Thermische Energiespeicher – Voraussetzung für den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen

Speicher für thermische Energie, auch Wärmespeicher genannt, werden in den verschiedensten Bereichen von Energieumwandlungs- und -versorgungssystemen eingesetzt. Neue Materialien zur Speicherung latenter Wärme sowie die Nutzung der chemischen Bindungsenergie wurden in der Forschung untersucht und befinden sich bereits in der Anwendung. Am weitesten verbreitet sind jedoch Speicher mit Wasser als Speichermedium.

 Aufgrund der stofflichen Eigenschaften des Wassers, seiner preiswerten Verfügbarkeit und Umweltverträglichkeit und seiner dominierenden Rolle als Wärmeträger in Wärmeversorgungssystemen werden wasserbasierte Wärmespeicher voraussichtlich auch in Zukunft eine bedeutende Rolle in der Energieversorgung spielen. Warum Wärmespeicher für den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen entscheidend sein werden, erläutert der folgende Beitrag.
1. Entwicklung des Ausbaus der erneuerbaren Energien
Die Nutzung erneuerbarer Energien wird im Wärmesektor ebenso wie im Stromsektor ausgebaut. In Deutschland betrug im Jahr 2009 der Anteil dieser Energieträger 8,4 Prozent vom Endwärmebedarf bzw. 16,1 Prozent vom Elektroenergiebedarf. Der Anteil der Solarenergie und der Geothermie sind sowohl im Wärme- als auch im Stromsektor noch relativ gering. Der Hauptteil der Anwendungen erneuerbarer Energien besteht in der Nutzung von Wind, Biomasse und Wasser. Die Stromerzeugung in Photovoltaikanlagen betrug 2009 bereits
1,1 Prozent.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Band 3 (2010) (September 2010)
Seiten: 12
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Robert Huhn

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