Das große Krabbeln: Der Umgang mit BioabfĂ€llen und die Sammelpflicht erscheinen nicht immer durchdacht
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2018)
Nach dem KrWG, §11 besteht die Pflicht zum Sammeln von BioabfĂ€llen. Daraus folgt, dass entsprechende BehĂ€lter, also Biotonnen, flĂ€chendeckend aufgestellt werden mĂŒssen. So die rechtliche Voraussetzung. Aber ist diese Anordnung durchdacht? Was geschieht nach der Aufstellung der Biotonnen und was unterscheidet sie außer in der Farbe von normalen MĂŒlltonnen? Gedanken einer Fachberaterin fĂŒr SchĂ€dlingskunde.

Erhöhte Reinigungsleistung: Trommelsieb erreicht bessere Reduktionsleistungen als eine VorklÀrung
© Deutscher Fachverlag (DFV) (5/2018)
Bei einer KlĂ€ranlage ist fĂŒr eine wirtschaftliche und energieoptimierte Umstellung von einer aeroben zu einer anaeroben Schlammstabilisierung der Einsatz einer VorklĂ€rung meist unumgĂ€nglich, wobei diese im konventionellen Sinne bisher ĂŒber ein traditionelles VorklĂ€rbecken erfolgte. Als platzsparende Alternative zum VorklĂ€rbecken entwickelte Huber das CarbonWin-Verfahren, das im Kern auf dem Prinzip der Feinstsiebung beruht.

RĂŒckgewinnung kritischer Rohstoffe aus ProduktionsausschĂŒssen der Spezialglasindustrie mittels Gasphasen-Reaktion
© Wasteconsult international (5/2017)
GlÀser aus der optischen Spezialglasindustrie enthalten oft nennenswerte Mengen an seltenen Erden wie z.B. Lanthan und Yttrium. Diese liegen in gebundener Form in einer silikatischen Matrix vor.

Flexible Verfahrenstechnik fĂŒr die mechanische Aufbereitung komplexer Stoffströme
© Wasteconsult international (5/2017)
Die Anwendung der sogenannten elektrohydraulischen Zerkleinerung im Rahmen einer mechanischen Aufbereitung von SekundĂ€rrohstoffen fĂŒhrt zu einer gezielten SchwĂ€chung von GrenzflĂ€chen im Material und ermöglicht so eine materialspezifische Trennung, die weitgehend unabhĂ€ngig ist vom Grad der Zerkleinerung. Das Ergebnis ist ein hoher Aufschluss bei geringer Fragmentierung.

Trennung von Biogut mit der DoppelrotormĂŒhle – Bedeutung fĂŒr die Kaskadennutzung in energetischer und stofflicher Verwertung
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Gemischter Bioabfall stellt in seiner saisonal und regional unterschiedlichen Zusammensetzung eine erhebliche Herausforderung fĂŒr die Verarbeitung und Entsorgung dar. Die aktuell unterschiedlichen Behandlungsstrategien und deren hohe AnlagenintensitĂ€t in diesem Bereich der Abfallwirtschaftsbetriebe zeigen zugleich das Spektrum der Möglichkeiten, aber auch die aktuellen Grenzen der Nutzung von Bioabfall auf. ZusĂ€tzlich verengen DĂŒMV-Novelle und BGK-Grenzwerte nachvollziehbar (und sinnvoll) den Vermarktungsspielraum fĂŒr Biogut bzw. treiben die QualitĂ€tsanforderungen fĂŒr DĂŒngemittelherstellung und Erdenwirtschaft nach oben.

SensorgestĂŒtzte Technologien zur Fremdstoffentfrachtung von Biogut und Komposten
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Störstoffe, wie Kunststoffe, Glas, KSP, Knochen oder Metalle, innerhalb der organischen Fraktionen fĂŒhren bei weiteren aeroben oder anaeroben Behandlungsverfahren zu erheblichen Herausforderungen.

Innovative Sortier- und Aufbereitungstechnologien fĂŒr Biogut und Komposte
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Aufbereitungstechnik fĂŒr Biogut und Kompost wurde seit Beginn der 1970er Jahre stetig entwickelt und an die Einsatzbedingungen angepasst. Ein breiter Markt mit mehr als 1.000 Akteuren sorgt fĂŒr stetige Nachfrage und die Möglichkeit, verbesserte Technologie erproben und vermarkten zu können. Innovation findet damit kontinuierlich statt, wobei traditionelle Techniken zur Sortentrennung nach wie vor ihren Platz haben. SpĂŒrbare Entwicklungsfortschritte wurden insbesondere in der Aufschlusstechnik und der Siebklassierung erzielt. Hier besteht heute die Möglichkeit, flexibler auf wechselnde Rohstoffbedingungen im Eingang von Kompostierungsanlagen reagieren zu können und damit gleichmĂ€ĂŸiger fĂŒr die biologischen Prozesse zu konditionieren. Moderne Sortiertechnologie, wie die sensorgestĂŒtzte Sortierung, hat sowohl aus rohstofflichen als auch ökonomischen GrĂŒnden bisher noch nicht Eingang in die Praxis der Biogut- und Kompostaufbereitung gefunden.

Störstoffabscheidung aus Biogut und Komposten
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Aufbereitung von Biogut und Komposten ist von zwei sehr gegensĂ€tzlichen Entwicklungen bestimmt: Auf der einen Seite eine starke Zunahme in der Fremd- und Störstoffbelastung des Inputs, auf der anderen Seite die inzwischen sehr hohen QualitĂ€tsanforderungen an die Endprodukte, wie Kompost sowie flĂŒssige und feste GĂ€rreste.

Abfallwirtschaftssystem des Landkreises Mayen-Koblenz – EinfĂŒhrung eines Identsystems
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Im Januar 2016 startete der Landkreis Mayen-Koblenz in eine neue Abfallwelt. 25 Jahre Mehrkammertonne und EinheitsgebĂŒhr galt es, zukunftsweisend abzulösen und ĂŒber 210.000 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mitzunehmen. Nicht zuletzt durch die EinfĂŒhrung des Identsystems, welches fĂŒr die BĂŒrger eine Stellschraube im System dar-stellt. Stoffströme zu lenken und aktiv fĂŒr die Umwelt und die Menschen positive VerĂ€nderungen herbeizufĂŒhren sind Ziele, die mit der EinfĂŒhrung des neuen Abfallwirtschaftssystems erreicht werden sollen.

Anforderung der aktuellen Rechtsprechung an die Satzungsgestaltung sowie ordnungsrechtliche Möglichkeiten zur Sicherstellung der WertstoffqualitÀt
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Das Abfallrecht hĂ€lt auf verschiedenen Ebenen Möglichkeiten bereit, um eine gewisse WertstoffqualitĂ€t zu sichern. Von entscheidender Bedeutung sind die Getrennthaltungsanforderungen sowohl im KrWG als auch in den jeweiligen Landesgesetzen. Diese ermöglichen es den öffentlich-rechtlichen EntsorgungstrĂ€gern, in ihren Satzungen konkretisierte Anforderungen an die Abfalltrennung und damit an die Einhaltung von QualitĂ€tsstandards zu setzen. Flankiert werden diese Instrumente durch die Möglichkeit, bei VerstĂ¶ĂŸen erhöhte GebĂŒhren zu erheben. ErgĂ€nzend können auch Bußgelder verhĂ€ngt werden, wobei es im Sinne einer positiven Akzeptanz sicherlich wenig zielfĂŒhrend sein dĂŒrfte, eine WertstoffqualitĂ€t durch Bußgelder erreichen zu wollen.

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