Hydraulik neu berechnen: Bei Pumpen kommt es auf den Gesamtwirkungsgrad an

Abwasser energieeffizient zu transportieren, ist keine leichte Sache, denn es gibt keine Norm für die Zusammensetzung und Beschaffenheit von Abwasser. Je nach Qualität variieren der Feststoffgehalt und damit auch die Fluidität des Mediums.

Foto: ITT(22.11.2011) Da aber alle Herstellerangaben bei Pumpen auf Reinwasserbedingungen, der ISO 9906, basieren, weicht das tatsächliche Verhalten der eingesetzten Geräte im Abwasser mitunter stark ab. Angaben zur Energieeffizienz sind daher sehr kritisch zu betrachten – vor allem, wenn sie sich nur auf den Motorwirkungsgrad stützen. Besser ist ein Gesamtwirkungsgrad aus Motor und Hydraulik. Dieser beeinflusst den Betriebspunkt, in dem die Hydraulik gemäß Auslegung betrieben wird. Bei einem ungünstigen Betriebspunkt oder einer ungeprüften Betriebsweise, wie durch Drehzahlregelung, wird bei rechnerischer Prüfung klar, dass Energie vernichtet wird, statt sie einzusparen. Die Voraussetzungen für einen konstant hohen Wirkungsgrad und einer hohen Energieeffizienz liegen auf der Hand. Zum einen sind genaue Kenntnisse über die Anlage, die dort vorherrschenden Zusammenhänge und deren Bewertung notwendig. Zum anderen müssen die Hydraulik und die gesamte Mechanik inklusive Motor für den Betrieb in feststoffbelastetem Abwasser ausgelegt sein. So lässt sich mit optimal eingesetzten Flygt-Abwasserpumpen mit NTechnik, die hydraulische Wirkungsgrade von mehr als 80 Prozent erreichen können, viel Energie einsparen: Durch die hydraulische Neuberechnung eines Pumpwerks in Braunschweig mit trocken aufgestellten Flygt NPumpen wurde der Energieverbrauch um nachweislich 17 Prozent gesenkt.


Unternehmen, Behörden + Verbände: ITT Water & Wastewater Deutschland GmbH
Autorenhinweis: Henning Richter, Geschäftsbereichleiter Kommune, ITT Water & Wastewater Deutschland GmbH
Foto: ITT



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: November/Dezember 2011 (November 2011)
Seiten: 1
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Henning Richter

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Wasserwiederverwendung und integriertes Stoffstrommanagement in Tunesien und Marokko
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2022)
Die Ergebnisse aus mehreren Forschungsvorhaben zeigen, dass durch eine weitergehende Aufbereitung und Behandlung von (Industrie-)Abwässern und Klärschlämmen ein Beitrag zu geschlossenen Wasser und Nährstoffkreisläufen geleistet werden kann. Der Wasserbedarf übersteigt in Tunesien und Marokko die sich erneuernden Vorkommen. Düngemittel werden zugekauft und in der Landwirtschaft eingesetzt. In den dargestellten Projekten wird gezeigt, wie beide Ressourcen auch aus der Abwasseraufbereitung gewonnen und eingesetzt werden können.

Rückgewinnung von kohlenstoffbasierten Stoffen aus kommunalem Abwasser
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2022)
In dem Interreg-Nord-West-Europa-Projekt „WOW! Wider business Opportunities for raw materials from Wastewater“ wurden für fünf kohlenstoffbasierte Produkte technische Lösungen der Rückgewinnung entwickelt, Marktpotenziale und Hemmnisse ermittelt und eine technisch-ökonomische Bewertung durchgeführt. Damit wurden wichtige Grundsteine auf dem Weg der Transition der Abwasserentsorgung von einer linearen Entsorgungswirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft gelegt.

Wassersensible und klimagerechte Stadt- und Regionalentwicklung im Ruhrgebiet
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2021)
Der Emscher-Umbau übernimmt als Europas größtes Infrastrukturprojekt die Rolle eines Impulsgebers für eine wassersensible Stadt- und Regionalentwicklung. Für die nachhaltige Transformation der Emscher- Region werden wasserwirtschaftliche Themen mit städtebaulichen, ökologischen und gesellschaftlichen Handlungsfeldern verknüpft. Dabei kommen im Rahmen eines transformativen Governance-Ansatzes verschiedene Planungs- und Dialogformate zum Einsatz.

Komposttoiletten als Ausgangspunkt für sichere Düngeprodukte
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2021)
Mobile Toilettenanlagen können Alternativen zur wasserwirtschaftlichen Entsorgung der menschlichen Fäkalien sein. Sie ermöglichen es dabei, Kreisläufe gewässerschonend zu schließen, wenn die aufgefangenen Fäkalien nicht anschließend als Abwasser behandelt werden. Untersucht wurden die Akzeptanz von Komposttoiletten sowie die Möglichkeiten zur Aufbereitung der Inhalte. Sachgerechte Abfallschlüssel und düngerechtliche Vorschriften können so einen stofflichen Kreislauf sichern.

Hochwasserschutz und kommunale Daseinsvorsorge
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2021)
Der Beitrag gibt einen Überblick zu den wichtigsten Rechtsvorschriften zum Hochwasserschutz, der durch das Hochwasserschutzgesetz II grundlegend überarbeitet wurde und hier ausdifferenziert wiedergegeben wird. Schwerpunkte sind dabei die Schnittstellen des Hochwasserschutzes zur Abwasserbeseitigung und zum Baurecht. Für die sich daraus insbesondere für Kommunen ergebenden Probleme werden Lösungsansätze vorgestellt.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...