Abbau von Bodenschätzen – um jeden Preis?

Die Aktivitäten der Metall- und Bergbauindustrie haben weitreichende
Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Vorreiter-Unternehmen übernehmen bereits Verantwortung, doch die Branche treibt nach wie vor auch sehr kritische Vorhaben voran.

Die Rohstoffpreise haben seit der Finanzkrise wieder kräftig angezogen, und viele neue Bergbauprojekte sind in Planung oder bereits in der Umsetzung. Zu wenig Beachtung finden in solchen Zeiten die großen negativen Auswirkungen der Bergbau- und Metallindustrie auf Gesellschaft und Umwelt. Der Abbau von Bodenschätzen ist mit großflächigen Eingriffen in die Umwelt und in soziale Strukturen der Herkunftsgebiete verbunden. Die Aufbereitung von Erzen zeichnet sich durch einen hohen Energiebedarf und den Einsatz großer Mengen giftiger Chemikalien aus. Weitere Umweltrisiken ergeben sich, wenn die bei der Aufbereitung anfallenden Schlämme entsorgt oder Bergbauanlagen geschlossen werden müssen. Die jüngsten Überschwemmungen in Australien und die Bauxitschlammkatastrophe in Ungarn im Herbst vergangenen Jahres haben entsprechende Risiken eindrucksvoll veranschaulicht.
 
Foto: Fotolia



Copyright: © FORUM Nachhaltiges Wirtschaften
Quelle: Heft 02 - 2011 (Februar 2011)
Seiten: 3
Preis: € 0,00
Autor: Kristina Rüter

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Artenschutzrecht bei der Planung von Infrastrukturvorhaben
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2011)
Das Artenschutzrecht ist ebenso wie das Natura 2000-Recht zu einem festen Bestandteil der Infrastrukturplanung geworden. Die für das Fachplanungsrecht zuständigen Senate des BVerwG, insbesondere der 4. und der 9. Senat, haben durch mehrere Grundsatzentscheidungen die rechtlichen Konturen der Auslegung und Anwendung des Artenschutzrechts geschärft und präzisiert.

Erhebliche und nicht erhebliche Beeinträchtigungen im Sinne des Habitat- und Artenschutzes
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2011)
Die Entwicklung in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts

Das neue Naturschutzrecht des Bundes – Fortschritte und Defizite
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2011)
9. Warnemünder Naturschutzrechtstag am 24. und 25.6.2010

Towards a new EU Plant Protection Regime – Legal Problems arising out of the Transition with Regard to Regulatory Approvals and Authorisations
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (1/2011)
The plant protection law within the European Union has been continuously developed over the past two decades. Harmonized provisions for the placing of plant protection products on the common market were introduced by Council Directive 91/414/EEC of 15 July 19911 (hereinafter the “Directive”). Based on a progress report issued by the Commission under this Directive2, the need for a revision of the Directive was identified which should, in order to ensure consistency throughout the Member States and to provide for simplification, take the form of a regulation.

What Price Flexibility? – The Recent Commission Proposal to Allow for National “Opt-Outs” on GMO Cultivation under the Deliberate Release Directive and the Comitology Reform Post-Lisbon
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (12/2010)
“After a reform is before another reform.” This paraphrasing of a famous saying from the world of football seems to be a very fitting way to describe the status quo of the European policy on genetically modified organisms (GMOs). The functioning of the EU legal framework on GMOs has since its initial establishment in the 1990s been troubled by political disagreement, deadlocks in decision-making, strong public opposition in the Member States, and considerable delays in the process of authorisation of genetically engineered products on the internal market of the EU.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?