Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit in der EDV-Technik: Aktuelle Beiträge des ReUse-Computer e.V.

Im Jahr 2008 hat Deutschland das erste Mal Daten über die im Land hergestellten und gesammelten Elektro- und Elektronik-Altgeräte an die Europäische Union übermittelt. Demnach wurden in der BRD im Referenzjahr 2006 ca. 1,8 Mio. t elektronische und elektrische Geräte (im Folgenden: ElG) in Verkehr gebracht.

 Im gleichen Zeitraum wurde hingegen nur ein Drittel dieser Menge gesammelt und recycelt, lediglich 10.000 t wurden als komplette Geräte wieder verwendet (BMU 2008). Diese Zahlen spiegeln eine unzureichende Praxis der Wiederverwendung gebrauchter Geräte wider, die der aktuellen Ressourcenproblematik und der Abhängigkeit von bestimmten, zur Produktion von Neugeräten notwendigen Metallen nicht gerecht wird. So empfahl beispielsweise jüngst das Öko-Institut den Aufbau eines Recyclingsystems für Seltenerdmetalle wie Lanthan, Neodym und Cer, welche in der Elektronikindustrie z.B. für Magneten, Batterien und Displays eine herausragende Rolle spielen (EUWID 2011, S. 7). Hinzu kommen Umweltauswirkungen der Neuproduktion. Betrachtet man allein die weltweite Jahresproduktion von Computern (über 150 Millionen Geräte in 2010), ließen sich durch den Weitergebrauch der Geräte um ein Jahr rechnerisch etwa 5,3 Mio. Tonnen CO einsparen, ein Wert, der in Bezug auf die aktuelle Klimadebatte relevant ist (Jönbrink 2007).



Copyright: © Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW)
Quelle: 1. Wissenschaftskongress März 2011 - Straubing (Juni 2011)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 2,50
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