Automatische Fehlererkennung und modellbasierte Ersatzsignalgenerierung für kritische Prozessgrößen

– Möglichkeiten zur Steigerung der Systemverfügbarkeit durch rechnergestütztes Signalmanagement –

Korrekte und aussagekräftige Sensordaten sind eine notwendige Voraussetzung erfolgreicher Prozesssteuerung und -regelung. Der Ausfall prozesskritischer Signale sowie der damit einhergehende Verlust der Prozesskontrolle oder die anfallenden Kosten des Produktionsausfalls sind nicht akzeptabel – etwa bei der Steuerung eines Flugzeuges oder eines Kraftwerkes. Es ist daher unbedingt notwendig, ein gleichwertiges Ersatzsignal zur Verfügung zu stellen, um geeignete Maßnahmen ohne oder mit nur geringer Beeinträchtigung des Prozesses einzuleiten. Ein häufig gewählter Ansatz zur Kompensation solcher Ausfälle ist eine redundante Auslegung der Sensoren unter der Annahme, dass die Wahrscheinlichkeit eines Totalversagens kleiner ist als die des Versagens einzelner Komponenten. Hierzu müssen alle für die Sensorik notwendigen Hilfssysteme ebenfalls redundant entsprechend ihrer Ausfallwahrscheinlichkeit ausgeführt werden. Zusammengenommen sind diese Maßnahmen sehr kostenintensiv und berücksichtigen prinzipiell nur einen Teil aller möglichen Ursachen für fehlerbehaftete Werte. Nicht kompensiert werden beispielsweise schleichende Veränderungen der Sensoren aufgrund von Verschleißerscheinungen.



Copyright: © TU Dresden, Institut für Energietechnik
Quelle: Sichere und nachaltige Energieversorgung 2009 (Oktober 2009)
Seiten: 6
Preis: € 6,00
Autor: Bernd Schiefer
Christian Blens
Alexander Hlawenka
Dr.-Ing. Michael Schreiber
Dr. rer. nat. Alexander Voß

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