ZAK-Technik zur Erzeugung von Ersatzbrennstoff

Der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) hat von Oktober 2004 – Grundsteinlegung – bis März 2006 – Beginn Kalt-Inbetriebnahme – eine MBA nach dem vom ZAK entwickelten ZAK-Verfahren für einen Durchsatz von 100.000 Tonnen pro Jahr errichtet. Die Warm-Inbetriebnahme der MBA erfolgte ab Mai 2006. Die MBA Kahlenberg liegt im Süd-Westen Deutschlands in der Nähe von Freiburg.
Aufgrund der innovativen und bisher großtechnisch noch an keinem anderen Standort umgesetzten Technologie wurde der Bau besonders innovativer Bestandteile der MBA Kahlenberg finanziell durch das Finanzierungsinstrument der Europäischen Union, LIFE-Environment gefördert. Hierfür wurde zwischen Dezember 2003 und November 2006 ein die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme der MBA Kahlenberg begleitendes Projekt durchgeführt. Das Projekt wird vorgestellt.

Bei der im Mai 2006 in Betrieb genommenen MBA Kahlenberg werden außergewöhnlich effektiv Schad- und Störstoffe aussortiert und danach in einem Perkolator der Abfall durch Umwälzung und Beregnung in der Weise homogenisiert und selektiv zerkleinert, dass optimale Eigenschaften für die anschließende biologische Trocknung und Stofftrennung entstehen. Hierbei fällt organikreiches
Ablaufwassers an, das zur Erzeugung von Biogas genutzt wird. Durch den sehr einheitlichen Trocknungsgrad ergibt sich ein Trockengut, das sich zu einem nahezu zeitlich unbegrenzt lagerfähigen qualitativ überdurchschnittlich hochwertigen Brennstoff aufbereiten lässt. Aufgrund der Fülle an Innovationen, der geringen Emissionen und der erzielten hohen Brennstoffqualitäten wurde
der Bau der MBA Kahlenberg von der EU finanziell unterstützt.
Gegenüber herkömmlichen MBA-Verfahren weist das ZAK-Verfahren folgende ökologische Vorteile auf:
- hohe Ausbeute an Sekundärbrennstoffen,
- geringe Menge an Abfällen zur Beseitigung,
- hohe Vermarktungsfähigkeit der erzeugten Wertstoffe,
- geringes Emissionspotential an Treibhausgasen.
Insbesondere durch die weit überdurchschnittliche Einsparung von Primärbrennstoffen ist der Beitrag des ZAK-Verfahrens zum Treibhauseffekt geringer als bei herkömmlichen Verfahren. Hinzu kommt die Einsparung von Treibhausgasemissionen durch die erheblich geringere diffuse Emission aus der MBA gegenüber herkömmlichen MBA-Verfahren.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Energie aus Abfall 3 (2007) (September 2007)
Seiten: 12
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Prof. Dr.-Ing Gerhard Rettenberger

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