Einfluss der Bodenbearbeitung auf das Retentionsvermögen im Kania-Teileinzugsgebiet

In der Region Großpolen (Wielkopolska) muss jede Art des Wasserrückhalts genutzt werden. Maßnahmen der Bodenbearbeitung werden häufig in verschiedenen Entwicklungsprogrammen auf allen Entscheidungsebenen in Polen genannt. Außerdem können Einsaat einer Nach-bzw. Zwischenfrucht als Erosionsschutzmaßnahmen in Polen aus Mitteln der EU gefördert werden. Im vorliegenden Beitrag werden mit Hilfe eines Entscheidungssystems und GIS am Beispiel eines Teileinzugsgebietes in Großpolen die Möglichkeiten der Bodenbearbeitung (Speicherkapazität, Umsetzungsmöglichkeiten) erläutert.

Mit zunehmender Häufigkeit von Extremereignissen wächst das Interesse der Entscheidungsträger an Trocken- und Hochwasserproblemen. Polen hatte in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche Extremereignisse zu verzeichnen. Die größten Schäden brachten das Hochwasser von 2010 sowie der Jahre 1997 und 2001 und die Trockenperioden von 1992 und 2006.
Die Untersuchungen des IPCC zeigten bei den Niederschlägen in Polen keine eindeutigen Hinweise auf entsprechende Veränderungen. Bei der Häufigkeit und der Amplitude von Extremereignissen wurde hingegen eine Zunahme festgestellt. Europa wird sich daher auf Klimaänderungen, nicht zuletzt hinsichtlich der Wasserwirtschaft, einstellen müssen. U. a. wird eine effizientere Nutzung knapper Wasserressourcen erforderlich werden.
Fast 20 % von Polen hat weniger als 500 mm Jahresniederschlag. Damit gehört das Land zu den trockensten Regionen Europas. Besonders betroffen ist hier die Region der Warthe (vor allem der mittlere Teil Großpolens (Poznań)). Etwa 2 % der Wojewodschaft Großpolen sind aber auch durch größere Hochwässer (≥HQ100) gefährdet. Da über 4 % der Wojewodschaft von Hochwasserereignissen allgemein betroffen sind, muss jede Art Wasserrückhalt genutzt werden. Dazu zählen u. a. Flurgestaltung, Nutzungsänderung und Bodenbearbeitung. Im vorliegenden Beitrag werden am Beispiel eines Teileinzugsgebietes des Flusses Kania die Möglichkeiten der Bodenbearbeitung erläutert.
 
Bild: Fotolia



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 1-2 / 2012 (Januar 2012)
Seiten: 5
Preis: € 10,90
Autor: Dr. Karol Mrozik

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