Wer verwaltet das Wasser auf der anderen Seite?© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2025)
Am 14. März 2025 fand in Rees am Rhein ein vom Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e. V. (BWK) organisierter Workshop statt, der niederländische und deutsche Experten aus Forschung, Verwaltung und Politik im Bereich Wasser zusammenführte. Das Fachwissen konzentrierte sich auf Hydrologie, hydraulische Modellierung, Grundwassermanagement und -überwachung, Dürre, Hochwasser, Starkregen und andere Hintergründe. Ziel war es, kultur- und grenzübergreifende Möglichkeiten und Hindernisse in den Bereichen Zusammenarbeit, Kommunikation, Datenaustausch und Analyse zu ermitteln.
Aufbereitetes Abwasser - Eine Alternative fuer kommunale Anwendungen?© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2025)
In Bad Oeynhausen verschärfen Dürreperioden Nutzungskonflikte um Trinkwasser. Eine Lösung bietet die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser als alternative Wasserquelle. Das Forschungsprojekt „DigiWaVe“ bereitet die Grünflächenbewässerung mit digitaler, KI-gestützter Steuerung vor. Geplant ist eine Brauchwasserleitung ins Stadtzentrum. Da rechtliche Anforderungen für Bau und Betrieb noch ungeklärt sind, soll ein Austausch aller Akteure Risiken minimieren und die Akzeptanz fördern. In Bad Oeynhausen findet dieser Prozess bereits statt.
Wasserhaushaltsnachweis nach DWA-Merkblatt M 102-4 -Anwendungserfahrungen und offene Fragestellungen© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2025)
DWA und BWK haben im gemeinsamen Merkblatt die aktuellen anerkannten Regeln der Technik für die Bewirtschaftung und Aufbereitung von Niederschlagsabflüssen dargelegt. Mit der Einführung des Wasserhaushaltsnachweises nach DWA-Merkblatt M 102-4 wird es zum Ziel, den Wasserhaushalt des bebauten Gebiets dem eines unbebauten Gebiets anzupassen. Der vorliegende Beitrag beschreibt Anforderungen des Nachweises, gibt einen Überblick zu ersten Erkenntnissen aus der Praxis und beleuchtet offene Fragestellungen der Durchführung des Nachweises sowie des kommunalen und wasserwirtschaftlichen Vollzugs.
Ergebnisse aus der Illerstrategie zu Fischwanderung und Habitatgestaltung - Erkenntnisse für die zukünftigen Wege zum guten Zustand oder Potenzial© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2025)
Die mittlere Iller zwischen Altusried und Lautrach ist durch intensive anthropogene Nutzung geprägt. Eine Kombination verschiedener Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie, wie naturnahe Fischaufstiegsanlagen und Kieszugaben, zeigten positive Effekte. Hiervon profitierten insbesondere Fischbestände und Makrozoobenthos. Der alleinige Bau von Fischaufstiegsanlagen stellte sich in stark veränderten Flussstrecken nicht als ausreichend heraus, um positive Auswirkungen auf die Biozönose zu zeigen. Ein ganzheitlicher Ansatz, der Maßnahmen im Hauptfluss und in Nebengewässern verbindet, ist nötig, um das ökologische Potenzial nachhaltig zu verbessern.
Der Sensorfisch - eine innovative Methode zur Abschätzung des Schädigungsrisikos von Fischen an Wasserkraftanlagen© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2025)
Der Sensorfisch ist ein innovatives Messinstrument, das die physikalischen Belastungen für Fische bei der Passage von Wasserkraftanlagen unter realen Betriebsbedingungen aufzeichnen kann. Kollisionen, Druckveränderungen, Scherkräfte und Turbulenzen, die in Turbinen oder alternativen Abstiegskorridoren auftreten, können während des laufenden Betriebs gemessen und quantifiziert werden. Aus den Sensorfisch-Daten lassen sich weniger schädliche Turbinentypen, Betriebsmodi und alternative Abstiegskorridore für flussabwärts wandernde Fische identifizieren, was zu einer Verbesserung des Fischschutzes an Wasserkraftanlagen beitragen kann.
Wanderwege und Abstieg - Interpretation der Untersuchungsergebnisse aus dem Workshop 2025 aus Sicht eines Wasserkraftbetreibers© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2025)
Im Rahmen der Veranstaltung „Ökologie und Wasserkraft“ 2025 der Wasserkraftbetreiber im Donaueinzugsgebiet wurden die Grenzen des technisch Machbaren, aber auch die offenen Fragen zum technischen Fischschutz und Fischabstieg an der Anlage selbst diskutiert. Bei den gewählten Ansätzen zum Erhalt gefährdeter Fischpopulationen, dem Populationsansatz, war wesentlich, sich dem Themenkomplex in einer naturwissenschaftlichen Weise zu nähern.
Wanderungen potamodromer Cypriniden in einer Kraftwerkskette© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2025)
Die Wanderungen der Fischarten Aitel, Nase und Barbe wurden über ein Jahr mittels Radiotelemetrie an einer Kette von fünf mittelgroßen Laufkraftwerken untersucht. Als Aufstiegsweg kommen prinzipiell nur die Fischaufstiegsanlagen (FAA) in Frage, als Abstiegswege jene durch die Turbinen, über die Wehre oder die FAA. Die besenderten Fische führten im Mittel 0,48 flussauf gerichtete und 0,63 flussab gerichtete Kraftwerkspassagen pro Jahr durch, davon 0,28 Turbinenpassagen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage zur Quantifizierung turbinenbedingter Einflüsse auf Populationen potamodromer Flussfischarten.