Betriebs- und Flammenverhalten bei der Rezirkulation von feuchtem Abgas im Rahmen des Verbundprojektes OXYCOAL-AC

Im Rahmen des OXYCOAL-AC-Verbundvorhabens wird am Lehrstuhl für Wärmeund Stoffübertragung (WSA) an der RWTH Aachen eine Oxyfuel-Prozessvariante untersucht, bei der zur Sauerstoffanreicherung des rezirkulierten Abgases eine keramische Hochtemperaturmembran verwendet wird.

 Zur Untersuchung dieses Oxyfuel-Prozesses wurde eine bestehende Versuchsanlage zur Kohlenstaubfeuerung entsprechend modifiziert. In der ersten Projektphase konnte bei der Verwendung eines aus Tanks bereitgestellten CO2/O2-Gemisches eine Drallflamme bei O2-Konzentrationen im Oxidatorgemisch von 30 Vol.‑% bis hin zu 18 Vol.‑% am Brenner stabilisiert werden [1, 2]. Im Zuge der zweiten Phase des Projektes wurde die Rezirkulationsstrecke geschlossen. Da zum Betrieb der keramischen Membran Temperaturen von etwa 800 °C benötigt werden, wurde auf eine Zwischenkühlung des rezirkulierten Abgases verzichtet. Dadurch muss auch die Entstaubung des Abgases bei diesen hohen Temperaturen durchgeführt werden, so dass eine Heißgasreinigung durch poröse, keramische Filterkerzen erfolgt. Diese Technologie wird hier zum ersten Mal im Bereich der Oxyfuel-Prozesse eingesetzt. Im Anschluss an die Reinigung wird das Abgas mit O2 angereichert und auf etwa 200 °C abgekühlt. Das so konditionierte Abgas wird als Oxidatorgemisch zum Brenner zurückgeführt.



Copyright: © TU Dresden, Institut für Energietechnik
Quelle: Sichere und nachaltige Energieversorgung 2009 (Oktober 2009)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 8,00
Autor: Dipl.-Ing. Peter Heil
Dipl.-Ing. Martin Habermehl
Dipl.-Ing. Arno Kellermann
Andreas Ohliger
Vincent Verbaere

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