Auf schwierigem Grund: CCS-Gesetz vom Bundestag verabschiedet

Die Diskussion um die gesetzlichen Grundlagen für die Langfrist-Speicherung von Kohlendioxid im Untergrund geht weiter. Die Bundesländer wollen die Ewigkeitslast nicht tragen. Die Wirtschaft sieht in dem Kabinettsentwurf eher ein CCS-Verhinderungsgesetz. Die Bürger befürchten unkalkulierbare Risiken. Doch der Bundestag hat beschlossen.

Foto: Vattenfall(25.07.2011) Lange musste die Energiewirtschaft darauf warten. Dann wurde es Mitte April doch noch vom Bundeskabinett verabschiedet, das ‚Gesetz zur Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid‘. Ende Mai war es mit der Freude jedoch wieder vorbei. Da lehnte der Bundesrat den Gesetzentwurf ab, unter anderem weil die Länder nicht auf etwaigen Vor- und Nachsorgekosten sowie ‚Ewigkeitskosten durch Vollzug und Überwachung‘ sitzen bleiben wollen. Ernüchtert zeigte sich auch die Energie-Branche, die in dem Entwurf eher ein CCS-Verhinderungsgesetz ausmacht. Dabei sieht die Bundesregierung in den CCS-Technologien (Carbon Dioxide Capture and Storage) durchaus eine realistische Klimaschutzoption...
Unternehmen, Behörden + Verbände: IZ Klima, Vattenfall, Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Internationalen Energie Agentur (IEA), Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon, Berlin
Foto: Vattenfall



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juli 2011 (Juli 2011)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Circularity by Design – Können temporäre Wohnformen nachhaltig gestaltet werden?
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Die Umweltauswirkungen verschiedener Wirtschaftssektoren sind angesichts der drohenden Auswirkungen des Klimawandels in den Fokus gerückt. Die Baubranche gilt als ein Sektor mit besonders großen Auswirkungen: Nach Angaben der Europäischen Kommission ist der Bau und die Nutzung von Gebäuden in der EU für fast die Hälfte aller gewonnenen Materialien und des Energieverbrauchs, sowie für etwa ein Drittel des Wasserverbrauchs verantwortlich (European Commission 2014). Daher wurde der Bausektor im Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als einer der vorrangigen Bereiche definiert (European Commission 2015). In diesem Konferenzbeitrag steht temporäres Wohnen, und damit ein Teilbereich des Bausektors im Mittelpunkt. Darunter versteht man die Bereitstellung von Unterkünften für Menschen für einen bestimmten, zeitlich begrenzten Zeitraum an einem bestimmten Ort.

Empfehlungen zur Limitierung klimarelevanter Emission aus der offenen Mietenkompostierung
© Wasteconsult International (5/2015)
Das LUGV Brandenburg hat seit 2009 der Dr. Reinhold & Kollegen Potsdam zwei Gutachten mit dem Ziel in Auftrag gegeben, die Möglichkeiten der Minderung von Klimagasemissionen aus der offenen Mietenkompostierung aufzuzeigen. Dazu wurden in Zusammenarbeit mit der Gütegemeinschaft Kompost und in Abstimmung mit den parallel laufenden UBA-Projekten umfangreiche Untersuchungen in RAL-gütegesicherten Kompostierungsanlagen durchgeführt.

Emissionshandels-Reform und das Verhältnis von Klima- und Industriepolitik
© Eigenbeiträge der Autoren (10/2014)
Die EU-Klimapolitik soll umfassend reformiert und weiterentwickelt werden. Einen Vorschlag dazu hat die EU-Kommission im Januar 2014 vorgelegt. Im Oktober nun könnten hierzu grundsätzliche Entscheidungen gefällt werden. Die Vorschläge würden Klima- und Energiepolitik enger miteinander verzahnen. Und sie würden den EU-Emissionshandel wieder wahrnehmbarer zu dem machen, was er ist und sein sollte: das Leitinstrument der Klimapolitik. Als solches kann er den Klimaschutz so wirksam und kosteneffizient unterstützen wie kein anderes Instrument.

Verantwortung auf dezentraler Ebene
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (7/2014)
"Wir werden irgendwann feststellen, dass wir Kohle und Erdöl im Boden belassen müssen." Soll das 2-Grad-Ziel weiter realistisch verfolgt werden, so stehen den fossilen Reserven an Erdöl, Ergas und Kohle von derzeit 800 Gigatonnen sowie weiteren fossilen Ressourcen von etwa 13.000 Gigatonnen lediglich 210 Gigatonnen an Kohlenstoff gegenüber, die von der Atmosphäre aufgenommen werden können.

Limiting Climate Change by Fostering Net Avoided Emissions
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2014)
Reducing Fossil Fuel Supply and Emissions from Fuel Exploitation

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...