Auswirkungen der regulatorischen Anforderungen für Gasnetzbetreiber

Die Regulierung schafft mit der Vielzahl an neuen Gesetzen, Verordnungen und Vereinbarungen permanent neue Herausforderungen für Gasnetzbetreiber. Die veränderten und zusätzlichen Aufgaben, die neuen Kunden und Schnittstellen eines Netzbetreibers führen zu einer erheblichen Steigerung des Umfangs des Geschäftsauftrags. Erfolgreiche Netzbetreiber brauchen Multitalent-Eigenschaften.

Die sich zum Teil auch kurzfristig verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen erzeugen ein Geschäftsumfeld, welches sich mit steigender Entropie beschreiben lässt. Netzbetreiber sind gefordert, diese in belastbare Szenarien für Entwürfe neuer Strategien zu gießen. Der steigende Umfang des Geschäftsauftrages und die zunehmende Komplexität der Rahmenbedingungen stellen schließlich neue Anforderungen an die personelle Ausstattung. Gasnetzbetreiber müssen neben dem als selbstverständlich angesehenen technischen Know-how auch über juristische Kompetenzen und Qualitäten von Risikomanagern verfügen. In Summe führt die Regulierung daher nicht zu einer vermutbaren Monostruktur der Netzbetreiber, sondern zu einer Vielfalt der Geschäftsmodelle und einem Wettbewerb dieser. Ob diese Vielfalt und Anzahl der Netzbetreiber dazu hilft, die Ziele der Regulierung zu verwirklichen, ist  jedoch fraglich.



Copyright: © Vulkan-Verlag GmbH
Quelle: GWF Gas Erdgas 11/2010 (November 2010)
Seiten: 4
Autor:

Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com

Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden.


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

EEG-Novelle auf dem Prüfstand
© HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fakultät Ressourcenmanagement (10/2014)
Der folgende Vortrag beschäftigt sich mit der Fragestellung, in wie weit das am 01.08.2014 in Kraft getretene EEG 2014 verfassungsrechtlich zu beanstanden ist. Dabei werden folgende Schwerpunkte gesetzt: das zügige Inkrafttreten sowie zu kurz bemessene Übergangsfristen des EEG 2014, die Begrenzung der förderfähigen Strommenge bei bestehenden Biogasanlagen und die Einbeziehung der Eigenversorgung in die EEG-Umlage.

Smart Metering Gas – Status Quo 2011
© Vulkan-Verlag GmbH (4/2011)
Als Folge der Umsetzung der EDL-Richtlinie und des EnWG ist das Thema „Smart Metering“ vor allem politisch motiviert. Durch den zukünftigen Einsatz von intelligenten Zählern, die den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln, wird auf eine Änderung des Nutzungsverhaltens (Strom und Gas) gezielt.

Vorhandene Infrastruktur für das Einspeisemanagement nutzen
© Vulkan-Verlag GmbH (4/2011)
Im Strombereich beeinflussen immer mehr dezentrale Energieerzeuger die Stabilität der Netze. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz müssen deshalb Erzeugungsanlagen mit einer Wirkleistung von mehr als 100 kW über eine Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung verfügen.

Long-term gas supply for Europe – Pipeline projects and LNG-chains
© Vulkan-Verlag GmbH (4/2011)
The current situation of gas supply is characterized by a temporary global oversupply – caused by the exploration and production of unconventional natural gas in North America combined with declining demand due to the global economic crisis. The worldwide natural gas supply is expected to be secured until 2030 and beyond.

Speicherung von regenerativ erzeugter elektrischer Energie in der Erdgasinfrastruktur
© Vulkan-Verlag GmbH (3/2011)
Um die unbestritten notwendige Erhöhung des Anteils der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung zu ermöglichen, ist ein massiver Ausbau der Speicher für elektrische Energie unabdingbar. Als geeignete Technologien für die benötigten Größenordnungen sind lediglich Pumpspeicherkraftwerke, Druckluftspeicher und chemische Energieträger einsetzbar.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...