Filter für Metalldächer und Verkehrsflächen: Dezentrale Versickerung von Regenabflüssen entlastet die Kanalisation

Bei der Versickerung von Verkehrsflächen- und Metalldachabflüssen ist Vorsicht geboten: Die Gefahren des möglichen Eintrags von organischen und anorganischen Stoffen in Boden und Grundwasser dürfen nicht unterschätzt werden. Vor der Versickerung des Niederschlagswassers muss es behandelt werden.

(19.09.2011) Im Zuge eines vorausschauenden Wassermanagements liegt es nahe, anfallendes Niederschlagswasser von Dach- und Verkehrsflächen vor Ort zu versickern anstatt es in die Kanalisation abzuleiten. In den meisten Bundesländern wird dies für neu an die Kanalisation anzuschließende Grundstücke bereits gefordert. Im Merkblatt M153 der DWA „Empfehlungen zum Umgang mit Regenwasser“ sind Abflüsse von unbeschichteten Dachflächen aus Kupfer, Blei oder Zink mit mehr als 50 m² Flächenanteil als stark verschmutzt eingestuft. Das Gleiche gilt für Verkehrsflächenabflüsse je nach Verkehrsbelastung. Sie bedürfen einer Vorbehandlung vor der Versickerung. Das Arbeitsblatt A 138 der DWA „Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser“ sieht für solche Flächenabflüsse die Versickerung über eine genügend mächtige Oberbodenzone als dezentrale Vorbehandlungsmaßnahme vor. Es stehen Flächen- oder Muldenversickerung bzw. Mulden-Rigolensystem bei ausreichend dicker Oberbodenschicht zur Verfügung. Dabei soll die Oberbodenschicht mindestens 10 cm sein...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Mall Umweltsysteme GmbH
Autorenhinweis: Klaus Werner König, Überlingen


Autor:
Dipl.-Ing. Klaus W. König 



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: August/September 2011 (September 2011)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
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