Das Erdgasnetz als Speicher für regenerative Energie

Das Erdgasnetz ist eine über Dekaden gewachsene und stetig weiterentwickelte Infrastruktur. Es verfügt in Europa über eine Länge von ca. 2 Mio. km und versorgt über 110 Mio. Kunden sicher, preisgünstig und umweltfreundlich mit Erdgas (Bild 1). Mit Hilfe von mehr als 130 Untergrundspeichern werden saisonale Bedarfsschwankungen ausgeglichen und Interessen der strategisch sicheren Gasversorgung bedient.

Die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien erfordert einen zielgerichteten Ausbau des Stromnetzes und neue Möglichkeiten zur Speicherung von diskontinuierlich verfügbarer Elektroenergie. Die einzige saisonale Speichermöglichkeit, die relevante Speicherkapazitäten anbieten kann, ist das Erdgasleitungsnetz, in das elektrolytisch erzeugter Wasserstoff bzw. Methan eingespeist werden kann. Hierzu sind die Entwicklung von Anlagenkonzepten zur Erzeugung von Wasserstoff bzw. Methan sowie deren ökonomische und volkswirtschaftliche Bewertung ebenso essentielle Grundlagen wie die Identifi kation von technischen Grenzen der Wasserstoffzumischung zum Erdgas. Beide Fragestellungen werden von der DVGW-Innovationsoffensive adressiert und in entsprechenden Projekten untersucht.



Copyright: © Vulkan-Verlag GmbH
Quelle: GWF Gas Erdgas 11/2010 (November 2010)
Seiten: 7
Autor: Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause
Dipl.-Ing. (FH) Gert Müller-Syring

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