Power-to-Gas: Stromspeicher, Gasproduktion, Biomethan oder flexible Last?

Die Power-to-Gas-Technologien (P2G) könnten das Erdgasnetz als Stromspeicher erschließen, indem sie unter Stromeinsatz Wasserstoff produzieren oder Methan synthetisieren und als Erdgassubstitut in das Gasnetz einspeisen. Unter welchen Bedingungen bestehen hier wirtschaftliche Potenziale?

Durch den Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten (EE) erhöht sich die Volatilität des Stromangebots und es kommt absehbar zu einer Zunahme lokaler Stromüberschüsse aufgrund von Netzengpässen. Dadurch entsteht ein Bedarf an lastseitiger Flexibilität, insbesondere Stromspeichern. Da der Zubau konventioneller Stromspeicher in Deutschland begrenzt ist, werden neuartige Speichertechnologien erwogen. Das deutsche Erdgasnetz stellt ein vergleichsweise großes und technisch ausgereiftes Speicherpotenzial dar.
Die P2G-Technologie basiert auf der Elektrolyse, die unter Einsatz elektrischer Energie Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Der Wasserstoff kann direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden, oder in einem zweiten Schritt zu einem synthetischen Methan umgewandelt werden, das Erdgasqualität aufweist. Der aktuelle Wirkungsgrad der P2G-Technologie bei der Erzeugung von Wasserstoff liegt bei etwa 80 Prozent, der Wirkungsgrad bei der Wandlung von Strom zu Methan (Hu) liegt im Intervall von 48 bis 64 Prozent, abhängig von der CO2-Quelle des Verfahrens. Verbesserungen auf über 75 Prozent bis 2020 werden prognostiziert.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2011 (August 2011)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Eckhard Kuhnhenne
Julius Ecke

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