Herstellung von Biomassebriketts aus Fraktionen einer Kompostanlage

Die Bedeutung von Biomasse, d.h. Bio- und Grünabfällen als Ausgangsprodukt für Qualitätskomposte und Biomassebrennstoffe nimmt stetig zu.

Zum einen kann eine steigende Nachfrage nach Qualitätskomposten verzeichnet werden, zum anderen steigt aufgrund der Einspeisevergütung die Nachfrage nach Biomassebrennstoffen als CO2-neutralem Energieträger. Abhängig vom Verfahren und von der Rohkompostzusammensetzung fallen unterschiedliche Mengen an schwer- und nicht verrottbaren Stoffströmen an. Diese belasten den Betrieb einer Kompostanlage aus wirtschaftlicher Sicht – verfahrensbedingt muss allerdings eine gewisse Menge an schwer verrottbarem Material als Strukturbildner im Kreis geführt werden. Dieser Vorgang wirkt sich negativ auf den Gesamtdurchsatz einer Kompostanlage aus.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Energie aus Abfall 1 (2006) (Dezember 2006)
Seiten: 22
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Sascha Krüger
Professor Dr.-Ing. Michael Beckmann
Dipl.-Ing. Georg Winkler

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