
Im Verlauf nur eines Jahres hat sich die Versorgungslage auf den internationalen Erdgasmärkten entscheidend geändert. Während noch vor zwei Jahren Lieferengpässe befürchtet wurden, stellt sich die Lage heute grundlegend neu dar. Durch die Aktivierung sogenannter „unkonventioneller Erdgasvorkommen“ in Nordamerika ist es den USA off ensichtlich gelungen, ihre Erdgasversorgung langfristig aus eigenen Quellen abzusichern.
Aktuell ist die Versorgung mit Erdgas gekennzeichnet durch ein temporäres, globales Überangebot – bedingt durch die Exploration und Produktion unkonventionellen Erdgases in Nordamerika, bei gleichzeitigem Bedarfsrückgang aufgrund der Weltwirtschaftskrise. Bis über das Jahr 2030 hinaus wird weltweit mit einer sicheren Erdgasverfügbarkeit gerechnet. Die Entfernungen zwischen den Erdgasquellen in der „Strategischen Ellipse“ und den Verbrauchsmärkten in Europa und Ostasien liegen bei bis zu 6000 km (Onshore) bzw. 12000 km (Offshore). Zur Verbringung der Erdgasmengen in die Märkte ist mittel- und langfristig der Bau neuer Erdgas-Ferntransportsysteme erforderlich: großkalibrige Pipeline-Systeme und kapazitätsstarke LNG-Ketten. Für den Bau von Pipeline-Systemen spricht ihre grundsätzlich größere Wirtschaftlichkeit, für Investitionen in LNG-Ketten ihre größere Flexibilität. Die voraussichtlich zu tätigenden Investitionen in die Transportanlagen – allein in Richtung Europa – dürften sich im 3-stelligen Mrd. €-Bereich bewegen. Als Voraussetzung für die Umsetzung der geplanten Projekte sind im politischen Raum offene Fragen bezüglich der Kooperation mit Produktions- und Transitländern zu klären.
| Copyright: | © Vulkan-Verlag GmbH | |
| Quelle: | GWF Gas Erdgas 09/2010 (August 2010) | |
| Seiten: | 8 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 8,00 | |
| Autor: | Prof. Dr. Hans-Georg Fasold | |
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