QZ reinigt Metall-Kunststoffgemische

Betrieb in Oranienburg wertet Metallabscheider-Fraktion auf.

01. Februar 2011 - Den deutschen Mittelstand zeichnet aus, immer wieder Nischen zu finden und erfolgreich zu besetzen. Die Firma GRUNSKE Metall - Recycling GmbH & Co. KG aus Oranienburg hat kürzlich eine Anlage zur Aufbereitung von verunreinigten Schrotten aus MBA- und anderen Sortieranlagen in Betrieb genommen. Mit dem Querstromzerspaner von MeWa gelingt dem Unternehmen eine hocheffiziente Aufbereitung – mit stahlwerkfähigen Fe-Fraktionen von hoher Reinheit.

Für Unternehmen aus der Metallaufbereitung ist der Standort Berlin von einer starken Wettbewerbssituation geprägt. Alle großen Entsorgungsunternehmen sind hier aktiv. Von mittelständischen Unternehmen wird in diesem Umfeld viel Kreativität und Innovationsbereitschaft erwartet. „Wir müssen immer wieder neue Nischen finden, um erfolgreich bestehen zu können“, weiß Axel Sievers, Bereichsleiter Sonderschrotte bei der Firma Grunske aus Erfahrung.

Eine dieser Marktlücken hat Unternehmensgründer Klaus Grunske erkannt und mit der schwäbischen MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH einen passenden Partner zur Umsetzung seiner Idee gefunden. Die Firma Grunske stellte sich die Aufgabe, Kunststoff-Metallgemische, die vorher nur zu niedrigen Preisen weiterveräußert werden konnten, mit geeigneter Technologie selbst aufzubereiten. Das Ziel bestand darin, die Metalle aus den gemischten Fraktionen quasi zu reinigen. Das heißt die Fe- und NE-Fraktionen aus dem Verbund zu lösen und in hoher Reinheit zurückzugewinnen.

Das Entsorgungsunternehmen aus dem Landkreis Oberhavel bezieht seit Jahren Metallabscheider-Fraktionen aus MBA-Anlagen, aus der Sperrmüllaufbereitung oder aus Sortieranlagen. In diesen Anlagen werden die Metalle mittels Magnetabscheider sehr früh aus dem Prozess entfernt, um die nachfolgende Technologie vor zu großem Verschleiß zu schützen. An den Drähten und scharfkantigen Metallen bleiben jedoch Kunststoffe und Textilien sehr leicht haften und werden mit aus dem Materialstrom gezogen. Durchschnittlich liegt der Metallanteil beim angelieferten Material bei etwa 60 bis 70%.

MeWa hat in den vergangenen vier Jahren Pionierarbeit auf dem Gebiet der Metallreinigung geleistet und den patentierten Querstromzerspaner QZ für genau diese Anwendung weiterentwickelt. „Der QZ hat klare Vorteile gegenüber anderen Aggregaten“ nennt Axel Sievers den Grund für das innovative Konzept. „Auch schwere Metallteile nimmt der QZ problemlos auf. Eine Schrottmühle dagegen fährt sich fest, wenn massive Stücke eingeführt werden.“
 




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