HOK- und reststofffreie Abgasreinigung im Jahr 2013

Die Anforderungen an die im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehenden Abfallverbrennungsanlagen werden immer höher, obwohl schon heute die höchsten Emissionsstandards im Vergleich zu anderen Verbrennungsanlagen gestellt werden. Eine MVA ist schon lange keine Dioxinschleuder mehr, aber die Tatsachen werden von der Öffentlichkeit erst mit einem hohen Zeitverzug wahrgenommen. In Erörterungsterminen verhindern meist emotional geprägte Argumente den Genehmigungsfortschritt.

Abgasreinigung in der Abfallverbrennung steht stärker als andere Technologien grundsätzlich negativ in der öffentlichen Kritik. In dem vorliegenden Beitrag konnte gezeigt werden, dass das vorgestellte modulare Abgasreinigungskonzept bei eventuellen Verschärfungen der Emissionsgrenzwerte durch einfache Nachrüstung bis hin zu einem Nullemissionskraftwerk ZEWTEC (Zero Emission Wasteto- Energy Conversion) erweiterbar ist. Durch eine multifunktionale Abgaskatalyse in Synergie mit einer mehrstufigen Abgaswäsche können sowohl abgasseitige Emissionen als auch feste und flüssige Emissionen vermieden werden.
Nach den ambitionierten Zielen der CO2-Reduktion der Bundesregierung, in die nicht nur die Kraftwerkstechnik, sondern in Zukunft auch andere Bereiche des öffentlichen Lebens, wie z.B. der Flugverkehr, mit eingeschlossen werden sollen, ist nicht zu erwarten, dass in Zukunft die Abfallbehandlung bezogen auf die fossilen CO2-Emissionen nicht am CO2-Reduktionsprogramm teilnehmen wird.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Energie aus Abfall 4 (2008) (Mai 2008)
Seiten: 37
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Reinhard Schu
Dipl.-Ing. Udo Seiler

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