel vorgegangen. Eine offensive und fr√ľhzeitig angelegte Informationskampagne hat bislang daf√ľr gesorgt, dass dem Gro√üprojekt kein Widerstand entgegengebracht wird.

Anlagenumstellung und Stoffstromoptimierung im Entsorgungszentrum Gescher
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Entsorgungsgesellschaft Westm√ľnsterland mbH verwertet seit 1995 die kreiseigenen Bioabf√§lle in ihrem Kompostwerk in Gescher. Im Jahr 2000 wurde am gleichen Standort eine MBA in Betrieb genommen, die 2004 um eine Nachrottehalle erweitert wurde. Die MBA wurde zwischen 2012 und 2014 in zwei Stufen auf die Behandlung von Bioabf√§llen umgestellt. 2004 wurde am Entsorgungszentrum Gescher eine Kl√§rschlammverg√§rungsanlage errichtet, die als Ergebnis eines Forschungsvorhabens inzwischen ebenfalls auf die Verarbeitung von Bioabf√§llen umgestellt wurde. Mittlerweile sind alle Stoffstr√∂me zwischen den Anlagen vernetzt, um ein hohes Ma√ü an Betriebssicherheit und Kosteneffizienz zu erreichen. Der Anlagenpark wird aktuell um eine Gr√ľngutverwertungsanlage erg√§nzt.

Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft in der Freien und Hansestadt Hamburg ‚Äď Zentrum f√ľr Ressourcen und Energie
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Auf dem Standort der ehemaligen M√ľllverbrennungsanlage Stellinger Moor in Hamburg wird ein neues Zentrum f√ľr Ressourcen und Energie (ZRE) errichtet. Das ZRE ist ein Zusammenschluss von f√ľnf Teilanlagen, die das gesamte Hausm√ľllaufkommen der Stadtteile im Hamburger Nordwesten verarbeiten. In einem ersten Schritt werden der Abfall sortiert, Wertstoffe gewonnen und eine abfallst√§mmige Biofraktion sowie ein Ersatzbrennstoff erzeugt. Die einzelnen Stoffstr√∂me werden in nachgeschalteten Anlagen weiterbehandelt und Biogas, Fernw√§rme und elektrische Energie erzeugt. Das ZRE wird seinen vollst√§ndigen Betrieb Ende des 1. Quartals 2023 aufnehmen.

Intensives Störstoffmanagement bei der Erfassung und Behandlung von Bioabfall im Landkreis Vechta
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2016)
Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Landkreis Vechta mbH (AWV) betreibt am Standort Vechta-Tonnenmoor seit 2009 eine Trockenfermentationsanlage (TFA) mit nachgeschalteter Kompostierung der Gärreste. Die Vergärungsstufe arbeitet nach dem Prinzip der Garagenfermenter, (Batchverfahren, Typ BEKON). Die Anlage verarbeitet in vier Fermentern zwischen 10.000 und 11.000 Mg Bioabfall pro Jahr.

Dritte Ausbaustufe der Bioabfallbehandlungsanlage Borgstedt
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2016)
Anfang der 80er Jahre begannen ein Hochschulprofessor, vier Studenten und ein Unternehmer im hessischen St√§dtchen Witzenhausen ein zukunftsweisendes Projekt: die fl√§chendeckende Sammlung und Verarbeitung von Bioabf√§llen aus privaten Haushalten. Damit erfuhr nun auch die unansehnlichste und oft √ľbelriechende Fraktion der festen Siedlungsabf√§lle wissenschaftliche und abfallwirtschaftliche Relevanz.

Vermarktungspraxis von Gärresten und Komposten am Beispiel des Wetteraukreises
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2016)
Im Wetteraukreis werden ca. 35.000 t/Jahr Bio- und Gr√ľnabfall im Humus- und Erdenwerk Niddatal-Ilbenstadt verarbeitet. Durch die Teilstromverg√§rung (21.000 t/Jahr) im Kompogasverfahren entstehen rund 9.000 m¬≥ fl√ľssige G√§rreste und insgesamt 13.000 m¬≥ feste Komposte.

Umr√ľstung der im Deponiepark Brandholz vorhandenen NawaRo-Anlage in eine Bioabfallverg√§rungsanlage
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2016)
Der Deponiepark Brandholz auf der Gemarkung der Stadt Neu-Anspach ist eine ehemalige Hausm√ľlldeponie, die zum 31.12.1999 stillgelegt wurde. Aus der ehemaligen Abfalldeponie ist ein Abfallwirtschaftsstandort f√ľr das Recycling und die Aufbereitung von Abf√§llen, aber auch f√ľr die Erzeugung von √Ėkostrom entstanden.

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Physikalische und biologische
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