Erfahrungen nach fünfjährigem Betrieb der biologisch-mechanischen Aufbereitungsanlage Dresden

Die biologisch-mechanische Aufbereitungsanlage (BMA) Dresden (Bild 1) wurde im Jahr 2000 durch die Firma Herhof Umwelttechnik gebaut und 2001 in Betrieb genommen.

Zuvor hatte sich Herhof in der europaweiten Ausschreibung gegen neunzehn Bewerber durchgesetzt. Die Herstellungskosten für die gesamte Anlage betrugen dabei etwa vierundzwanzig Millionen Euro. Betreiber ist die Dresdner Abfallverwertungsgesellschaft mbH (DAVG), vormals eine gemeinsame Gesellschaft der Stadtreinigung Dresden und der Firma Herhof Umwelttechnik, mittlerweile eine hundertprozentige Tochter der Stadtreinigung Dresden.
Im Hinblick auf die eingesetzte Verfahrenstechnik – das Herhof Trockenstabilat- Verfahren – war sie seinerzeit die dritte Anlage der Firma Herhof Umwelttechnik. Sie war jedoch die erste Anlage, die Ersatzbrennstoff – Trockenstabilat – in Pelletform produziert als auch seit fünf Jahren einen ablagerungsfähigen Inertstoff herstellt. Zusätzlich werden in der Anlage Metalle und Batterien aussortiert. Das Verfahrensfließbild ist in Bild 2 dargestellt.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Energie aus Abfall 1 (2006) (Dezember 2006)
Seiten: 12
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Marcus Gollub

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