Ertüchtigung von Nachklärbecken

Nachklärbecken von Belebungsanlagen werden in Deutschland nach den Empfehlungen des Arbeitsblattes ATV-DVWK-A 131 vom Mai 2000 [Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 131, 2000] bemessen. In der Anwendungspraxis fällt dabei auf, dass weitgehend nur die maximal zulässigen Bemessungswerte verwendet werden.

Die wichtigsten Erkenntnisse zur Ertüchtigung von Nachklärbecken sind:
- Der Einlaufgestaltung kommt für die Funktion eines Nachklärbeckens herausragende Bedeutung zu. Der Einlauf sollte tiefliegend in eine Zone gleicher Dichte erfolgen (Schlammspiegel Eindickzone), um keine unnötigen Dichteströmungen hervorzurufen (je nach Beckengröße ca. 1,0 bis 1,5 m über Beckensohle).

- Die Strömungsenergie im Zulauf ist über die Größe des Einlaufbauwerkes und die Höhe der Einlauföffnung zu minimieren. Die beckeninternen Belastungen infolge Strahleinmischung können durch densimetrische Froudezahlen des Zulaufs von 0,7 bis 1,0 nachgewiesen werden.

- In Beispielen werden wirkungsvolle Möglichkeiten zur konstruktiven Verbesserung von Nachklärbeckeneinläufen gezeigt.

- Getauchte Ablaufrohre reduzieren insbesondere bei großen Nachklärbecken die Windanfälligkeit.

- Mit steigendem Zufluss ist der Rücklaufschlammstrom zeitverzögert und unterproportional anzupassen (RV = 1,0-1,2 bei Qt bzw. RV = 0,65-0,80 bei Qm). 



Copyright: © TU München - Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Quelle: 2007 - Ertüchtigung von Kläranlangen (Juli 2007)
Seiten: 22
Preis: € 10,50
Autor: Dr.-Ing. Helmut Resch

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