Energiekonzept für wasserwirtschaftliche Anlagen des Wasser- und Abwasserverbandes Havelland, Brandenburg

Die kommunale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung weist in verschiedenen Bereichen ein großes Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduktion laufender Betriebskosten auf. Durch die gezielte Analyse einzelner Prozesse lassen sich umfangreiche Erkenntnisse über den Zustand der technischen Anlagen sowie über die exakten Potenziale zur Energieverbrauchs- und Kostenreduktion gewinnen. Darüber hinaus verfügen Wasserwerke und Abwasserbehandlungsanlagen i. d. R. über ein entsprechendes Flächenangebot, welches sich für eine nachhaltige Nutzung von Technologien zur umweltfreundlichen Erzeugung von Strom eignen kann. Somit lässt sich entweder eine Reduktion des Energiebezuges durch Eigenerzeugung erreichen oder eine Rendite auf Basis der EEG-Einspeisevergütung für die Einspeisung in das Netz der öffentlichen Versorgung erzielen, die bei kommunalen Ver- und Entsorgern letztlich auch den Anschlussnehmern zu Gute kommt.

velland (WAH) ver- und entsorgt ca. 45 000 Einwohner im Land Brandenburg. Dafür betreibt er sieben Wasserwerke, drei Kläranlagen (Bilder 1 bis 3), 250 Pumpstationen sowie das dazugehörige Rohr- und Kanalnetz. Da der Energieverbrauch der technischen Anlagen einen wesentlichen Anteil an den Gesamtkosten des Verbandes hat und die Tendenz der Energiepreise weiterhin steigend ist, hat der Wasser- und Abwasserverband Havelland die Sachsen Wasser GmbH und die MegaWatt GmbH mit der Erstellung eines Energiekonzeptes beauftragt. Mit dem Energiekonzept wollte der Verband die Ziele des Umweltschutzes wie Ressourcenschonung und Verminderung des CO2-Ausstoßes bei der weiteren strukturellen Entwicklung einfließen lassen. Im Energiekonzept sollten folgende Sachverhalte untersucht werden:
■ Ermittlung von Maßnahmen zur Optimierung des Energieverbrauches der wasserwirtschaftlichen Anlagen,
■ Untersuchung der Wirtschaftlichkeit einer Errichtung von Windkraft- und Solaranlagen zur Energieerzeugung,
■ Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz des Verwaltungsgebäudes
■ Untersuchung der Wirtschaftlichkeit für die Errichtung einer Faulung, Klärschlammvererdung bzw. Klärschlammverbrennung.
Die ersten drei Sachverhalte werden beschrieben.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 11 / 2010 (November 2010)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Bernd Kuse
Thomas Hantke

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