Ertüchtigung der Basisabdichtung bzw. Zwischenabdichtung der Deponie Steinmühle - Pilotprojekt mit Trisoplast in der Basis

Infolge der Neuordnung des Deponierechtes seit 2002 haben sich die Anforderungen an die Abfallwirtschaft und an die Deponietechnik stark geändert, so dass der Bedarf an Deponien der Klasse 1 immer stärker in den Focus der Entsorgungswirtschaft rückt. Diesem Umstand trägt die Entsorgungswirtschaft insoweit Rechnung, dass immer mehr Betreiber die Ertüchtigung oder auch die Neuanlage einer Deponie der Klasse 1 erwägen. Im folgenden Beitrag wird die in Deutschland erste Ertüchtigung einer bestehenden Deponie mit dem Abdichtungsmaterial Trisoplast in der Basis beschrieben.

Die Deponie Steinmühle befindet sich in Bayern, hier in der Oberpfalz im Landkreis Tirschenreuth. Sie wurde in einem ausgebeuteten Basaltsteinbruch angelegt und seit 1971 als Hausmülldeponie betrieben. Ihre Gesamtfläche beträgt ca. 12,7 ha. Die Deponie gliedert sich in mehrere Verfüllabschnitte, die bis zu diesem Zeitpunkt ohne künstliche Basisabdichtung und mit unterschiedlichen, teilweise temporären, teilweise endgültigen Oberflächenabdichtungen gesichert sind. Der hier vorgestellte Abschnitt von ca. 3 ha wurde wahrscheinlich bereits seit 1972 betrieben und dabei anfangs vor allem mit Aschen und Hausmüll und hausmüllähnlichen Abfällen verfüllt, anschließend mit inerten Abfällen. Mit Inkrafttreten der Abfallablagerungsverordnung bzw. der Deponieverordnung im Jahre 2002 stand der Bauherr, der Landkreis Tirschenreuth, vor der Entscheidung, das mögliche Deponievolumen von ca. 200.000 m³ bis ca. 300.000 m³ noch zu nutzen oder aber den Abschluss dieses Teilabschnittes einzuleiten.



Copyright: © Wasteconsult international
Quelle: Praxistagung Deponie 2010 (Dezember 2010)
Seiten: 16
Preis: € 8,00
Autor: Dipl.-Ing. Thomas Reiter

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