Chlor allein kann‘s nicht sein – Was ist die treibende Kraft hinter der Chlorkorrosion, was bremst die Effizienz? –

In der Schadenskunde gibt es eine Vielzahl von Begriffen, mit welchen die oft verwirrende und scheinbar nicht durchdringbare Welt der Schadensphänomene beschrieben werden sollen (z.B. Hochtemperaturkorrosion, Aktive Oxidation, Chlorkorrosion, Sulfatkorrosion, Sulfidierung, Salzschmelzenkorrosion u.v.m.).

Die Autoren werden nachfolgend nicht sagen, dass diese Begriffe optimiert werden müssten oder in Zukunft ungültig sein sollten, aber die bisher verwendeten Begriffe beschreiben jeweils nur ein Phänomen ohne den Blick auf die Relation von Ursache und Folge. Warum z.B. das Chlor angetrieben wird und wo es überhaupt herkommt wird nur selten erwähnt. Es folgt ein Versuch bekannte Phänomene der Korrosion auf Basis der physikalischen Prozesse zu klären, die mit dem Wärmetauscher zusammenhängen, und die von den physikalischen Größen (Wärmestromdichte im Belag zwischen Rauchgas und Rohr) verursachten Folgen (Korrosion durch z.B. Chloride, Sulfate oder Salzschmelzen) zu beschreiben. Nachfolgend wird dafür der Begriff Wärmestromkorrosion verwendet. Dieser ist weder in Büchern noch mit Hilfe von Google im Internet zu finden, aber im Prinzip ist der Prozess schon immer da gewesen. Wärmestromkorrosion wird an drei Beispielen dargestellt, von der Brennkammer bis zu den Überhitzern.


Nach dem Verstehen der Zusammenhänge werden jeweils Grenzen und Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz gezeigt. Abzehrungen durch Erosion und der Kombination aus Erosion und Korrosion werden nicht behandelt. Es werden Beispiele aus Kraftwerken gezeigt, die mit Abfall befeuert werden. Die Erfahrungen können auch auf
Feuerungen mit Brennstoffen aus sortiertem Abfall und Biomasse angewendet werden.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Energie aus Abfall 11 (2014) (Januar 2014)
Seiten: 13
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. rer. nat. Thomas Herzog
Dipl.-Ing. Dominik Molitor
Ghita von Trotha

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