Strommix in der EU27 – Entwicklung der Stromerzeugung in Europa von 2007 bis 2030 –

Dieser Ausblick macht deutlich, dass zur Deckung des Strombedarfs sowie zur Erreichung der Klimaschutzziele in Europa auch weiterhin alle verfügbaren Energieträger und Energietechnologien benötigt werden. Auch wenn vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise die Zuwächse bei der Bruttostromerzeugung
geringer ausfallen werden als vor der Krise angenommen, müssen langfristig alle Optionen der Stromerzeugung genutzt werden.

Europa kann auf keinen einzelnen Energieträger verzichten, wenn die eigenen energie- und umweltpolitischen Ziele erfüllt und gleichzeitig eine ausreichende Versorgungssicherheit gewährleistet werden sollen. Der notwendige Energiemix wird sich aber deutlich verändern. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist zunächst im Wesentlichen durch die Windenergie gekennzeichnet. Hierbei wurde auch berücksichtigt, dass in der nächsten Dekade Windenergieanlagen der ersten Generation das Ende ihrer Lebensdauer erreichen und neben dem Neubau von Windkapazitäten der Ersatzbedarf, das so genannte Repowering, eine zunehmende Rolle spielen wird. In der zweiten Hälfte des Betrachtungszeitraums, also in den Jahren 2020 bis 2030, wird ein deutlich verstärkter Ausbau der Solarenergie sowohl bei der Photovoltaik als auch bei solarthermischen Kraftwerken erwartet. In 2030 wird der europäische Strombedarf zu rund 48 Prozent durch erneuerbare Energien, zu rund 33 Prozent durch fossile Energien und zu rund 19 Prozent durch Kernenergie gedeckt werden.



Copyright: © TU Dresden, Institut für Energietechnik
Quelle: Sichere und nachhaltige Energieversorgung 12-13.10.2010 (Oktober 2010)
Seiten: 15
Preis: € 15,00
Autor: Thorsten Herdan
Gerd Krieger
Matthias Zelinger

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