Ressourcenrelevanz von Lebensmittelabfällen

Im Jahr 2012 wurden erstmals die in Deutschland anfallenden Lebensmittelabfälle orientierend abgeschätzt. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Studie wird im Rahmen dieses Vortrages exemplarisch die Ressourcenrelevanz von Lebensmittelabfällen aus Haushalten dargestellt. Als Ressourcenparameter wurden klimarelevante Emissionen und die Flächeninanspruchnahme ausgewählt. Hierzu werden zunächst die in den Haushalten anfallenden Lebensmittelabfallmengen und – qualitäten dargestellt, um anschließend mit Umwelt- und Ressourcenparametern aus der Literatur verrechnet zu werden. Im Ergebnis können dann beispielhaft klimarelevante Emissionen und die Flächeninanspruchnahme den einwohnerspezifischen Abfallmengen zugeordnet werden.

In den vergangenen Jahren ist die Untersuchung von Lebensmittelabfällen am Insititut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) zunehmend in den Fpkus der wissenschaftlichen Arbeit gerückt. Gründe hierfür sind nicht zuletzt die zum Teil sehr lückenhafte Datenlage sowie die seit einiger Zeit geführte Diskussion über Lebensmittelverlsute entlang der Wertschöpfungskette in Deutschland gewesen.
Im Jahr 2011 wurde das ISWA mit einer Studie vom Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beauftragt. Ein wichtiges Ziel dieser Studie bestand darin, die in Deutschland tatsächlich auffallenden Mengen von Lebensmittelabällen abzuschätzen. Es handelt sich hierbei um die erste Studie dieser Art in Deutschland.
In der Studie wurden die nationale und internationale Fachliteratur vollständig ausgewertet, um die Lebensmittelabläufe für Deutschland abschätzen zu können. Ausgehend von den ermittelten Massen- und Stoffströmen entlang der Wertschöpfungskette (exklusive Landwirtschaft) sind diese nun in weiteren Schritten einzuordnen bzw. zu bewerten.
 
 
Bild: Fotolia



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 13. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Februar 2013)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 3,50
Autor: Dipl.-Ing. Gerold Hafner
Jakob Barabosz
o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert

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