Rohstoff-Schatz im Klärschlamm

Umweltministerium Baden-W√ľrttemberg ver√∂ffentlicht Studien zur Phosphorr√ľckgewinnung aus Kl√§rschl√§mmen

Als Land ohne eigene Phosphorvorkommen kann Baden-W√ľrttemberg seine Phosphorversorgung langfristig √∂kologisch und wirtschaftlich nur sichern, wenn es zunehmend gelingt, Phosphor aus Abf√§llen zur√ľckzugewinnen. Vor diesem Hintergrund investiert Baden-W√ľrttemberg bereits seit Jahren in die Forschung und Entwicklung von R√ľckgewinnungstechnologien. Zwei wichtige Studien wurden jetzt ver√∂ffentlicht. Eine Machbarkeitsstudie zur gro√ütechnischen Phosphorr√ľckgewinnung in der Kl√§ranlage in G√∂ppingen sowie eine Untersuchung zur R√ľckgewinnung aus Kl√§rschlammaschen in den Verbrennungsanlagen in Stuttgart, Karlsruhe und Ulm/Neu-Ulm wurden zu 50 Prozent mit insgesamt rund 45.000 Euro vom Umweltministerium finanziert.
Umweltminister Franz Untersteller: ‚ÄěDer Rohstoff Phosphor ist lebensnotwendig, er wird aber knapper und teurer. Da er durch keinen anderen Stoff zu ersetzen ist, wird die R√ľckgewinnung insbesondere aus Abwasser und Kl√§rschlamm zu einer Zukunftsfrage f√ľr Baden-W√ľrttemberg. Im Kl√§rschlamm steckt ein so gro√ües Potenzial, dass wir damit etwa die H√§lfte unserer aktuellen Phosphorimporte ersetzen k√∂nnten!‚Äú
Bundesweit spiele Baden-W√ľrttemberg auf dem Gebiet der Phosphorr√ľckgewinnung eine f√ľhrende Rolle, sagte Untersteller. In Offenburg stehe bereits eine viel beachtete und erfolgreiche Pilotanlage zur R√ľckgewinnung aus Kl√§rschl√§mmen, die jetzt vorgelegten Studien lie√üen weitere Pilotanlagen zur Erforschung von R√ľckgewinnungstechnologien in Stuttgart und G√∂ppingen sinnvoll erscheinen. Solche Anlagen w√ľrden vom Land finanziell gef√∂rdert: ‚ÄěWir brauchen weitere praktische Erfahrungen und Entwicklungen, um R√ľckgewinnung lohnend betreiben zu k√∂nnen. Zwar gibt es schon Verfahren, mit denen bis zu 90 Prozent des Phosphors aus Kl√§rschlammasche wiedergewonnen werden k√∂nnen, aber diese Verfahren m√ľssen zur gro√ütechnischen Anwendungsreife gebracht und wirtschaftlich optimiert werden.‚Äú
Untersteller k√ľndigte an, dass die Untersuchung, Weiterentwicklung sowie gro√ütechnische Umsetzung unterschiedlicher Phosphor-R√ľckgewinnungsverfahren in Pilotanlagen auch mit Mitteln der Europ√§ischen Union in H√∂he von acht Millionen Euro aus dem Europ√§ischen Fonds f√ľr regionale Entwicklung (EFRE) 2014 ‚Äď 2020 unterst√ľtzt w√ľrden. Diese Summe w√ľrde durch Landesmittel in einer Gr√∂√üenordnung von etwa sechs Millionen Euro erg√§nzt.
 
Quelle: EM / Umweltministerium Ba-W√ľ



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