Die Verfüllung von Tagebauen mit ungeeigneten Abfallstoffen – berg- und abfallrechtliche Bewertung und verfahrensrechtliche Konsequenzen

Im März 2008 sendete das ZDF-Magazin „Frontal 21“ einen Bericht, wonach in den Tontagebauen Vehlitz und Möckern (Land Sachsen-Anhalt) nicht nur mineralische Stoffe, sondern auch Haus- und Gewerbemüll mit hohem organischen Anteil eingebaut worden ist.

In den untersuchten Tagebauen zeigten sich Erscheinungen, die sonst bei „normalen“ Hausmülldeponien zu beobachten sind: Es bildete sich verunreinigtes Sickerwasser, und teilweise kam es in dem eingebauten Material zur Gasbildung und zum Gasaustritt, also zu deponietypischen Erscheinungen nach dem Einbau von Abfällen mit hohem Organikgehalt. Nach heutigem Kenntnisstand existieren zahlreiche vergleichbare Fälle, in denen dem Bergrecht unterliegende Tagebaue mit Haus- und Gewerbeabfällen verfüllt wurden und bei denen es zu ähnlichen, deponietypischen Folgeerscheinungen kommt.



Copyright: © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Quelle: Heft 03 - 2010 (Mai 2010)
Seiten: 10
Autor: Prof. Dr. Martin Dippel

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