Erkenntnisse aus der Flutkatastrophe im Ahrtal fĂŒr die Abfallentsorgung
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Die Flutkatastrophe im Ahrtal ist hochwahrscheinlich eine Auswirkung des weltweiten Klimawandels und es muss damit gerechnet werden, dass sich Ă€hnliche – hoffentlich minderschwere – Ereignisse wieder zutragen werden. Es fand die bis dato grĂ¶ĂŸte Zerstörung von Infrastruktur und Lebensgrundlagen in Westdeutschland seit dem zweiten Weltkrieg statt. Innerhalb weniger Stunden entstanden per Stand heute ca.400.000 Mg an AbfĂ€llen.

Nachsorge von Deponien vor dem Hintergrund des Klimaschutzes
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Viele Deponiebetreiber mag es interessieren, welchen Beitrag deponietechnische Maßnahmen an ihren Deponien in der Stilllegungsphase zur Verminderung des Ausstoßes klimaschĂ€dlicher Gase leisten. Stilllegung bedeutet an den Deponien fortgesetzte AktivitĂ€ten bei ĂŒberwiegend betrieblichem Monitoring, bei Weiterbetrieb und Anpassung der Deponie mit OberflĂ€chenwasserableitung, Infrastruktur an der Deponie mit Straßen, Waage, Labor, UnterkĂŒnfte, Garagen und WerkstĂ€tten mit Ausstattung etc. und bei noch betriebenen Anlagen zur Deponiegas- und Sickerwasserentsorgung, Instandhaltung mit Wartung, Inspektion und Instandsetzung sowie Pflegearbeiten und Sicherung der Anlage. Nach einer Zeit kommt dann der RĂŒckbau der Anlagen hinzu. Alle diese AktivitĂ€ten erfordern Energie und erzeugen einen gewissen Rohstoffverbrauch und tragen daher zur CO2 -Bilanz bei.

Kompakte Verbrennungsanlage fĂŒr KlĂ€rschlĂ€mme
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2020)
Die thermische KlĂ€rschlammverwertung mit anschließender Phosphor-Rückgewinnung nimmt an Bedeutung zu. Im Folgenden wird ein Verbrennungskonzept mit einfacher Struktur und hohem thermischen Wirkungsgrad fĂŒr kleine KlĂ€ranlagen vorgestellt.

Ökonomische und ökologische Bewertung des DeponierĂŒckbaus: Fallbeispiele aus Brandenburg
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Im gegenstĂ€ndlichen Beitrag wird das Online-Werkzeug OnToL zur ökologischen und ökonomischen Bewertung von DeponierĂŒckbauprojekten vorgestellt und die Anwendung zur Bestimmung des Ressourcenpotentials von Altdeponien anhand von zwei Fallbeispielen in Brandenburg illustriert. Die Bewertung der beiden Deponien im Berliner Umland ergibt in Bezug auf das Treibhauspotential Einsparungen gegenĂŒber dem Status quo im Ausmaß von 0,19 bzw. 0,15 Mg CO2-Äqu./Mg Abfall. Ein positiver Projektbarwert (50 €/Mg Abfall) ergibt sich jedoch nur fĂŒr eine der beiden Altdeponien. Ein wesentlicher Faktor fĂŒr die Wirtschaftlichkeit dieses RĂŒckbauprojektes ist der hohe GrundstĂŒckspreis am Standort (250 Euro pro mÂČ) in Verbindung mit der vorteilhaften Deponiegeometrie (hohes FlĂ€che-zu-Volumen-VerhĂ€ltnis), der zu hohen Erlösen durch die FlĂ€chenrĂŒckgewinnung fĂŒhrt. Dementsprechend stellt diese Deponie eine Ressource dar, die unter den derzeitigen wirtschaftlichen Randbedingungen genutzt werden kann. Insgesamt ermöglicht das Online-Werkzeug eine schnelle und einheitlichen Bewertung als Grundlage zur Identifikation und Entwicklung vielversprechender DeponierĂŒckbauprojekte.

Energieversorgung 2050 – Herausforderungen fĂŒr die Abfallwirtschaft
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Die Erreichung der Ziele des Pariser KlimaĂŒbereinkommens be-dingt in verschiedenen Bereichen große Änderungen, etwa in der Energieaufbringung, im Verkehrswesen oder im GebĂ€udesektor. Bei der Energieaufbringung wird von einem massiven Ausbau der Windkraft sowie der Photovoltaik ausgegangen, bei der MobilitĂ€t von einem weitgehenden Umstieg auf ElektromobilitĂ€t. Dies wird auch massiven Einfluss auf das Abfallaufkommen in der Zukunft haben. In einem Szenario des Umweltbundesamtes steigt die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen zwischen 2017 und 2050 von 1.270 MW auf 26.400 MW, jene von Windkraftanlagen von 2.844 auf 10.500 MW und die Anzahl an batteriegetriebenen Pkws von 18.500 auf 5,3 Mio. StĂŒck. Entsprechend werden nach der Nutzungsdauer zunehmend grĂ¶ĂŸere Mengen an AbfĂ€llen anfallen, fĂŒr die teilweise Recyclingtechnologien noch in Entwicklung sind.

Biologische MetallrĂŒckgewinnung aus Aschen und Schlacken nach der MĂŒllverbrennung
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
WĂ€hrend der Verbrennung von HaushaltsmĂŒll entstehen grĂ¶ĂŸere Mengen an Reststoffen wie Aschen und Schlacken, deren Entsorgung aufgrund der hohe Schwermetallkonzentrationen aufwendig und kostenintensiv ist. Heutzutage en-den diese Reststoffe auf Deponien, was mit einem Verlust von potentiell wertvollen Metallen einhergeht. Die biologische Laugung von diesen Stoffen kann eine umwelt-freundliche und kostengĂŒnstige Alternative zur Entsorgung darstellen und bietet im Vergleich zu konventionellen Methoden der MetallrĂŒckgewinnung Vorteile wie einen geringeren Einsatz von SĂ€uren, keine Emission von giftigen Gasen und eine niedrigere Prozesstemperatur. Acidophile Bakterien wie Acidithiobcillus ferrooxidans, Acidithiobacillus thiooxidans und Leptospirillum ferrooxidans können Metalle durch en-zymatische Oxidation von Eisen oder Schwefel lösen und wurden in dieser Arbeit auf ihre EffektivitĂ€t untersucht. Anhand erster Ergebnisse konnte festgestellt werden, dass A. ferrooxidans bis zu 100 % an Zn, Cu und Cd, sowie rund 60 % an Mn und Ni aus den Aschen und Schlacken lösen konnte.

Aktives Vorbeugen von BrÀnden durch beschÀdigte Akkus in der Ersatzbrennstoffproduktion mit dem Lindner Feuer-PrÀventionssystem
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Eines der aktuellsten Probleme in der Aufbereitung von AbfĂ€llen zu Ersatzbrennstoffen (EBS) ist das hohe Brandrisiko, grĂ¶ĂŸtenteils bedingt durch die stĂ€ndig steigende Anzahl an Lithiumbatterien im RestmĂŒll. Werden diese beschĂ€digt, kann eine chemische Reaktion in Gang gesetzt werden, welche zu enorm hohen Temperaturen fĂŒhrt. Dieser Umstand kann einerseits zu schweren BeschĂ€digungen der Anlage und schlimmstenfalls zu einem Großbrand fĂŒhren. Um diese Gefahrenquellen zu minimieren, erkennt das Lindner FPS (Feuer-PrĂ€ventionssystem) ĂŒberhitzte Partikel im Materialstrom, kĂŒhlt diese auf ein ungefĂ€hrliches Niveau oder ermöglicht die sichere manuelle Entnahme von nicht kĂŒhlbaren Objekten.

Chemisches Recycling – neue Verfahren und neue Player in der Abfallwirtschaft? Stand und Ausblick
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Die nahezu tĂ€glichen Bilder ĂŒber teilweise unfassbare Verschmutzungen von Meeren, FlĂŒssen und urbanem Raum mit verschiedenartigsten KunststoffabfĂ€llen haben sowohl auf politischer Ebene wie auch auf rechtlicher und technischer Ebene richtungsweisende Reaktionen ausgelöst: Die EuropĂ€ische Union hat mit ihrer Kunststoffstrategie, mit der Richtlinie ĂŒber Einwegartikel aus Kunststoffen und mit der Forderung nach einem Mindestrezyklatgehalt in KunststoffgetrĂ€nkegebinden aus globaler Sicht eine Vorreiterrolle eingenommen und umweltpolitisch starke Akzente gesetzt. Hersteller von Verpackungen aus Kunststoffen, Kunststoffproduzenten aber auch die chemische Industrie als Hersteller diverser Grundstoffe sind durch die globale Berichterstattung ĂŒber das Kunststoffabfallproblem sowohl medial als auch aus rechtlicher Sicht unter Handlungsdruck geraten.

KASKADE - Enzymatischer Abbau persistenter Mineralölkohlenwasserstoffe
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Die mikrobielle in situ Sanierung stellt ein vielversprechendes Konzept zur Dekontamination von Ölverunreinigungen dar. Generell werden Mineralöl-kohlenwasserstoffe durch endogene Mikroorganismen vergleichsweise schnell abgebaut. Allerdings können sich in Folge persistente Schadstofffraktionen anreichern. Enzyme haben sich als vielversprechendes Agens fĂŒr den Abbau von persistenten Kontaminanten herausgestellt. In dieser Studie werden enzymatische Verfahren zur Metabolisierung von schwer abbaubaren Erdölfraktionen entwickelt, wodurch diese einer Mineralisierung durch endogene Mikroorganismen zugĂ€nglich gemacht werden.

Ökobilanzielle Betrachtung der Altlampenverwertung
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Im Rahmen einer fĂŒr die Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH durchgefĂŒhrten Studie wurde fĂŒr die Altlampen-Behandlung und die nachgelagerten Verwertungspfade eine Quecksilber-Bilanz erstellt. Im Rahmen einer Ökobilanz wurden außerdem die ökologischen Wirkungen der gesamten Recyclingkette ermittelt. Hauptziel der Altlampenbehandlung ist die Abscheidung des in den Lampen enthaltenen Quecksilbers und die KreislauffĂŒhrung der verwendeten Materialien. Das bestehende System des Altlampenrecyclings in Deutschland erreicht dabei eine sehr hohe Quecksilberabscheidung. Über 95 % des in den Altlampen enthalte-nen Quecksilbers wird dem Stoffkreislauf durch Beseitigung entzogen und etwa 90 % der Lampenmaterialien können nach der Behandlung einer stofflichen Verwertung zugefĂŒhrt werden. Durch diese stoffliche Verwertung erzielt die Behandlung von rund 8.000 t Altlampen aus der RĂŒcknahme in Deutschland eine Klimaentlastung von ca. 7.000 t CO2-Äq.

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