Tiefliegender Leitungsquerschlag DN 2200 im Grundwasser

Das Abwasser der Hamburger Metropole wird über zwei Zuläufe dem Klärwerks verbund Köhlbrandhöft/Dradenau zugeführt. Ein im Bau befindliches Erweiterungspumpwerk am Sammler Wilhemsburg (DN 3500) soll im Bypass zum am Ende des Sammlers bestehenden Schneckenpumpwerk betrieben werden. Es ist als Schachtpumpwerk mit Kreiselpumpen konzipiert. Um den Bypassbetrieb zu ermöglichen, muss der Anschluss der Zulaufleitung für das Pumpwerk vor dem Pumpensumpf des Schneckenpumpwerks unmittelbar an den Sammler erfolgen. Vorgestellt werden verschiedene Verfahrensvarianten sowie die durchgeführte Bauweise.

Der Sammler Wilhelmsburg verläuft im Bereich des neuen Pumpwerks in einer Sohltiefenlage von über 20 m unter Gelände in Mittel- und Grobsand- sowie Kiesschichten. Der Standort des Pumpwerks liegt in einem verfüllten Hafenbecken des ehemaligen Kohlenschiffhafens in unmittelbarer Nachbarschaft zum Köhlbrand, einem tidebeeinflussten Mündungsarm der Süder- in die Norderelbe (Abb. 1). Hydrogeologisch sind die tiefliegenden Sand- und Kiesschichten an den Köhlbrand angeschlossen, sodass das Druckniveau des Grundwassers in diesen Schichten quasi ungedämpft dem Wasserstand der Elbe folgt. Ein Vertikalschnitt durch das Erweiterungspumpwerk und den Sammler Wilhelmsburg ist in  Abb. 3 dargestellt.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 04 - 2011 (April 2011)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 8,00
Autor: Dipl.-Ing. Torsten Klett

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