Anmerkungen zur energiepolitischen Debatte im Herbst 2010

Die diesjährige Berliner Energiekonferenz hätte sich kaum ein besseres Datum wählen können: Nach langen Jahren des Wartens und vielen Monaten des Hin und Her will die Bundesregierung in diesem Herbst ein neues Energiekonzept vorstellen. So hat sie es in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen und seit Regierungsantritt wieder und wieder bekräftigt.

Und obwohl Politik und Öffentlichkeit in den letzten Monaten nahezu ausschließlich über eine mögliche Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke gestritten haben, gibt es doch berechtigte Hoffnung, dass das, was wir diesen Herbst von der Bundesregierung präsentiert bekommen, eine echte Grundlage für die energiepolitischen Debatten und vor allem für die Entscheidungen der kommenden Jahre werden kann. Eines wissen wir schon jetzt: Anders als in der Vergangenheit, wird bei diesem Konzept nicht allein die Versorgungssicherheit, bzw. das möglichst wirtschaftliche Erreichen einer solchen Versorgungssicherheit im Vordergrund stehen. Ganz entscheidende Triebfeder wird das Erreichen der ehrgeizigen – und grundsätzlich richtigen – klimapolitischen Ziele der Europäischen Union und der Bundesregierung sein. Das übergreifende Ziel heißt, die Erwärmung der Erdatmosphäre bei maximal 2 °C zu stabilisieren. Die Bundesregierung hat daraus den Schluss gezogen, bis zum Jahr 2020 vierzig Prozent weniger Kohlendioxid auszustoßen als im Jahr 1990. Und im Jahr 2050 sollen die Kohlendioxid-Emissionen sogar mindestens achtzig Prozent unterhalb derer des Referenzjahres liegen.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Band 3 (2010) (September 2010)
Seiten: 12
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Andreas Kuhlmann

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