Schonende Demontage: Griechischer Entsorger setzt auf deutsche Recyclingtechnologie

Bei einem zentralen Entsorgungsunternehmen im Süden Griechenlands wird Elektroschrott mit einem Spezialschredder aus Deutschland zerlegt. Das Verfahren läuft soweit automatisiert ab, dass die Verletzungsgefahren für die Mitarbeiter ausgeschlossen sind. Und Schadstoffe sollen auch keine entweichen können.

Foto: Erdwich GmbH(26.03.2011) 75 bis 80 Prozent aller ausrangierten Elektrogeräte sollen laut EU-Richtlinie inzwischen wiederverwertet werden. Grund dafür sind vor allem die darin enthaltenen wertvollen Stoffe wie Kupfer und Edelmetalle. Um diese Produkte zurück gewinnen zu können, mussten die ausgemusterten Gegenstände bislang manuell geöffnet und die verschiedenen Materialien mühsam per Hand aussortiert werden. Diese Arbeitsschritte jedoch sind nicht nur zeitaufwändig, sondern stellen auch eine hohe körperliche Belastung dar, da die Arbeiter die zum Teil tonnenschweren Geräte meist auf dem Boden kniend mit Hammer und Schraubendreher zerlegen mussten. Zudem gingen viele der wertvollen Stoffe verloren, weil sie nur schwer von dem restlichen Material zu trennen waren. Bei der EKAN S.A., dem zentralen Entsorgungsunternehmen Südgriechenlands, ist man daher zu einer automatisierten Methode übergegangen...


Unternehmen, Behörden + Verbände: EKAN S.A., Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH
Autorenhinweis: Kristin Härtling, Pressebüro Gebhardt-Seele
Foto: Erdwich GmbH



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: März 2011 (April 2011)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Kristin Härtling

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