Modellierung Kritischer Infrastruktur- Netzwerke zur Erweiterung des Hochwasserrisikomanagements
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2023)
In unserer modernen Gesellschaft sind wir daran gew√∂hnt, dass Strom, Wasser, Kommunikationsm√∂glichkeiten oder Notfalldienste nahezu immer und √ľberall verf√ľgbar oder erreichbar sind. Daf√ľr sorgen die Kritischen Infrastrukturen (KRITIS), die die Lebensadern unserer modernen Gesellschaft bilden.

FLIWAS3: Lokal hochaufgel√∂ste Informationen zu Niederschlag und Abflussdaten verf√ľgbar - warum werden sie noch nicht √ľberall genutzt?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2023)
Die HochwasserVorhersageZentrale (HVZ) Baden-W√ľrttemberg berechnet mit dem Wasserhaushaltsmodell LARSIM die Abflussvorhersagen an den Pegeln mit mittleren und gro√üen Einzugsgebieten in m¬≥/s des Landes Baden-W√ľrttemberg. Meteorologischer Input hierbei sind die beschrieben Niederschlagsvorhersagen, die Daten der Niederschlagsmessstationen und die Wetterradardaten (Bild 1). Weitere Daten der HVZ sind die Wasserstandmessungen an den Pegeln (15-Minuten-Takt), Schneemessung, Lufttemperatur und Betriebsdaten von besonderen Hochwasserr√ľckhaltebecken und Poldern.

Fr√ľhwarnung mit Mobilfunknetzdaten - HoWa-innovativ
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2023)
Durch √ľber 700 Naturkatastrophen sind weltweit pro Jahr ca. 200 Mio. Menschen betroffen. Allein 2017 sind Sch√§den von ca. 340 Mrd. USD und ca. 10 000 Todesopfer zu beklagen gewesen. Ca. 47 % dieser Ereignisse sind auf Hochwasser und Sturzfluten zur√ľckzuf√ľhren [12]. Die Wissenschaft ist sich einig, dass die Klimaver√§nderung zur Zunahme von Starkregen- und Hochwasserereignissen f√ľhren wird, welche sich in den letzten vier Jahrzehnten weltweit schon mehr als vervierfacht haben.

Sind Bemessungsabfl√ľsse nach dem Kleeberg/Schumann-Verfahren noch begr√ľndet?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2023)
Mit der Ver√∂ffentlichung des Entwurfs der DIN 19 700, Teil 11 Talsperren im Jahr 2001 wurden Bemessungshochwasser mit √úberschreitungswahrscheinlichkeiten der H√∂chstabfl√ľsse von P√ľ = 10-3 (J√§hrlichkeit 1 000 Jahre) bzw. P√ľ = 10-4 (J√§hrlichkeit 10 000 Jahre) eingef√ľhrt. Die Ermittlung von Hochwasserabfl√ľssen mit derart geringen √úberschreitungswahrscheinlichkeiten ist, unabh√§ngig davon, ob man hierzu einen statistischen oder deterministischen Ansatz verfolgt, stets mit einer Reihe von subjektiven Entscheidungen verbunden.

Aktuelles zum Hochwasserschutz in Bayern
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2023)
Spätestens mit Inkrafttreten der europäischen Hochwasserrisikomanagement- Richtlinie (HWRM-RL) 2007 vollzog sich durchgehend der Strategiewechsel von der reinen Gefahrenabwehr, vor allem durch Schutzmaßnahmen, hin zu einem integralen Risikomanagement. Mit zunehmendem Klimawandel und neuen Randbedingungen werden noch weitergehende Anforderungen an nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungskonzepte zum Risikomanagement gestellt. Dem kann nur mit einem holistischen Ansatz und einer ganzheitlichen integrierten Herangehensweise (Systems Engineering) wirkungsvoll begegnet werden.

Hochwasser 2013 an der niederbayerischen Donau - was wurde seither gemacht?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2023)
Das im Juni 2013 bestehende Hochwasserschutzsystem an der niederbayerischen Donau zwischen Straubing und Vilshofen wurde √ľberwiegend in den 1930er-Jahren errichtet und war auf ein etwa 30-j√§hrliches Hochwasserereignis ausgelegt. Es besteht aus ca. 240 km Deichen und W√§nden, etwa 600 km Binnenentw√§sserungsgr√§ben und 42 Sch√∂pfwerken. Dieses System sch√ľtzt rund 100 000 Einwohner auf einer Fl√§che von etwa 240 km2.

Ereignisanalyse Hochwasser im Juni 2013 in Sachsen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2023)
Neben den Starkniederschl√§gen im Mai und im Juni war eine Ursache f√ľr das fl√§chendeckende Hochwasser im Juni 2013 in Sachsen, dass bis Ende Mai in den Flussgebieten so hohe Bodenfeuchtewerte vorlagen, wie sie seit Beginn der Messungen 1962 noch nicht beobachtet wurden.

Hochwasser 2013 - Ereignisanalyse aus Sicht der Versicherung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2023)
Das Jahr 2013 geh√∂rt in der R√ľckschau der letzten 50 Jahre (normiert auf heutige Preise) zu den schadenreichsten Jahren im Hinblick auf Sch√§den durch Naturgefahren. Solche extremen Schadenjahre sind in der R√ľckschau immer wieder zu sehen. Dies ergibt sich f√ľr das Jahr 2013 aber nicht √ľberwiegend aus dem Hochwasserereignis. Die Sch√§den durch Sturm und Hagel haben damals die √úberschwemmungssch√§den sogar noch √ľbertroffen.

Der Hochwasservorsorgeausweis zur Stärkung des Vorsorgehandelns privater Haushalte
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2023)
√úberflutungen infolge Hochwasser und Starkregen stellen f√ľr Geb√§udeeigent√ľmer ein erhebliches Risiko dar. Solche Ereignisse verursachten in den vergangenen Jahrzehnten enorme Sachsch√§den in Milliardenh√∂he an Geb√§uden und ihrer Ausstattung. Nicht nur in Sachsen waren tausende Menschen mit ihrem Hab und Gut betroffen. Klimaprojektionen f√ľr Deutschland gehen von einer H√§ufung und Intensivierung derartiger Naturgefahren und damit von einem weiteren Anstieg extremwetterbedingter Sch√§den aus.

Hochwasserrisikomanagement mit INGE - Interaktive Gefahrenkarte f√ľr den kommunalen Hochwasserschutz
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2023)
In Zust√§ndigkeit des S√§chsischen Landesamtes f√ľr Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) wird das Hochwassermanagementsystem INGE (INteraktive GEfahrenkarte f√ľr den kommunalen Hochwasserschutz) entwickelt und betrieben. INGE dient √∂rtlichen Beh√∂rden und Einsatzleitungen als Instrument f√ľr Entscheidungen bei der Planung und Durchf√ľhrung der Katastrophenabwehr.

 1  2  3 . . . . >
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?