Zukunftsorientierte Abfallsammlung in Wohnanlagen - Sauber, barrierefrei und kostenbewußt

Für Senioren oder Menschen mit einem Handicap ist die regelmäßige Müllentsorgung in Wohnanlagen oft mit Problemen verbunden.

Es ist oft kein weiter Weg, trotzdem ein beschwerlicher. Weitere negative Begleiterscheinungen bei der „herkömmlichen“ Müllsammlung sind platzraubende und unansehnliche Stellplätze, Belästigungen durch Geruch und Ungeziefer, Fremdbefüllung, häufige und aufwendige Entleerungen. Im folgenden werden innovative Systeme vorgestellt, die sich diesen Problemstellungen angenommen haben und für alle Beteiligten Vorteile mit sich bringen.
 
Müllgroßbehälter mit Schiebedeckel sind in der Regel sehr schwergängig und relativ hoch, so dass mit beiden Händen und gestreckten Armen die Deckel nach hinten geschoben werden müssen. Für Bewohner, die beispielsweise auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, ist dies kaum oder gar nicht machbar. Die Menschen, die hiervon betroffen sind, werden sich zukünftig - entsprechend der demografi schen Entwicklung - vervielfachen.
 
Hinzu kommt, dass für die getrennte Sammlung von Abfall eine Vielzahl von Müllgroßbehältern (MGB) bereitgestellt werden müssen. Die Stellplätze dieser MGB bieten in der Regel einen optischen und geruchstechnischen Offenbarungseid. Es geht auch anders. Aufgrund der verschiedenen örtlichen Gegebenheiten ist es dabei wichtig, dass die neuen Sammelsysteme den individuellen Anforderungen angepasst werden.
 
Mit Hilfe der verschiedenartigen Sammelcontainer aus dem Hause Bauer in Südlohn können je nach Anforderungen entsprechende Lösungen realisiert werden.
 
Halbunterflur-System Modell Duisburg
 
In enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg hat die Bauer GmbH das Halbunterfl ur-System Modell Duisburg entwickelt. „Halbunterflur“ bedeutet, dass sich die Sammelbehälter teilweise unter der Erde befi nden. Die Stahlbehälter werden in ca. 50 cm tiefe verzinkte Bodenwannen gestellt. Dadurch wird eine niedrige und damit altersgerechte Einwurfhöhe von einem Meter sichergestellt.
 
Darüber hinaus kann trotz der niedrigen Bauhöhe eine relativ große Menge gesammelt werden, und es ist gewährleistet, dass die Behälter immer an dem vorgesehenen Platz stehen. Die Behälter sind mit zwei gegenüberliegenden Einwurfklappen ausgestattet, die je nach Wunsch mit Schlüssel oder Chip geöffnet werden können. Um eine verursachergerechte Abrechnung zu realisieren, bietet sich die Lösung mit dem Chip (Transponder) an. Nach der Aktivierung und der Autorisierung am Display kann die Klappe leichtgängig geöffnet, der Müll eingeworfen und die Klappe wieder geschlossen werden. Jeder Einwurf wird registriert und per Datentransfer an die Berechnungsstelle übermittelt, wobei die Stromversorgung über ein Solarpaneel und einen Akku gesteuert wird.
 
Die Entleerung erfolgt von üblichen Sammelfahrzeugen, die die Behälter an dem Hakensystem aufnehmen und die wannenförmigen Bodenklappen öffnen. Die spezielle Ausgestaltung der Bodenklappen stellt darüber hinaus sicher, dass auslaufende Restfl üssigkeiten nicht den Stellplatz verschmutzen.
 
Unterflur-System Modell GTU
 
Bei dem Unterfl ur-System wird der Container komplett unter die Erdoberfl äche verlegt. Oberhalb des Erdbodens ragen je nach Ausführung unterschiedlich gestaltete Säulen mit Einwurföffnungen heraus, die bequem auch von Rollstuhlfahrern erreicht werden können. Der Container befi ndet sich in einem unterirdischen Betonbehälter, aus dem er zur Entleerung herausgezogen wird. Während der Container die Unterflur-Konstruktion verlässt, wird eine mechanisch selbsttätige Sicherheitsplattform betätigt, welche die Öffnung verschließt und somit die nötige Sicherheit während der Entleerung gewährleistet.
 
Tiefgarage für Müllbehälter Modell GT
 
Der Müllgroßbehälter (MGB) steht dabei auf einer Plattform, die von einem elektrischen Antrieb mittels Schlüsselschalter angehoben und abgesenkt werden kann. Über die oberirdische Einwurfsäule kann der MGB direkt beschickt und muss lediglich zur Entleerung
hochgefahren werden.
 
 
Referenzen
 
Nach erfolgreicher Testphase an Wohnanlagen in Duisburg-Ungelsheim ist das Modell Duisburg mehrfach eingebaut und verrichtet dort seit September 2009 erfolgreich seinen Dienst.
 
Das Modell GTU befi ndet sich bereits in vielen Städten im Einsatz. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg sammeln unterirdisch an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Duisburg und die Hagener Entsorgungsbetriebe an einer Wohnanlage in Eilpe. Auch in Hamburg wurden die Zeichen der Zeit erkannt, und die Stadtreinigung Hamburg sammelt an einigen Wohnanlagen den Abfall unterirdisch. Die Tiefgaragen für Müllbehälter wiederum sind schwerpunktmäßig an Berliner Wohnanlagen zu finden.
 
Vorteile, die überzeugen
 
An einer Wohnanlage in Eilpe wurden 3 Unterfl urcontainer für Restabfall, Papier und Gelbe Säcke mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5 m³ in Betrieb genommen. Die gut 80 Bewohner des Hauses können jetzt die Vorteile eines modernen Unterfl ursystems nutzen. Den Wohnungseigentümern war besonders wichtig, den Mietern eine Barrierefreiheit zu schaffen. Auch gehandicapten Mietern sollte es möglich sein, ohne Hindernisse den Müll zu entsorgen. Dies ist bei dem neuen System mit einer leicht zu öffnenden Einwurfklappe und einer Einwurfhöhe von 85 cm gewährleistet.
 
Auch Belästigungen durch Geruch und Ungeziefer gehören der Vergangenheit an. Bei Temperaturen von 6-8° C in den unterirdischen Sammelbehältern sind auch an heißen Sommertagen keine unangenehmen Gerüche und Ungeziefer zu befürchten. Durch das große unterirdische Sammelvolumen verringern sich auch der Geräuschpegel beim Einwurf und die Anzahl der Geräuschbelästigungen bei der Entleerung. Die Entleerungen durch die HEB muss jetzt nur noch alle 2 Wochen erfolgen. Je nach örtlichen Gegebenheiten kann dies auch zu einer Reduzierung der Müllgebühren führen.

Die unterirdische Sammlung hat nicht nur Vorteile für die Mieter, sondern auch für die Eigentümer und die Entsorger. Im Gegensatz zu „herkömmlichen“ Müllbehältern ist beim Unterfl ursystem ein sauberer Standplatz gewährleistet, der wiederum eine optische Aufwertung der gesamten Wohnanlage nach sich zieht. Dieser optische Aspekt und der Einsatz altersgerechter Sammelsysteme haben einen positiven Effekt auf das Image der Wohnanlage. Dies wiederum stellt einen Standortvorteil dar.
 
Last but not least: Auch die Entsorgungsunternehmen profitieren von dem Einsatz von Unterflursystemen. Statt 3 Mitarbeiter wird zur Entleerung nur noch ein Mann benötigt, was natürlich die Personalkosten erheblich senkt. 
 
Fazit
 
Um der demografischen und zeitgemäßen Entwicklung Rechnung zu tragen, muss auch die Müllsammlung in Wohnanlagen umgestellt werden. Halbunterfl ur- und Unterflursysteme sind hierbei interessante Alternativen, da sie für alle Beteiligten Vorteile mit sich bringen.
 
Dipl.-Kfm. Manfred Reining
Bauer GmbH
Eichendorffstraße 62
46354 Südlohn/Germany
+49 (0) 2862 709 - 0
+49 (0) 2862 709 - 156
info@bauer-suedlohn.de
www.sauberes-stadtbild.de
www.bauer-suedlohn.de
 




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