BQS 10-1 ‚ÄěDeponiegas‚Äú ‚Äď Anforderungen an den Stand der Technik zum Klimaschutz
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2023)
Am 4. Juli 2020 trat die √Ąnderung der DepV vom 30. Juni 2020 in Kraft. Eine der √Ąnderungen umfasste die Anforderungen an die Deponieentgasung in Anhang 5 Nummer 7. Bislang wurde dort ohne weitere Konkretisierung gefordert, dass Deponiegaserfassung, -behandlung und -verwertung nach dem Stand der Technik durchzuf√ľhren seien. Dies f√ľhrte in der Praxis zu erheblichen Vollzugsunterschieden.

Quantitative Deponiecharakterisierung: Petrophysikalisch gekoppelte Inversion komplementärer geophysikalischer Daten
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Die global vorherrschende Entsorgung von Siedlungsabf√§llen in Deponien f√ľhrt zur Produktion von Deponiegasen, die einerseits einen erheblichen Teil der globalen Treibhausgasemissionen ausmachen und andererseits speziell in besiedelten Gebieten eine potentielle Gefahr f√ľr die Bev√∂lkerung darstellen. Ein entscheidender Faktor f√ľr die Entstehung von Deponiegasen ist der Wassergehalt innerhalb des Deponiek√∂rpers.

Nachhaltige Potenziale Deponiegas/Optimierung Gaserfassung/ praktische Bestimmung Gaserfassungsgrad
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
In Siedlungsabfalldeponien entsteht bei der Umsetzung biogener Organik methanhaltiges Deponiegas, welches ein sehr großes Treibhausgaspotenzial aufweist. Dieses Deponiegas in ausreichender Form in einem heterogenen Haufwerk (Deponiekörper) adäquat zu erfassen, gestaltet sich, aus jahrzehntelangen Erfahrungen heraus, als äußerst schwierig (komplexes System eines physikalischen Aufbaus, Aktivierung biologischer und biochemischer Abbaubauprozesse, unterschiedliche Temperatur- und Unterdruckniveaus, etc.).

Energetische Nachnutzung des Deponiestandortes der Massenabfalldeponie Klagenfurt Hörtendorf
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Die Deponie H√∂rtendorf liegt im Osten von Klagenfurt am W√∂rthersee und wurde als Massenabfalldeponie in einer ausgebeuteten Lehmgrube errichtet. Bei der gegenst√§ndlichen Deponie handelt es sich um eine Altablagerung, auf der bis in das Jahr 2008 Hausm√ľll, Industrie- und Gewerbeabf√§lle, Sperrm√ľll, Stra√üenkehricht, Friedhofabf√§lle, Rechengut, Kl√§rschlamm, Bauschutt etc. der Stadt Klagenfurt und des umliegenden Gro√üraumes abgelagert wurden (UTC Umwelttechnik Ziviltechniker GmbH, 2021). Die Haldendeponie mit einer Fl√§che der Abfallsch√ľttungen von ca. 120.000 m¬≤ verf√ľgt √ľber keine, dem Stand der Technik entsprechende, Basisabdichtung, es wurde jedoch bereits in den Jahren 1989 bis 1991 als Standortsicherungsma√ünahmen das gesamte Deponieareal im Ausma√ü von 155.000 m¬≤ vollst√§ndig mit einer in den Grundwasserstauer einbindenden Schmalwand umschlossen (Ertl, 1991). Die Deponie verf√ľgt √ľber ein, dem Stand der Technik entsprechendes, aktives Deponiegaserfassungssystem, welches die anfallenden Deponiegase √ľber rund 100 vertikaler Gasbrunnen und √ľber ein horizontales Gasleitungsnetz erfasst und einer thermischen Entsorgung zuf√ľhrt. Nach der Durchf√ľhrung entsprechender baulicher Anpassungen an den Stand der Technik soll der Deponiestandort k√ľnftig zu Erzeugung von elektrischer Energie durch die Errichtung einer den Deponiek√∂rper √ľberspannenden Photovoltaikanlage genutzt werden.

Qualitätsgesicherte Entgasung von Abfalldeponien auf der Grundlage der VDI-Richtlinie
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Eine gute Deponiegaserfassung, also eine solche, bei der ein hoher Erfassungsgrad erzielt wird, h√§ngt neben der Auslegung, dem Betrieb und der Wartung mit Instandhaltung wesentlich davon ab, in welchem Umfang alle diese Ziele erreicht werden. Dies ist im Wesentlichen eine Frage der Qualit√§t. Nun kamen zuletzt immer mehr die Auswirkungen der Deponiegase auf den Treibhausgaseffekt in den Blick. Hierbei wurde nochmals verdeutlicht, dass noch wesentliche Potenziale durch die Deponiebetreiber zu heben sind. Dies wurde in Deutschland dadurch mit angegangen, dass in technischen-Richtlinien (VDI) die technischen Grundlagen einheitlich zusammengestellt wurden und in einer beh√∂rdlichen Mitteilung die qualit√§tssichernden Anforderungen benannt werden. Seit M√§rz 2022 m√ľssen sich nun die Deponiebetreiber darum k√ľmmern.

Bestimmung der Methanbildung in Deponien und Strategien zur Minderung
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
√Ąltere Siedlungsabfalldeponien weisen auch heute noch eine nennenswerte Methanbildung auf, die nur zu einem gewissen Anteil erfasst und behandelt wird. Deponien sind daher weiterhin einer der gr√∂√üten Methanemittenten in der Abfallwirtschaft. Vor diesem Hintergrund werden die unterschiedlichen Vorgehensweisen zur Ermittlung der Methanbildung und die Strategien zur Minderung der Methanemissionen erl√§utert. Dazu liegen neuere Erkenntnisse zum Gashaushalt und der Kinetik der biologischen Abbauprozesse vor. Zudem wird der Stand der Technik in neuen VDI-Richtlinien und einem bundeseinheitlichen Qualit√§tsstandard beschrieben. Aufgrund der Klimarelevanz von Siedlungsabfalldeponien gibt es √ľber die Nationale Klimaschutzinitiative F√∂rderprogramme zur Reduzierung von Methanemissionen. Sie beziehen sich auf die optimierte Deponiegasfassung und die Deponiebel√ľftung.

Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen in der Praxis am Beispiel der Deponie Kirschenplantage
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
Die Abfallentsorgung Kreis Kassel betreibt im Landkreis Kassel die Deponie Kirschenplantage (DK 2), auf der bis 2005 organikhaltige Siedlungsabf√§lle abgelagert wurden. Um die Stilllegungs- und Nachsorgephase zu verk√ľrzen, wird seit 2014 auf zwei Teilbereichen der Deponie eine in situ-Stabilisierung durchgef√ľhrt, um die Umsetzprozesse im Deponiek√∂rper zu beschleunigen und klimasch√§dliche Treibhausgasemissionen zu verringern. Im Zeitraum 2014 bis 2019 konnten unter Einsatz der hier beschriebenen Ma√ünahmen Deponiegas mit insgesamt 16.474 t CO2-√Ąquivalenten erfasst und behandelt werden.

Planung und Umsetzung von ‚ÄěDeponie auf Deponie‚Äú-Vorhaben in Deutschland
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die Zentraldeponie Hubbelrath √ľbernimmt im Raum D√ľsseldorf eine wesentliche Entsorgungsfunktion. Da das verf√ľgbare Deponievolumen der Deponieklasse II (DK II) weitgehend ersch√∂pft war, wurde nach vorheriger Durchf√ľhrung eines Planfeststel-lungsverfahrens zwischenzeitlich mit dem Bau der S√ľderweiterung begonnen. Geplant ist die Realisierung einer Gesamtdichtungsfl√§che von ca. 15,4 ha, wovon ca. 4,9 ha sich an den vorhandenen Altk√∂rper anlehnen. Hier wird eine bifunktionale Dichtung errichtet, die sowohl als Oberfl√§chenabdichtung f√ľr den unterlagernden Deponiek√∂rper, als auch als Basisabdichtung f√ľr den neuen Deponieabschnitt (ebenfalls Deponieklasse II) dient. Auf diese Weise wird ein zus√§tzliches Ablagerungsvolumen von ca. 2,6 Mio.m¬≥ geschaffen.

Potenziale und Grenzen der Deponiebel√ľftung
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Ma√ünahmen zur aeroben in situ Stabilisierung von Deponien (Deponiebel√ľftung) verfolgen das Ziel, die biologischen Ab- und Umbauprozesse im Deponiek√∂rper kontrolliert zu beschleunigen. Die in der Folge reduzierten Methangasemissionen stellen einen Beitrag zum (globalen) Klimaschutz dar, w√§hrend sich die Verbesserung der Sickerwasserqualit√§t, je nach den √∂rtlichen Gegebenheiten und technischen Einrichtungen, positiv auf den (lokalen) Boden- und Grundwasserzustand oder auf die Dauer und den Umfang der notwendigen Reinigungsaufwendungen auswirkt.

Deponieentgasung nach VDI-Richtlinie 3899 Blatt 2 (Entwurf) ‚Äď ein umfassender Handlungsvorschlag
© Universit√§t Stuttgart - ISWA (3/2019)
In den letzten Jahren wurden im Rahmen der VDI Richtliniearbeit durch eine mit zahlreichen Experten aus Deutschland und der Schweiz besetzten Arbeitsgruppe unter der Leitung des Autors die wesentlichen technischen Anforderungen an eine Deponiegaserfassung und Deponiebel√ľftung erarbeitet und beschrieben.

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