Betone aus Mauerwerkbruch

„Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Schwergewichtssteinen
unter Maximierung des Anteils an Recycling-Baustoffen als ressourcensparende Verwertungslösung“

Nach den Ergebnissen der Umweltstatistikerhebung [1] betrug die Menge an mineralischen Bauabfällen in Deutschland im Jahr 2004 200,7 Mio. t. Hiervon stellte Bodenaushub mit 128,3 Mio. t (63,9 %) den größten Anteil dar, gefolgt von Bauschutt mit 50,5 Mio. t (25,2 %), Straßenaufbruch mit 19,7 Mio. t (9,8 %) und Baustellenabfällen mit 1,9 Mio. t (0,9 %) sowie Bauabfällen auf Gipsbasis mit 0,3 Mio. t (0,2 %). Die Recyclingquote für den Bereich Bauschutt lag seit Mitte der neunziger Jahre relativ konstant zwischen 68 und 73 %, wobei die Verwertung nahezu vollständig im Tiefbaubereich erfolgt. Weniger als 5 % wird einem höherwertigen Recycling im Hochbau zugeführt. Dies geschieht vor allem durch den Einsatz der groben Kornfraktionen als sekundäre Zuschlagstoffe im Beton. Bis zu einem Drittel des Bauschutts wird gar nicht verwertet, sondern zur Verfüllung von Abgrabungen oder für den Deponiebau verwendet. In Zukunft werden die letztgenannten Einsatzgebiete jedoch insbesondere durch gesetzliche Vorgaben immer stärker eingeschränkt beziehungsweise ganz entfallen. Vor dem Hintergrund des Nachhaltigkeitsgedankens, des Anstiegs des Erschließungsaufwands für Primärrohstoffe und eines zweifelsfrei in Zukunft knapper werdenden Deponieraums ist eine hohe Recyclingquote auch für Bauschutt als mengenmäßig größten Abfallstrom anzustreben.



Copyright: © Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW)
Quelle: 1. Wissenschaftskongress März 2011 - Straubing (Juni 2011)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dipl.-Ing. Adriana Weiß

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