Thermische Verwertung von Siedlungsabfällen in Schwellenländern

Der Umgang mit Abfall ist in Schwellen- und Entwicklungsländern ein großes Problem für das es bisher nur wenige Lösungsansätze gibt. Die thermische Abfallbehandlung, als eine nachhaltige Variante zur Abfallverwertung wurde in diesen Ländern bisher, aufgrund von hohen Kosten, kaum in Betracht gezogen. Bei der oft in diesen Ländern nur mangelhaft ausgebildeten Infrastruktur oder in isolierten Gegenden bietet sich der Einsatz von dezentralen Anlagen mit niedrigen Durchsätzen an, die die Abfälle eines räumlich begrenzten Gebietes entsorgen.

Der Standort für solche Anlage kann so gewählt werden, dass auch die entstehende Wärme genutzt wird. Die thermische Abfallbehandlung mit entsprechender Rauchgasreinigung kann jedoch bisher nur in Großanlagen als Stand der Technik bezeichnet werden. Die Verbrennung von Siedlungsabfällen aus Schwellenländern wurde bisher nicht wissenschaftlich untersucht. Darüber hinaus liegen Untersuchungen und Erfahrungen zur Abfallverbrennung fast nur für Großanlagen vor. Im Rahmen der Dissertation wurden daher folgende Schritte durchgeführt, um die Machbarkeit der thermischen Verwertung zu prüfen.
 Auswahl von Referenzländern  Ermittlung typischer Abfallmengen und -charakteristika
 Ermittlung der idealen Anlagenkapazität auf Basis demographischer Faktoren
 Zusammenstellung eines Referenzbrennstoffes zur Simulation typischer Abfallcharakteristika
 Durchführung von Verbrennungsversuchen in unterschiedlichen Feuerungstypen
 Auswertung der Versuchsergebnisse und Ableitung von Maßnahmen zur Anlagenauslegung
 Design einer kostenoptimierten Referenzanlage
Der vorliegende Beitrag behandelt die im Rahmen der Dissertation durchgeführten Verbrennungsversuche und die Versuchsauswertung.



Copyright: © Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW)
Quelle: 1. Wissenschaftskongress März 2011 - Straubing (Juni 2011)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 2,00
Autor: Dipl.-Wi.-Ing. Eva Hamatschek
Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich

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