Neben der Vermeidung von Prozesszusammenbrüchen,also der Gewährleistung eines sicher stabilen Betriebes, soll die automatische Regelung des Vergärungsprozesses zur betreiberdefinierten Anlagenoptimierung, zur besserern Potenzialausschöpfung, zur Vereinfachung der Betriebsführung und gegebenenfalls zur bedarfsorientierten Anpassung des betriebs beitragen.
Auf Grund ihrer stark zunehmenden Anzahl liegt der Fokus hierbei auf landwirtschaftlichen Biogas anlagen. Die vorgestellte Regelungsvariante, wie bereits in Löffler(2011) beschrieben, besteht aus einer inneren sowie aus einer äußeren Schleife. In kleineren Zeitabständen zwischen mehreren Stunden bis zu ein bis zwei Tagen, wird die innere Schleife durchlaufen. Diese besteht aus einem zeitdiskreten Proportional-Integral-Differential-Regler(PID-Regler).
| Copyright: | © Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW) | |
| Quelle: | 1. Wissenschaftskongress März 2011 - Straubing (Juni 2011) | |
| Seiten: | 4 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 2,00 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Daniel Löffler o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert | |
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Fremdstoffgehalte in den Sieblinien von Biogut nach Voraufbereitung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2024)
Fremd- und Kunststoffeinträge im getrennt erfassten Biogut rücken zunehmend in den Fokus des Gesetzgebers. Mit der Novellierung der BioAbfV treten zum 01.05.2025 erstmals Grenzwerte in Kraft, die sich auf das frische Biogut vor der biologischen Behandlung beziehen.
Integration einer Propfenstromvergärungsanlage in die AHE Witten
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2013)
Die AHE GmbH beschäftigte sich im Kontext der Wertschöpfungskette bis zum Zeit-punkt der Inbetriebnahme der Vergärungsanlage ausschließlich mit dem Erfassen, Transportieren und Umschlagen von Abfällen. Als Dienstleistungsunternehmen mit der Hauptaktivität des Umschlagen sowie Trans-portieren von Abfällen, eröffnete sich ein bis dahin noch unbekanntes Segment mit neuen Fragestellungen und Anforderungen. Zwar war die AHE GmbH bereits vor dem Bau und Betrieb der Vergärungsanlage Auftragnehmer hinsichtlich der Verwertung von biologischen Abfällen aus dem Kreisgebiet, konnte aber selber keine eigene Verwertungsanlage vorweisen, sodass diese Aufgabe an Dritte vergeben wurde.
Bioabfallbehandlung mittels Teilstromvergärung im Pfropfenstromverfahren (Kompostwerk Warendorf)
© Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung ASA e.V. (9/2012)
Aufgrund von Umwelt-, Klima- und Ressourcenschonung werden in Deutschland immer mehr Bioabfallvergärungsanlagen in Kompostierungsanlagen integriert. Da bisher in den Bioabfallvergärungsanlagen hauptsächlich nur Bioabfall vergoren wird, haben diese eine deutlich höhere gesellschaftliche Akzeptanz, als Biogasanlagen die nachwachsende Rohstoffe (Mais) einsetzen. Am Kompostwerk Warendorf wurde deshalb 2010 eine Bioabfallvergärungsanlage mittels Pfropfenstromverfahren in das schon bestehende Kompostwerk integriert. Neben Kompost, der als Dünger und Bodenverbesserer eingesetzt wird, wird Biogas erzeugt. Das Biogas wird anschließend von zwei BHKWs (2 x 340 kWel.) in Strom umgewandelt. Neben dem Strom wird außerdem Wärme produziert, die teilweise zur Heizung des Fermenters genutzt wird. Im Jahr 2011 wurde mittels Pfropfenstromverfahren im Durchschnitt deutlich über 100 m³ Biogas pro Tonne Bioabfall erzeugt.
Weiterentwicklung der Trockenvergärungstechnologie innerhalb der Viessmann Gruppe
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2012)
Durch den Erwerb der Schmack Biogas GmbH zu Beginn 2010 konnte der Bereich Biogas innerhalb der Viessmann Group weiter ausgebaut werden. Neben der Firma BIOFerm im Bereich der Trockenvergärung konnten dadurch zusätzliche Kompetenzen im Bereich der Nassvergärung sowie Gasaufbereitung (CARBOTECH GmbH, ebenfalls Viessmann Group) aufgebaut werden. Somit ist man der einzige Komplettanbieter am Biogasmarkt, da durch die Firma ESS auch Blockheizkraftwerke aus dem Hause Viessmann stammen. Durch die Zusammenführung der beiden Kompetenzmarken BIOFerm und Schmack Biogas am Standort Schwandorf ergeben sich vielseitige Vorteile, vor allem für die BIOFerm GmbH.
Untersuchungen zur Löslichkeit von Biopolymeren in der Hydrolysestufe
© Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW) (3/2012)
Aktuelle politische Entwicklungen, wie die Pflicht zur flächendeckenden, getrennten Sammlung von Bioabfällen und die Kombination aus energetischer und stofflicher Verwertung, werden dazu führen, dass Bioabfälle zukünftig vermehrt in Vergärungsanlagen oder in Kompostierungsanlagen mit vorgeschalteter Vergärungsstufe verwertet werden.
