Chemisch-analytische Untersuchung von Brandprodukten aus verschiedenen Deponiefraktionen

Organische Produkte, wie Papier/Pappe, Textilien oder Kunststoffe, sind meist brennbar. In Recycling-Zwischenlagern und auf Deponien werden solche Stoffe in großen Mengen gelagert. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, welche gasförmigen Produkte im Falle eines Brandes - verursacht z.B. durch Selbstentzündung - entstehen. Verschiedene Fraktionen: Papier/Pappe, Textilien und Kunststoffe aus Recycling-Zwischenlagern sowie reale Deponiefraktionen wurden zunächst mechanisch zerkleinert.

Dazu wurden die Proben aus den jeweiligen Fraktionen so zerkleinert, dass letztendlich homogene Verteilungen vorlagen. Mit Hilfe von verschiedenen Zerkleinerungsmühlen konnten auf diese Weise Korngrößen bis zu 0,2 mm erhalten werden. Diese homogenen Probenverteilungen wurden anschließend im DIN-Rohr nach DIN 53436 und in der Rauchdichtekammer nach DIN EN ISO 5659-2 verschwelt. Die entstehenden Rauchgase wurden mit Hilfe der FTIR-Spektroskopie brandanalytisch untersucht. Dabei unterschied sich die Zusammensetzung der Rauchgase beim Verschwelprozess teilweise erheblich. Die bei der Verschwelung entstehenden Rauchgase enthalten bei Brandstoffen ohne Heteroatome in erster Linie toxische Bestandteile, wie Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. Bei der Verschwelung von Kunststoffen mit Heteroatomen können zusätzlich zu den Hauptkomponenten Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Wasser auch noch weitere toxische Rauchgaskomponenten nachgewiesen werden. Dabei kommt es bei chlorhaltigen Kunststoffen vorwiegend zur Bildung von  Chlorwasserstoff, bei stickstoffhaltigen Kunststoffen zur Bildung von Ammoniak und Blausäure. Die Ergebnisse der Rauchgasanalyse der verschiedenen Fraktionen werden vorgestellt, diskutiert und miteinander verglichen.



Copyright: © Wasteconsult international
Quelle: Praxistagung Deponie 2010 (Dezember 2010)
Seiten: 20
Preis: € 10,00
Autor: Dr. rer.nat. Anka Berger
Dr. rer. nat. Simone Krüger
Dir. u. Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krause

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