Die Neuordnung von Entsorgungsstrukturen zur CO2-Reduktion

Die Schwerpunkte der kommunalen Entsorgung haben sich von der Erfassung und Beseitigung eines einzelnen Abfallgemisches im Behälter zur Sammlung im Umleerverfahren und der behälterlosen Sammlung von sperrigen Abfällen (Sperrab-fall) seit Ende der 1970iger Jahre hin zu einer diversifizierten Dienstleistung zur Schadstoffentfrachtung, Verwertung von Rohstoffen (Getrenntsammlung von Mono-fraktionen) und nach Sicherstellung einer geordneten Entsorgung hin zur energetischen Nutzung des Restabfalls entwickelt. Rund 413 örE organisieren in 16 Bundesländern diese Tätigkeiten, dazu kommen 9 Duale Systeme.

Es gibt gute Gründe dieses System weiter zu entwickeln, um weitere volkswirtschaftliche Nutzen zu generieren. Erste Ideen dazu hat der Verfasser vorgestellt [1] und konkretisiert diese nun, weil die Zeit für eine Fortentwicklung der Abfallwirtschaft reif ist. Bewegt werden rund 48 Mio. Mg Siedlungsabfälle, davon ca. 36,7 Mio. Mg Haushaltsabfälle (447 kg/E/a) von denen ca. 41 Prozent (182,5 kg/E/a) zur Beseitigung und 59 Prozent zur Verwertung gelangen (264,7 kg/E/a)[2]. Dieses Aufkommen ist rückläufig und von 63 Mio. Mg in 2000 auf 47,9 Mio. Mg in 2007 gesunken. Abgeleitet aus den Daten des Statistischen Bundesamtes gelangen ca. 19,1 Mio. Mg zur Verbrennung und zur energetischen Verwertung. Die Hausmüllverbrennungsanlagen behandeln ca. 17,5 Mio. Mg Primär- und Sekundärabfälle und erzielen damit schätzungsweise ca. 2,8 Mrd. Euro Umsatz (vgl. Tab. 1).



Copyright: © Universität Kassel
Quelle: Praktikable Klimaschutz-Potentiale in der Abfallwirtschaft (2010) (Juni 2010)
Seiten: 9
Preis: € 4,50
Autor: Prof. Dr.-Ing. Karlheinz Scheffold

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