Mit Bio gegen Chemie: Altlastensanierung funktioniert auch mit Pilzen

Nicht nur Bakterien, auch Pilze können Chemikalien bekämpfen. Ihr Potential wird aber gerade erst entdeckt. Dabei stellen sie den größten Anteil an lebender Biomasse im Boden. Zudem ist diese Sanierungsform nach Erkenntnissen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ)kostengünstig.

Foto: K. Patzold, T. Nerz / UFZ(06.05.2011) Es gibt Pilze im Boden, Wasser, an Pflanzen. Sie haben unterschiedlichste Größen, Formen und Farben. Geschätzt 1,5 Millionen Arten gibt es, erforscht sind erst 100.000. Ein einziges Gramm Ackerboden kann bis zu 100 Meter Pilzgeflecht enthalten. „Am leistungsfähigsten für den Abbau organischer Schadstoffe sind Schlauchpilze und Basidienpilze, also die Gruppen, zu denen auch die meisten Speisepilze gehören. Ganz besonders wichtig sind die holzabbauenden Weißfäulepilze. Für die Festlegung von Schwermetallen in Böden spielen auch die mit Pflanzenwurzeln vergesellschafteten Mycorrhizapilze eine wichtige Rolle“, erläutert Professor Hauke Harms, Leiter des Fachbereichs Mikrobiologie beim Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ, Leipzig)...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon, Berlin
Foto: K. Patzold, T. Nerz / UFZ



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Mai/Juni 2011 (Mai 2011)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon

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